Gelsenkirchen jedenfalls ist rot.

Gelsenkirchen jedenfalls ist rot.

Gelsenkirchen ist rot.

Gelsenkirchen hat gewählt und hat sich für die SPD entschieden.

Das Ergebnis der Europawahl ist zumindest auf der lokalen Ebene für die SPD ein klarer Sieg. In meinem Wahlbereich konnte sie mit einem Ergebnis von über 51 % glänzen. Die CDU hingegen muss in Gelsenkirchen Verluste hinnehmen. Die Wähler der Grünen bleiben ihrer Partei relativ konstant treu.

Auch wenn die Europawahl wenig mit den Kommunalwahlen zu tun hat, die Ergebnisse könnten gemeinhin als psychologisches Stimmungsbarometer aufgefasst werden. Freuen könnte sich demnach Frank Baranowski, schließlich scheint die Stimmung der Gelsenkirchener CDU Wähler auf dem Tiefpunkt zu sein. Für meinen Geschmack müsste sich in Gelsenkirchen die grüne Front noch deutlich nach oben korrigieren. Auch, um sich deutlich von den Linken abzusetzen.

Auf Bundesebene sehe ich allerdings tief schwarz. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich fürchte, die Bundestagswahl wird, nimmt man dieses Ergebnis als Indikator, ein Wahldesaster für die SPD. Ich bezweifele, dass das Charisma eines Steins und die Gewöhnlichkeit eines Meiers den gewünschten Wahlerfolg für die SPD einbringt. Steinmeier ist kein Schröder, auch nicht, wenn er so tut.

Nebenbei sei mal angemerkt, dass der Service der Stadt Gelsenkirchen bzw. der gkd-el hinsichtlich der Wahlberichterstattung wirklich mehr als gelungen ist.

(Screenshot: Stadt Gelsenkirchen/ gkd-el )

11 Kommentare zu “Gelsenkirchen jedenfalls ist rot.”

  1. Taner
    7. Juni 2009 at 21:57 #

    Für Gelsenkirchen sicher ein großer Erfolg und das zeigt auch, dass die Arbeit von uns Jusos sich richtig gelohnt hat. Bundesweit bin ich ehrlich gesagt und ganz offen traurig über die konservative Kacke jetzt im Parlament (wieder).

  2. Sebastian Watermeier
    8. Juni 2009 at 02:37 #

    Mich stimmt das Gelsenkirchener Ergebnis auch sehr hoffnungsfroh. Hier hat sich unsere Arbeit mit einem Ergebnis gegen den Trend ausgezahlt – eine gute Motivation, entschlossen weiter anzupacken, um Gelsenkirchens Bürgerinnen und Bürger wieder enger an die SPD zu bringen. Ähnliche gegen den Trend laufende Ergebnisse gibt es ja auch aus anderen Städten im Ruhrgebiet, wo unsere Genossinnen und Genossen ebenfalls viel Arbeit und Mühe investiert haben.
    Im Bund und selbst in Gesamt-NRW hat’s leider nicht gereicht. Ich hoffe mal, dass man in Berlin und Düsseldorf Konsequenzen ziehen wird. Wir haben unsere Konsequenz jedenfalls schon gezogen: Noch ein paar Schüppen drauf!

  3. Marc
    8. Juni 2009 at 12:27 #

    Hallo,
    mich als CDU´ler freut das Gesamtergebnis natürlich, wobei ich mir in Gelsenkirchen natürlich auch ein anderes Ergebnis gewünscht hätte. Aber Aufgrund der recht guten Arbeit unseres OB, ist es auch keine Große Überraschung.
    Ich hätte mir allerdindgs eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht, gerade bei dieser wichtigen Wahl.

    Gruß

  4. Stephan
    8. Juni 2009 at 19:18 #

    Herzlichen Glückwunsch Genossinnen und Genossen, unser OB hat es verdient.
    Nur auf Bundesebene wird der Steinmeier keinen Blumenpott gewinnen, der kam gestern zu Gast bei Anne Will schon ganz schön ins Schwitzen.

  5. Nicetrise
    9. Juni 2009 at 00:23 #

    Naja Taner, ob man das Ergebnis gleichsetzen sollte mit der Arbeit der Jusos, da steckt doch noch eine Menge mehr hinter als euer Zeltverein. ^^

    In meinem Wahlkreis, wo ich ganz demokratisch den Wahlhelfer gemacht und gleichzeitig auf die Torte und das Buffet bei der Taufe meiner Nichte verzichtet habe, hat die CDU gewonnen. Aber dank unseren OB der ne Klasse Arbeit macht, hatte die SPD hier ganz gute Karten. Wobei das ja leider nicht der Sinn der Sache ist. Diese ganzen Traditionswähler machen ja eigentlich die Demokratie kaputt. Wie oft hab ich gehört “Ich hab 20 Jahre SPD gewählt, ich wähl auch heute SPD”. Da wird gar nicht mehr auf Inhalte geguckt. Besonders bei EU-Wahlen sollte man mal von seinen Stammparteien sich los reisen, und schauen, wer die beste EU-Politik macht.

