Daniel Schuhmacher: “Anything but love” auf Zeit.

Gestern ereignete sich in (Fernseh-)Deutschland wieder das DSDS ( Deutschland Dieter sucht den Superstar) Finale, das vor allem bei kleinen Frauen wegen den emotionalen Entscheidungen am Ende so sehr beliebt ist. Für Freunde der Sendung gehört die Show, in der vorangig der stilisierte “Pop-Titan” Dieter Bohlen das  sagen hat, zu den unterhaltsamsten Entertainment-Shows weit und breit. Kritikerstimmen zepflücken das Konzept mit Stigmatisierungen von “menschenverachtend” bis hin zum Symbolbild des “Raubtierkapitalismus“. So macht Spiegel Online heute unter der Überschrift “Heul doch!” ziemlich treffend mit der folgenden Feststellung auf:

Beim Fernsehduell zwischen Altruismus und Popkapitalismus ging RTL klar als Sieger hervor.

Die Godojs, Medlocks, Bohlen – und in dieser Staffel vor allem Madame Annemarie Eilfeld – spalten Deutschland. Daniel Schumacher und Sarah Kreuz  erbrachten sogar erstmalig den empirischen Beweis dafür. Deutschland konnte sich einfach nicht entscheiden und so stand es zwischenzeitlich 50:50 beim Eingang der Anruferstimmen. Bohlens Komposition “Anything but love” kennt man nach zweimal hören auswendig und ist in einfachem Englisch gehalten. Frei nach dem Motto: “Keep it simple” , backt der Pop-Titan Stars, die – daran besteht kein Zweifel- singen können und wie Bohlen zu sagen pflegt “Personality” haben. Ein ungeschriebenes Gesetz bei dem Ganzen scheint allerdings die Bindung an Bohlen zu sein. Wer erfolgreich sein will bleibt bei Bohlen, wer geht, verschwindet in der Versenkung. Es gibt die Dikatur also auch fernab der Politik. Das macht die Welt kein Stück besser, aber es relativiert ihre Wahrnehmung.

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