Schäfchen, die in Bochum nicht beißen,..

Schäfchen, die in Bochum nicht beißen,..



..beißen auch in Gelsenkirchen nicht.

Nun, nach langer Blogabstinenz wartet das Gelsenkirchen Blog gleich mit einer Reaktion des Referates für Recht und Ordnung auf den Wesenstest im Falle Benny auf. Wie ich in meinem Artikel “Die Bestie ist ein Schäfchen” vermutet hatte, gibt sich das Referat auch nach bestandenem Wesenstest nicht zufrieden und bemüht sich vermutlich darum, der Familie Wilp weiterhin, aufgrund eines durch Tatsachenbehauptungen entstandenen Verfahrens, Kosten aufzuerlegen. Dass das Referat aber dem städtischen Veteriäramt der Stadt Bochum die Kompetenz abzusprechen versucht, indem es den durchgeführten Wesenstest als “nicht bestandskräftig” erachtet, damit hätte ich nicht gerechnet. Soviel Dreistigkeit habe ich nicht vermutet. Auch dann nicht, wenn bisher alle Gutachten, die den Behauptungen des Referates entgegenstehen, zurückgewiesen wurden.

So hält das Referat 33, namentlich nun ein Herr Herbert, der übrigens auch schon vermutete, dass ich das Referat 33 durch meine Berichterstattung diskrediteren wolle, in einer schier unglaublichen Mitteilung an das Verwaltungsgericht fest:

“Anzumerken ist, dass der nunmehr übersandte, mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehene Bescheid der Stadt Bochum vom 08.04.2011 [Das ist der bestandene amtliche Wesenstest!!!  Anmerkung: Gelsenkirchen Blog] nicht bestandskräftig sein dürfte”

Warum Herr Herbert auch den Bescheid der Stadt Bochum als nicht bestandskräftig erachtet, erklärt er nicht. Vielleicht muss er das auch nicht. Vielleicht sind Herr Herbert, Herr Heinze, der Referatsleiter und alle anderen Personen, die mit diesem Fall möglicherweise zu tun haben mögen, auch einfach nur ein bisschen beleidigt, dass der Wesenstest bei den Kollegen in Bochum stattgefunden hat. Vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass das Amt an der Bestandskraft zweifelt. Man weiß es nicht. So viele andere Gründe fallen mir nicht ein. Hunde, die in Bochum nicht beissen, die werden das aller Vorraussicht nach auch in Gelsenkirchen nicht tun.

Ich betreibe seit 2003 dieses Gelsenkirchen Blog und bin seitdem mit hunderten von typisch “Gelsenkirchener Fällen” konfrontiert worden, die in der Gänze hier niemals erscheinen konnten, weil es entweder nicht erwünscht war oder schlicht juristisch nicht möglich, sie hier zu publizieren. Einen Fall wie diesen, mit einer Gegenseite, die sich vollkommen überheblich über jede Form des Dialogs und über jede Form der Einsicht hinwegsetzt, ist mir jedoch noch nicht unter gekommen. Ich habe bis zu diesem Fall eine solche Amtsarroganz für absolut unmöglich gehalten, obgleich mir desöfteren die Ordungsbehörden dabei aufgefallen sind, sich mit dem lieben Gott zu verwechseln. Ebenfalls war es mir nicht bewusst, mit welcher Amtsmacht relativ “normale” Sachbearbeiter (Das soll keine Abwertung implizieren, aber Richter genießen ja durchaus eine höherwertige Ausbildung) völlig ungeprüft Verfügungen um sich werfen und Kosten auferlegen können. Ich bin an dieser Stelle relativ sprachlos. Mir missfällt sogar mein Zynismus. Ich kann hierzu absolut nichts mehr sagen.

Durch meine Aktenkenntnis und das persönliche Begleiten dieses Falles bin ich zu der persönlichen Einschätzung gekommen, dass es in diesem Fall möglicherweise nicht mit rechten Dingen zugeht. Ich zweifele persönlich an der charakterlichen Eignung dieser hier an den Entscheidungen beteiligten Personen auf Seiten des Ordnungsamtes und bin nach allem persönlich nicht mehr der Meinung, dass dies ein hinnehmbares Gebahren einer Behörde darstellt, das in irgendeinen gerechten Zusammenhang gestellt werden könnte. Ich fühle mich erstmalig in meiner Heimatstadt Gelsenkirchen vollständig einer Behörde ausgeliefert, obwohl mich das Verfahren nicht einmal betrifft. Sowas kann und darf es nicht geben.

Ich werde meinen Eindruck gegenüber dem Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen offiziell anzeigen.

Bisher keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Sagen Sie Ihre Meinung! Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht.