Freiluftsex in Bismarck – “WAZ ?!- Ich lese nicht sowas!”

Dieser Tage wurde der Straßenstrich in Gelsenkirchen Bismarck mal wieder Gegenstand der WAZ-typischen Berichterstattung. Besorgte Besucher des Bismarcker Consolparks, genauer wohl eine Mutter mit ihrer 8-jährigen Tochter, sei am helllichten Nachmittag von einer “Freiluftnummer” behelligt worden. Nach Angaben der Frau, trieb es eine Prostituierte im Gebüsch mit ihrem Freier so lautstark, dass es bis auf den Gehweg zu hören gewesen sei.

In welchem Gebüsch der Bickernstraße dies vorgefallen sein soll, wurde in der WAZ Berichterstattung nicht näher spezifiziert, der Hinweis auf die starke Verschmutzung deutet aber auf die kleine Einfahrt direkt neben einem abgezäunten Gelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Wohnwagen hin. Die Schilderungen der Frau klingen, nach all den Jahren der eigenen Berichterstattung über diesen Strich, zunächst einmal sehr unwahrscheinlich. Die Frauen am Strich verhalten sich in Anwesenheit von Passanten, insbesondere mit oder gegenüber Kindern eigentlich neutral. Oft ist zu beobachten, dass die Frauen bei zu vielen Passanten im Inneren der Wohnwagen verschwinden oder sich anderweitig den Blicken zumindest Minderjähriger entziehen. Kurzum: Eine offensichtliche Belästigung der Passanten ging zumindest bisher von den Damen wohl nicht aus. Allerdings ist das Gefühl der “Belästigung” ein sehr subjektives. Während die Einen schon vom Minirock der Damen peinlich berührt sind, reicht dem Anderen vielleicht schon der bloße Anblick von Prostituierten in seinem Wohnumfeld, um sich belästigt zu fühlen. Pauschal lässt sich dieser Zustand daher nicht bewerten. Und zugegeben: Schön ist der Anblick der Wohnwagen nicht. Während es früher mit einem Wohnwagen kaum auffiel, ist gerade erst in der letzten Woche ein dritter Wohnwagen hinzugekommen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot und die scheint offenbar zu stimmen. Dass der alte Bismarcker Strich sich vergrößert, war schon sehr viel früher abzusehen, aber irgendwann muss es, bei allem Verständnis für andersartige Berufe, auch gut sein mit der städtischen Duldung. Die Bickernstraße ist kein Campingplatz. Darüber hinaus war das “Angebot” der Bickernstraße die letzten 30 Jahre gut überschau- und damit kontrollierbar. Ein größeres Angebot schafft selbstredend auch mehr Konkurrenz unter den Damen, was wiederrum waghalsige “Freilichtnummern” deutlich wahrscheinlicher werden lässt, als noch heute.

Das Gelsenkirchen Blog hat heute eine Prostituierte mit dem in der WAZ veröffentlichten Vorwurf konfrontiert. Mit eindeutiger (mehr als obersuperlustiger) Antwort: ” WAZ?! -Ich lese nicht sowas”.  Nachdem ich ihr den Vorwurf schilderte, gab die Dame zu verstehen, dass sie den ganzen Tag da stünde, aber davon nichts wisse. Ein Freier habe sie heute aber auch schon darauf angesprochen. Sie selbst sei es nicht gewesen und sie könne sich auch nicht vorstellen, dass die anderen Frauen so etwas machen, dafür habe man ja die Wohnwagen. Auf den dritten Wohnwagen angesprochen, wandelte sich ein bisschen das – vermutlich polnische(?) Gemüt. Der Aufforderung ” Geh weiter jetzt” kam ich dann besser mal nach.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die heutige WAZ-Wortmeldung der CDU Gelsenkirchen. Die finden jetzt passend zum alten neuen Parteivorsitzenden, ein altes neues Wahlkampfthema. Aber das ist auch nur ein Plagiat, weil die FDP auch schon mal Gelsenkirchen Sittenverfall erretten wollte. Alles irgendwie schon einmal dagewesen in Gelsenkirchen. Außer drei Wohnwagen auf der Bismarckstraße, das ist neu. Irgendwas müssen die Damen ja richtig machen.

 

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Ein Kommentar zu “Freiluftsex in Bismarck – “WAZ ?!- Ich lese nicht sowas!””

  1. Amira
    15. August 2013 at 12:02 #

    Der Straßenstrich am Berliner Kurfürstendamm ist auch nicht ohne. Hier arbeiten sie ohne Schamgefühl und ohne Respekt vor den Anwohnern. Schon am frühen Morgen treiben die leichtbekleideten Mädchen ihr Unwesen und das auch, obwohl Kinder in der Nähe sind. (Quelle)

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