Das Elend mit der Linken.

Über politische Positionen lässt sich vorzüglich streiten. Das ist nicht zu hinterfragen. Darüberhinaus gibt es allerdings politische Parteien, die indiskutabel sind. Dazu gehören für mich alle rechtsgerichten Parteien. Auch solche, die sich demokratisch geben. Und für mich persönlich gehört die Linke in allen ihren intransparenten Ab- und Umwandlungen zu einer unsäglichen und untragbaren Partei. Einige Flügel dieser Partei erachte ich persönlich als hoch gefährlich, demagogisch und  – man muss das so sagen – treu doof.  Die CDU sagt dazu:

“Die Linke in Nordrhein-Westfalen zeigt immer öfter ihr wahre extremistische Fratze. Jetzt ruft ein führender Politiker der Linkspartei zum Boykott israelischer Waren auf. Das ist purer Antisemitismus. Die Israel-Feindlichkeit der Linken steht der von Rechtsextremisten in nichts nach. Bereits das kürzlich in die Öffentlichkeit geratene Strategiepapier der Linkspartei offenbarte nichts anderes als politischen Extremismus. Diese Leute können keine Partner in einer Koalition sein, sondern sind ein Fall für den Verfassungsschutz.Es ist unerträglich, dass Kraftilanti mit diesen Leuten gemeinsame Sache machen will. Wer wie Frau Kraft die Linkspartei hofiert statt sie zu bekämpfen, stärkt den politischen Extremismus in unserem Land (zit n. Ruhrbarone).” 

Und sie hat Recht, wie ich finde. Vergessen werden darf zwar nicht, dass nicht ALLE dieser Partei diese Linie der Partei unterstützen. Es stellt sich dann aber die Frage, wie sie diese Partei unterstützen können?

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11 Kommentare zu “Das Elend mit der Linken.”

  1. Nicetrise
    25. Februar 2009 at 16:02 #

    Zu aller erst möchte ich sagen, dass ich dir in allen Punkten die dieLinke betreffen zustimme.

    Allerdings leben wir in einer Demokratie, die neben den überwiegenden positiven Eigenschaften, eben auch negative hat. So dürfen sich halt auch Parteien bilden, die Menschen vertreten (Und das tut dieLinke nun einmal , siehe Wahlergebnisse) die falsche oder unpopuläre Meinungen vertreten.

    Hier sollte man alle Möglichkeiten nutzen, diese Menschen umzustimmen bzw. eines besseren zu belehren. Und gegen solche Aussagen wie die von dem Herrn Hermann Dierke alle nötigen und rechtstaatlich-legitimierten Mittel nutzen um solches Gedankengut aus der Gesellschaft zu verbannen.

    Verbote von Parteien sind allerdings meiner Meinung nach nur im Extremfall zu befürworten. (Übelste Volksverhetzung o.Ä)

    **Passt vielleicht nicht 100% zu deinem Post ^^ aber wollt ich mal los werden, weil das ja so in die Richtung geht

  2. Taner
    25. Februar 2009 at 20:38 #

    Ich habe eben den politischen Aschermittwoch der Linken an der Saar im Fernsehen (Phoenix) verfolgt und “es ist eine Dreistigkeit, was gegen die Linke behauptet wird!” (Lafontaine)…man man man. Übrigens war ich jetzt heute in der WAZ 😀 – “Benjamin-Button Phänomen; Der Vorstand” ^.~.

  3. Der andere Dennis
    26. Februar 2009 at 10:45 #

    *seufz*
    Lieber Dennis, sie unterstützen diese Partei weil sie sich programmatisch nichts zuschulden kommen lässt. Glaub mir das einfach mal. Was sich in der PDL (gerade in NRW) abspielt ist eher der Spiegel einer (eigentlich) positiven Entwicklung. Die PDL erscheint derzeit für breite Schichten aus der Mitte der Gesellschaft unterstützungswürdig. Es ist natürlich sehr wohlfeil diese Partei quasi als Idiotensack darzustellen und so zu tun als könnte man sie einfach ausschließen. Tatsache ist aber das derartige “Inhalte” nicht aus der Partei sondern aus der Gesellschaft selbst kommen. Siehe DerWesten (jeden Tag).
    Dazu kommt noch die totale Überforderung des Parteiapparats seinen Mitglieder Kompetenzen zu vermitteln. Siehe eben den Fall Hermann Dierkes.
    http://dennis.initiative-links.com/2009/02/25/politisch/hermann-dierkes-israel-die-linke-und-die-presse/

    Ich halte es nicht für richtig immer auf dem Extremismusargument rumzureiten. Und auf dem LechtsRinksVergleich schon gar nicht. Guck dir diese Partei mal programmatisch an, dann wird das wahre Elend erst einmal wirklich sichtbar. Es sei denn man mag Sozialdemokratie.

  4. Dennis
    26. Februar 2009 at 11:20 #

    @Dennis: Mit fehlender Medienkompetenz, wie es dein Artikel propagiert, ist eine solche politische Position nicht zu entschuldigen. Eher mit ideologischer Verblendung. Falls du in der Gelsenkirchner Politik oder sonstwo etwas bewegen willst, dann solltest musst du dich von derartigen Positionen rigoros distanzieren und nicht versuchen sie zu entschuldigen. Zumindest dann, wenn man die Demokratie mag.

  5. Der andere Dennis
    26. Februar 2009 at 12:53 #

    Entschuldige bitte mal, sobald ich irgendwo eine antisemitische Position erkenne distanziere ich mich selbstverständlich rigoros. Sobald ich aber eine solche nicht sehe sondern allenfalls ein hilfloses Statement eines unbeholfenen Friedensaktivisten, brauche ich mich auch nicht von einer antisemitischen Äußerung distanzieren.
    Zu Demokratie gehört nunmal auch eine gewisse Sachlichkeit.
    Ich habe in meinem Artikel versucht zu erklären wie so ein Käse zustande kommt und ich habe darüberhinaus darauf hingewiesen das diese Unfähigkeit sich bis in die höheren Parteiebenen hineinzieht. Immerhin war ich mal Teil dieses Vereins und dachte damit die Debatte mal vom Kopf auf die Füße stellen zu können.

    Du gehst hingegen davon aus in Duisburg sei eine antisemitische Äußerung gefallen – was ich dem betreffenden Artikel der WAZ nicht entnehmen kann, vielleicht hast Du da ja noch weitere Quellen.
    In einem solchen Fall wäre eine Erörterung der Umstände natürlich höchst überflüssig. Ich kann jedoch im Wortlaut keine antisemitische Position erkennen, nur eine politische Position welche m.E. nach einem bundesdeutschen Politiker in Relation zur deutschen Geschichte so zu artikulieren nicht zusteht.
    Desweiteren halte ich meinen Artikel weder für eine Entschuldigung noch mich selbst für einen Antisemiten oder Undemokraten.

    Ich halte es allerdings nicht für die demokratisch feine Art unter Nichtbeachtung jeglicher Entwicklungen knappe 3,5 Jahre immer dasselbe über die PDL zu schreiben. “Ich beleidige euch nicht…. etc.” waren glaub ich damals in etwa deine Worte. Ich fühlte mich übrigens sehr wohl beleidigt. Man könnte glatt glauben Du passt sämtliche Entwicklungen in eine vorgezimmerte Agenda ein. Das kannst Du ja gerne weiterhin tun, lass aber bitte gegenüber Dritten dabei eine gewisse Fairness walten.

  6. Der andere Dennis
    26. Februar 2009 at 12:59 #

    Nachtrag (sorry fürs doppelkommentieren):
    Definiere doch bitte mal die politische Position welche du aus diesem Statement des Herrn Dierkes herausliest. Das würde mich jetzt mal interessieren.

  7. Dennis
    26. Februar 2009 at 13:09 #

    Dennis du hast doch gesehen,was “diese Linken” über mich geschrieben haben, als ich über die Demos hier in GE berichtete.

    Du warst nicht ganz ungeschockt von diesen Äußerungen. Ist das auch mangelnde Medienkompetenz ?
    Ich bin fair, wenn ich für mich behaupte, dass diese Partei untragbar ist. Wenn Sie so unterstützungswürdig bist ist, was machst du dann bei den Grünen?