  6. Taner
    9. Juni 2009 at 22:18 #

    @Nicetrise: Ich werde mich nicht rechtfertigen, will dir aber einen Rat mit auf den Weg geben: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten ;).

    Der Zeltverein ist übrigens SJD – Die Falken, hast dich vertan.

  7. Dennis Bartel
    10. Juni 2009 at 03:52 #

    Interessant vor diesem Hintergrund ist wohl noch das sich relativ viele Menschen mit denen ich zuletzt gesprochen habe, sich recht einig in der Analyse sind das der SPD die niedrige Wahlbeteiligung vor Ort kurioserweise genutzt hat.
    Wenn das stimmt dann können die Sozialdemokraten wohl Dankesschreiben an Herrn Rüttgers bzgl. des Kommunalwahltermins schicken.
    Zweifelsohne ist es der örtlichen SPD gelungen ihre StammwählerInnen abzuholen – teilweise wie ich gehört habe im wortwörtlichsten Sinne. Bei einer solch niedrigen Wahlbeteiligung macht das natürlich eine Menge aus.
    Wir können also davon ausgehen das sich die Prozentanteile bei den kommenden Wahlen noch etwas verschieben werden – auch für die CDU.
    Das setzt allerdings etwas voraus worüber noch spekuliert werden darf – das Ausmaß der höheren Wahlbeteiligung.
    Auch die Grünen müssen bei aller Siegesfreude zur Kenntnis nehmen das es ihnen noch nicht gelungen ist sämtliche Wählerpotentiale zu mobilisieren. Das gilt insbesondere für die Wechselwählerpotentiale mit der SPD die allem Anschein nach bei dieser Wahl geschlossen zuhause geblieben sind.

    @nicetrise
    “Diese ganzen Traditionswähler machen ja eigentlich die Demokratie kaputt”
    Sehr richtig und nicht nur eigentlich.

  8. Maik Gorski
    10. Juni 2009 at 10:37 #

    @Dennis Bartel: Das ist jetzt – auch wenn es vielleicht so klingen mag – nicht als Angriff zu werten, aber hat man bei den Grünen Gelsenkirchen die Zeichensetzung nun als neoliberal identifiziert und sie deshalb verbannt?

  9. Nicetrise
    16. Juni 2009 at 02:30 #

    Leider leider leider Gottes hab ich Ahnung 😀 aber war auch nicht all zu ernst gemeint Taner 😉 Bruder 😀 brauner xD ganz ruhig =) ein wenig lockere Konversation muss auch mal sein

    Rückblickend tut diese EU-Wahl richtig weh. Wir schauen nun in eine europäische Zukunft, die uns dank dem tollen Lissabonvertrag noch mehr betreffend wird als ohnehin schon, die in ihrer schwachen demokratischen Ader, dem Parlament, noch dahingegend geschwächt ist, dass sie durch die geringe Wahlbeteiligung nicht einmal seriös das Volk vertritt. Sehr sehr schade.

  10. Taner
    17. Juni 2009 at 00:15 #

    Hi Nicetrise,

    ich reagier nunmal entsprechend ernst, wenn jemand ankommt und behauptet, mein “Zeltlagerverein” hätte nur einen minimalen Teil zum tollen Ergebnis beigetragen. Ich bin mir sicher, auch Frank und andere hatten einiges damit zu tun, aber wir Jusos haben einfach einen Großteil des Wahlkampfes gemacht und das ist Faktum!

    Ansonsten bin ich auch traurig über eine geringe Wahlbeteiligung

    Grüße

  11. F.N.
    19. Juni 2009 at 12:50 #

    entschuldige wenn ich mich mal so einschalte taner nice,
    aber ihr sprecht von guter arbeit bei 34,14 % wahlbeteiligung?

    ich weiss jetzt wird gleich wieder ernst und so, aber ist das nicht eigentlich ein armutszeugnis sondergleichen? zeigt das nicht das tatsächlich, wie man es scherzhaft seit jahrzehnten über uns GE-ler sagt, ein roter besen gereicht hätte? und entschuldige bitte noch einmal wenn ich dich persönlich frage taner: welchen wahlkampf? habt ihr nur in GE-City was gemacht? oder war ich an den falschen tagen in buer? wo wart ihr als eure altvorderen uns alle verraten haben? warum kämpfen die jusos nicht für unsere freiheit gegen die analoge denkverkrustung der internetausdrucker? Warum hat der gümbel als einziger nicht die klappe gehalten? ist der der einzige der ahnung der digitalen welt hat? und bitte stell dir das jetzt mit ganz sanfter freundlicher stimme vorgetragen vor, sanft mit einer note unglaube und verzweiflung und einem schuss sorge. solltest du es in dir finden diese fragen zu beantworten, wäre ich dir für ehrliche antworten bar jeder parteirethorik und sprachregelungen dankbar. denn ich bin nur ein einfacher mensch aussem pott und mag das ehrliche wort nicht das übliche worthülsentum.

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