InnovationCity. Gelsenkirchens verlorener Triumph.

InnovationCity. Gelsenkirchens verlorener Triumph.

Die Ruhrstädte bekommen vom IK Ruhrgebiet die Chance, sich um einen wohlklingenden Titel zu bewerben.

Das Ruhrgebiet sucht die “InnovationCity“. Welche Stadt im Ruhrgebiet schafft es, sich mit Innovationen im Bereich der Energieeffizienz zu profilieren, um bis 2020 den Kohlendioxidausstoß zu halbieren?  Die Idee dahinter ist genial. Schließlich gibt es bundesweit eine ganze Reihe von Bemühungen die Umwelt nachhaltig zu schützen und die Energieeffizienz zu steigern. Durch die weiträumige Vereinzelung der Bemühungen werden die Maßnahmen in ihrer positiven Wirkung für die Umwelt aber leider kaum spür- oder sichtbar. Die Konzentration auf eine Region oder Stadt im Ruhrgebiet wird hingegen möglicherweise zu spürbaren Verbesserungen der klimatischen Situation führen können. Vor allem im Ruhrgebiet, das gemeinhin als Kohlenpott verschrien ist, könnten Städte aus einer erfolgreichen Teilnahme einen positiven Imagetransfer generieren. Zusätzlich wird das Engagement durch gut gefüllte Fördertöpfe versüßt.

Ein geläufiges Solarstadt-Image würde die Chancen erheblich verbessern

Auch Gelsenkirchen bewirbt sich in Kooperation mit der Stadt Herten um diesen Titel. Mit leider nur passablen Chancen. Denn: Gelsenkirchen hat es seit Jahren versäumt, den Ruf der Solarstadt zu prägen und zu pflegen. Immer mal wieder war die Rede von der Stadt mit dem Kompetenzcluster für Solarenergie, aber so richtig weiterentwickelt wurde dieses Bild nie. Nun muss sich Gelsenkirchen mit anderen Ruhrstädten messen, die sich möglicherweise überhaupt niemals um das Thema des nachhaltigen industriellen Wandels kümmerten und nur jetzt, wegen der einzuheimsenden Lorbeeren, ein Engagement an den Tag legen. Ein überegional bekanntes Solarstadt-Image würde die Chancen für Gelsenkirchen nun erheblich erhöhen. Möglichkeiten ein solches Image strategisch zu implementieren hatte Gelsenkirchen genug. Es ist ein verlorenener Triumph. Und mal wieder ist es ein kommunikatives Defizit.

Ganzheitlicher Ansatz

Die Idee von “InnovationCity” impliziert einen ganzheitlichen Ansatz des nachhaltigen Wirtschaftens. Energieeffizientes Bauen und Produzieren sowie energieffizente Mobilität sollen von Kommune, Industrie und Bürger aufeinander bezogen werden und so für einen Wandel im Umgang mit Energie sorgen. Bei der Auftaktveranstaltung am 22.3 erhalten 53 Kommunen des Ruhrgebiets die Chance, sich über die Vorteile und Formalia der Teilnahme zu informieren. Gelsenkirchen muss um den Titel kämpfen. Aber Kämpfen ist die Stadt ja bereits gewohnt. Los geht’s!

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7 Kommentare zu “InnovationCity. Gelsenkirchens verlorener Triumph.”

  1. Matthias
    22. März 2010 at 10:29 #

    woher genau kommt jetz die Einschätzung, dass die Chancen hier schlechter sind als anderswo? Wegen der regionalen Kooperation? Wegen der recht repräsentativen Gebietsauswahl? Wegen der Kooperation mit der Privatwirtschaft? Versteh ich nicht…

  2. Dennis
    22. März 2010 at 18:23 #

    Weder noch. Ich sagte nicht, dass die Chancen schlechter sind. Ich sage, dass die Chancen besser sein könnten, hätte man das Solarstadt-Image in den letzten Jahren zu pflegen verstanden.

  3. Biene Maja
    23. März 2010 at 17:39 #

    Ich bin ganz froh wenn die Stadt keine Solar Stadt wird. Diese ganze Klimareligion geht mir sowieso auf den Sack. Bald kommt die co2 Steuer und dann dürfen wir noch nichtmal mehr Furzen sonst bekommen wir ein Strafzettel und vorallem ist dieser ganze Solarwahn die größte Abzocke. Unglaublich was dort für ein Geschäft hintersteckt. Ganzen Ökofaschisten kotzen mich an. Kümmert euch lieber mal um das Abholzen der Urwälder und um die verseuchten Meere mit Plastikstücken, als über ein Gas zudiskutieren, das Leben erschaffen hat. Jetzt könnt ihr noch weniger Auto fahren, weil ein Vulkan in Irland massig co2 ausstößst. ENDE

  4. Biene Maja
    23. März 2010 at 17:41 #

    Meine Island nicht Irland

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