    P.S. Dein Artikel erklärt keineswegs wie so ein Käse zustande kommt. Er erklärt lediglich, wie soetwas zustande kommen KÖNNTE. Und selbst dann zeichnet er ein trauriges Bild inkompetenter Volksvertretung. Und das meine ich nicht einmal wertend, sondern eher deskriptiv.

    Ich bleibe dabei, dein Artikel schadet dir mehr als er dir nützt. Und ganz ehrlich: Ich lese sehr gern bei dir und muss dir auch oft zustimmen. Aber dass du dich da nicht EMPÖRT zu geäußert hast überrascht mich sehr.

    P.P.S: Und dass du eine demokratische Grundaufassung hast, will ich ausdrücklich nicht in Frage stellen. Um Gottes willen. Andernfalls würde ich mit dir hier nicht reden, sondern deine Beiträge schlicht löschen.

  8. Der andere Dennis
    26. Februar 2009 at 13:29 #

    *freut sich erstmal für das Lob*
    Ich halte sie nicht (mehr) für unterstützungswürdig aber sie hat eine faire Gleichbehandlung im Parteienspektrum verdient. Ich mag es einfach nicht das die wichtigen Debatten über diese Partei hinter dem Extremismusvorwurf überhaupt gar nicht erst anspringen.

    Ich habe mich nicht empört weil ich solche Positionen (glaube zu) kenne(n). Möglicherweise setze ich da unbewusst einen Erfahrungswert bei anderen voraus den diese nicht haben können.

    Faktisch sagt der Mann das er quasi Israel für den Hauptschuldigen an der ganzen Misere hält, das er Druck aus Israel auszuüben für richtig hält und das er dazu u.a. Warenboykotte für richtig hält. Unter der Frage Antisemitismus Ja/Nein ist das erst einmal eine harmlose Position. Ersetze Israel durch “Staat XY” und du weißt was ich meine. Denkbar wäre natürlich auch eine Deutung das der Herr versucht sublim eine antisemitische Position zu kommunizieren. Darauf gibt es aber anhand mir verfügbarer Quellen keinerlei Hinweis und ich halte dies in Anbetracht des (ehemalige) Organisationsgrads der PDS Duisburg für sehr unwahrscheinlich.
    Eine spontane Einschätzung wie so etwas dann zustande kommen kann führte zu meinem Artikel u.a. auch deswegen weil ich in dem Fall Zugriff auf den Presseverteiler der PDL hatte.

    Für mich war an diesem Fall das Gebahren der Landespartei viel interessanter als das Statement an sich. Dierkes Äußerung wirft bei mir nicht meine Rotschnürsenkelantennen an, tut es einfach nicht. Ehrlich gesagt interessiert es mich noch nicht einmal sonderlich.

    Die Gelsenkirchener Nasen kannst du nicht mit Duisburg vergleichen aber möglicherweise setze ich da wieder Vorkenntnis heraus die ein Nichtexmitglied nicht haben kann. Duisburg und Gelsenkirchen sind jeder Fall für sich, zwei unterschiedliche Beispiele für dasselbe strukturelle Problem. Ich kann das gerne beizeiten mal näher ausführen.

    Sorry für die Aufgeregtheit gerade, hab mich angegriffen gefühlt.
    LG

  9. Dennis
    26. Februar 2009 at 15:17 #

    Kein Problem 🙂 Geht mir in einigen Belangen, wenn es um SMG geht, genauso.

  10. Torsten
    24. Februar 2010 at 19:28 #

    Nun mal langsam mit den Jungen Pferden,
    den Boykott würde ich nicht voreilig als Antisemitismus bezeichenen, da gabs in der politik in allen Parteien schon krasserer Dinge.
    Ich weiss das Sie die Linken nicht mögen, aber wir wollen doch fair sein.
    Übrigens vermisse ich bei Ihnen eine klare Meinung zur Hetze gegen Hartz IV Empfänger durch unseren Außenminister.
    Aber die Hartz IV Menschen haben leider keine Lobby.

  11. Tschoepe
    26. Februar 2010 at 01:32 #

    Auch Hartz-IV-Empfänger dürften bloggen…
    10 Millionen neuen Blogger – wie schnell sich da eine eigene ‘Lobby’ vernetzt.

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