Wort zum Sonntag

Über die Rolle des Qualitätsjournalismus zerbrechen sich aktuell ja  nicht nur die Fakultäten für Journalismus und Redaktionen den Kopf, sondern ganz aktuell auch gewisse Akteure der NRW Politikspitze. Wie weit geht Pressefreiheit? Was darf ein Journalist? Was darf er nicht? Es ist schwierig auf derartig vielgestaltige Aspekte kompakt zu antworten.  Thomas Krüger, SPD Politiker und Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, ist es meines Erachtens jedoch recht gut gelungen, zentrale Kennzeichen von Qualitätsjournalismus auf den Punkt zu bringen. So hält er fest:

“[…] Qualitätsjournalismus hat mindestens zwei unersetzliche Funktionen: eine gesellschaftliche Kontrollfunktion und eine Leuchtturmfunktion. Gesellschaftliche Kontrolle, indem Journalisten den Mächtigen aus Wirtschaft und Politik auf die Finger schauen, ihnen mitunter Skandale, Korruption und Seilschaften nachweisen. Und in ihrer Leuchturmfunktion sorgen Medien dafür, dass soziale Werte und Traditionen, Gemeinschaftssinn und kulturelle Identitäten in unsere Gesellschaft hineinkommuniziert werden […] “( bpb 11.6.09).

Ich kann mir vorstellen, dass zumindest erstere Funktion, so machem im Land gehörig auf den Sack geht. Aber so isse, die Demokratie.

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