Ex-OB wird Baulöwe

Aktuell sorgt Gelsenkirchens Ex-OB Oliver Wittke wieder für Wirbel. Baulöwe will er nun werden. Und, wer Wittke kennt, der weiß:  Unter dem Geschäftsführer macht er es nicht. Ist klar, dürfte er doch in seinem Geografiestudium an der Ruhr-Uni genügend Schlüsselkompetenzen erworben haben, eine Baufirma operativ zu führen. Das dies grundsätzlich möglich ist, bestreitet niemand. Allerdings muss auch ein Ex-Ob, Ex-Bauminister eingestehen, dass er nicht mit den tatsächlich notwendigen Kompetenzen eines Geschäftsführers in der Baubranche zur Welt kommt. Die wollen erworben werden. Und der Erwerb von Kompetenz kostet Zeit. Zeit, die ein “Geschäftsführer”  i.d.R. nicht in hohem Maße zur Verfügung hat. Die Führungsqualifikation allein reicht da nicht aus. Gerade in technischen Berufen ist oft ein hohes Detailwissen notwendig, um überhaupt Entscheidungen treffen zu können. Es kann also – so denke ich persönlich – unter Umständen davon ausgegangen werden, dass Wittke die Position auch aufgrund seiner Prominenz und Tätigkeit als Bauminister erhalten hat. Ob dies nun ein Glücksgriff von Seiten der Bauwirtschaft ist, muss sich schließlich ebenfalls noch zeigen. Ich kenne Wirtschaftsdezernenten, den traue ich persönlich nicht die Geschäftsführung einer Trinkhalle zu. Ich persönlich vermute daher, dass Wittke eher repräsentativ als operativ tätig wird. Und da Papier bekanntlich geduldig ist, bliebe auch genügend Zeit für politische Ambitionen. Was soll also der Wirbel ? Eine Tätigkeit als Baulöwe, um die kleine Familie vor dem Hungertod zu erretten,  ist um Längen besser, als schwarze Kassen oder Korruption. Lassta also ma unsa Olli in Ruhe getz. Denn an einer Stelle bin ich liberaler als die FDP: Der Markt bereinigt Flachpfeifen schneller als die Politik. Harren wir also der Dinge, die da kommen werden.

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