Friedhofsstreit geht weiter.

Friedhofsstreit geht weiter.

Türkischer Friedhofsgärtner verliert und siegt zugleich.

Es ist schon verwunderlich in welcher Prozesslaune die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus in Bismarck ist. Seit Monaten versucht Sie einem türkischen Friedhofsgärtner den Zugang zum Friedhof Stäfflingshof zu verbieten und fällt dabei sowohl moralisch als auch juristisch auf die Nase. Zwar wies das Gericht den Eilantrag des 31-jährigen Friedhofsgärtners, kurzfristig auf dem Stäfflingshof Gräber pflegen zu dürfen, zurück, weil keine Existenzgefährung durch das kirchliche Verbot gegeben sei, doch deuten die Richter gleichermaßen an, dass das Verbot zukünftig in dieser Form wohl nicht mehr haltbar sei.

Die Argumentation der Kirchengemeinde, dass eine zahlenmäßge Begrenzung der Friedhofsgärter unter anderem dadurch zu rechtfertigen sei, dass die Friedhofsruhe dadurch nicht gestört werde, stieß bei den Richtern auf  “Rechtmäßigkeitsbedenken”, wie die WAZ berichtete. Nach Auffassung der Kammer sei einzig allein die Zuverlässigkeit des Friedhofsgärtners ausschlaggebend für eine Zulassung. Das Argument der Kirchengemeinde könne nicht gelten, da schließlich auch Privatmenschen das Grab ihrer Angehörigen selbst pflegen könnten, was zu einer noch größeren Unruhe führe würde, als mehrere Friedhofsgärtner.

Auch das Totschlagsargument der Krichengemeinde, dass alle Lizenzen vergeben seinen, wiesen die Richter zurück. Neuen Bewerbern, die die Kriterien der Zuverlässigkeit erfüllen, müsse man grundsätzlich eine Chance geben.

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