Ein Kraftwerk für Kultur

Ein Kraftwerk für Kultur

Plakat von Look-Up Gelsenkirchen

Vorzeigbare Werbung, die auch noch gratis ist.

Endlich. ENDLICH. Die Werbeagentur Look Up aus Gelsenkirchen hat sich bereit erklärt, für die Heimatstadt Gelsenkirchen eine Werbekampagne in Form von Plakaten zu entwicken, die Gelsenkirchen im Kulturhauptstadt Jahr 2010 als “Kraftwerk für Kultur” kommuniziert. Die Agentur Look Up nutzt hierfür die übliche Typo und CI der Stadt Gelsenkirchen und verzichtet gänzlich auf die “Herz im Revier voll Kraft und Zauber” Symbolik.

Vielmehr gelingt es der Agentur, funktionale Analogien zu kreieren, die weniger übertrieben und überheblich daherkommen, wie es das “Kartoffeldruckmotiv” zuvor tat. Die Kraftwerk Symbolik ist authentisch und kommuniziert “Dynamik und Kraft”. Die Semantik ” […] geht ans Netz” deutet an, dass es gerade erst losgeht und noch viel erwartet werden kann.

Wenn ich demnächst also mit dem Auto in der Stadt an den 180 Großflächenplakten vorbeifahre, kann ich mich durchaus am Anblick und Inhalt der Werbung erfreuen. Mir persönlich gefallen die Plakate gut. Aber noch etwas anderes macht Hoffung und Freude zugleich: Die Plakate kommen nicht etwa aus der Werberstadt Hamburg, sondern sind “Made in Gelsenkirchen”. Ein sicher nicht ganz uneigennütziges Geschenk von Look Up aus Gelsenkirchen.

Selbstverständlich ist es nicht. Wir sollten dankbar sein und Danke sagen, denn das Geschenk ist kostbar und brauchbar zugleich.

Bild:(c) Pressestelle Gelsenkirchen.

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4 Kommentare zu “Ein Kraftwerk für Kultur”

  1. Taner Ünalgan
    30. Dezember 2009 at 16:13 #

    Jo, sieht auch noch ganz hübsch aus.

  2. Franz Przechowski
    9. Januar 2010 at 15:04 #

    Vielen Dank für die schönen Blumen. Ob man es glaubt oder nicht, aber mein gesamtes Team war es nur leid. Was hier in unserer Stadt an verunglückter, wenn nicht sogar schädigender Kommunikationsarbeit (sprich: Werbung) versucht wird, ist schon seit vielen Jahren nicht auszuhalten. Von Strategie, Konsistenz, klarer Positionierung und mutiger Kreativität nicht die Spur. “Ist ja auch nur alles Reklame. Brauchen wir nicht. Wir haben doch Schalke und Solar” möchte ich als fiktives Zitat vielen politisch Verantwortlichen in den Mund legen. Jeder ist Marketingexperte – hat er oder sie doch schon einmal Werbefernsehen geschaut.

    Ach ja, habe den Faden verloren. Warum mein Team es so leid war, habe ich kurz skizziert. Da dachte sich die Geschäftsführung von LOOK UP, bevor die Mannschaft sich wieder über mißratene “Stadt-Reklame auf Vereinsheimniveau” grämt, gewinnen wir zunächst professionell und überzeugend den ausgeschriebenen Agenturpitch. Dann sagen wir den Verantwortlichen, dass LOOK UP ohne Honorar arbeit. Sonst wäre nämlich spätestens hier wieder “Finito” gewesen. Qualität und Kreativität kosten nun einmal Geld und das hat die Stadt bekanntlich nicht. Aber wir konnten es nicht auch noch zur RUHR.2010 ertragen: “Stadt-Reklame auf Vereinsheimniveau” für unser Gelsenkirchen und die gesamte Welt schaut hin. Diese Vorstellung ließ uns erschaudern….

    Glückauf!

  3. Dennis
    10. Januar 2010 at 12:34 #

    @Franz: Es ist für (Werbe-)Dienstleister mit in erster Linie privatwirtschaftlicher Kundschaft immer sehr schwierig, das kommunikative Chaos der öffentlichen Verwaltung zu ertragen.

    In Gelsenkirchen hat dies, ich würde sagen, besonders seit 2003 groteske Formen angenommen, die eigentlich im Kontext einer Großstadt nicht tolerierbar sind.

    Aktuell beginnt sich dieses Bewusstsein auch bei den von Ihnen angesprochenen “politisch Verantwortlichen” durchzusetzen. Ihr “Geschenk” trifft daher auf ein sensibilisiertes Bewusstsein.

    Schauen wir, wie es weiter geht. Nebenbei vielen Dank für Ihre Meinungsäußerung.

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  1. Ruhrpilot » ruhrbarone - 31. Dezember 2009

    […] Gelsenkirchen: Werben mit Kultur…Gelsenkirchen Blog […]

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