Wenn der Weg das Ziel ist. Das Ziel aber den Weg nicht wert ist.

Ab heute hat RTL wieder seinen Kassenschlager DSDS im Angebot und beginnt ein weiteres Mal mit dem Verkauf von Hoffungen, Gefühlen und Existenzen an ein weitgehend immunisiertes Millionenpublikum. Immunisiert insofern, als dass jedem denkenden Menschen mit den Jahren klar geworden sein dürfte, dass DSDS 2010 auch wieder mehr Verlierer und Opfer produziert als Gewinner oder gar “Superstars”. Alle Superstars, mit Ausnahme des Bohlen Zöglings Mark Medlock, konnten sich erst von der Masse der Vollpfosten emanzipieren, um dann, nach dem Sieg, als Vollpfosten durchgereicht zu werden.

Abgesagte Konzerte, mangelndes Medieninteresse jenseits der DSDS Bühne und das Gefühl, von den sogenannten Musikexperten belächelt zu werden, die das Versagen schon vorausgesagt hatten, schmeicheln nicht gerade dem Ego. Für das bisschen Gehalt, das RTL zahlt, haben die Jugendlichen ihre Existenz an das Fernsehpublikum verrammscht, dass eben genau diese Existenz schon vor der Auskopplung der ersten Single als gescheitet deklarierte.

Auch bei DSDS 2010 ist der Weg zum Superstar der Profit der Produzenten und somit das Ziel. Das Ziel selbst ist schon vor dem Antritt der Reise den sicherlich anstrengenden Weg nicht wert. Und dennoch bewerben sich Massen für ein solches Casting. Mir stellt sich diesbezüglich nur eine sehr primitive Frage: Spinnen die ?

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  1. Ruhrpilot » ruhrbarone - 7. Januar 2010

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