CDU GE – Ein narzisstischer Krampf

CDU GE - Ein narzisstischer Krampf

Knutschiewutshi.

Die CDU Gelsenkirchen liebt sich selbst. Nur sich.

Es ist vor dem Hintergrund des prekären Abschneidens bei der Kommunalwahl 2009 nicht zu ertragen, was Lars-Oliver Christoph heute über den Führungswechsel in der Gelsenkirchener CDU berichtet. Es wechselt die Führung in Persona, aber der Geist bleibt der alte. Und dieser ist weder gut für Gelsenkirchen, noch gut für die CDU in Gelsenkirchen selbst.

Unmittelbar nach der Kommunalwahl habe ich den Zustand der Gelsenkirchener CDU so objektiv und unpolemisch (das fiel mir schwer) wie möglich als einen “infiniten Regress” umschrieben. Nachdem, was man aktuell über die feierliche Übergabe der Irrelevanz, also den Wechsel des Parteivorsitzes von Meckelburg an Tann so liest, bestätigt sich die damals vorgetragene Analyse nicht nur, sondern sie lässt sich um den Begriff des Narzissmus erweitern. Die Gelsenkirchener CDU ist vermutlich der krankhaften Selbstliebe verfallen. Diese Diagnose korreliert mit der Forderung des EX-Parteivorsitzenden Meckelburg, der einfordert, was Tann konfabuliert: Die Geschlossenheit der CDU. Aus der beschworenen Geschlossenheit ist Autarkie geworden. Die CDU ist abgehoben und abgekoppelt von der Realität der Alltagswelt.

Denn die propagierte Geschlossenheit ist vielmehr eine Art Verschlossenheit gegenüber der Kritik von aussen als auch gegen Selbstkritik von innen. Ersteres lässt man offenbar nicht an sich heran und letzteres findet nicht statt. Typisch für Narzissten ist der übersteigerte Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit bei gleichzeitiger Missachtung der Kompetenzen anderer.

So präsentiert der Parteikader samt Führung, nach dem schlechtesten Kommunalwahlergebnis seit dem Krieg, die Situation wie folgt:

Oberbürgermeister Baranowski “[…] tut nichts, macht den Strahlemann und ruht sich auf Wittkes Lorberen aus.” Die grünen Stadtverordneten Dennis Melerski und OB Kandidatin Irene Mihalic werden wegen der TV-Doku, die beide bei der Ausübung ihres Polizeiberufes zeigt, verhöhnt und belächelt, ja selbst der parteinahen FDP spricht man ab, dass die neue Stärke aus eigener Kraft herührt (vgl. WAZ GE, 12.12.09). Nur die eigene Unzulänglichkeit findet offenbar keine Beachtung (vgl.ebd.). Niemand bei der CDU in Gelsenkirchen ruft zu einem Neuanfang auf. Niemand macht deutlich, dass es so wie es ist, nicht weiter gehen kann. Die CDU findet in Gelsenkirchen faktisch nicht mehr statt. Selbst das tiefschwarze Buer hat der CDU den Rücken gekehrt, weil außer einer unerträglichen Selbstbeweihräucherung nicht’s passiert.

Da Selbsteinsicht von Narzissten typischerweise nicht erwartet werden kann, muss die Wahrheit wohl irgendwie extern an die Lebenswelt dieser Partei herangetragen werden.Vielleicht sollte Baranowski statt der freundlichen Sonne, die ihn im Wahrnehmungshorizont der CDU zum Strahlemann macht, düstere Wolken aufziehen lassen und deutlich machen, wie irrelevant die CDU für Gelsenkirchen ist. Schluss mit dem Dialog mit dieser unerträglichen Partei.

Tann kann im Grunde schon jetzt zurücktreten, denn in seinem ersten Auftritt hat er zu verstehen gegeben, was er besser macht: Nichts.

Die Beisitzerin und Diplom-Psychologin Todzek, lies erst kürzlich in der WAZ verlautbaren, dass sie sich nun zur Pychotherapeutin weiterbilden wolle. Es wäre jetzt anmaßend darüber zu spekulieren, ob dies ein längst überfälliger Schritt sei. Daher nur einen Glückwunsch zu dieser krisensicheren Perspektive.

(Foto: CC- Lizenz by re-ality)

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8 Kommentare zu “CDU GE – Ein narzisstischer Krampf”

  1. Dr. Paul Richter
    14. Dezember 2009 at 01:12 #

    Meine Güte, da ist aber ein ganz schlaues Kerlchen am Werk, das diese Website zur Dreckschleudermaschine gegen alles, was nicht seiner Meinung ist, richtet. Was glaubst du Arschloch eigentlich wer du bist? Lass die CDU in Gelsenkirchen ersteinmal Fahrt aufnehmen, und sich neu aufstellen, dann wirst du schon sehen, was von den Leuten, mit denen du sympathisierst, politisch noch übrig bleibt.Die grüne möchtegern Bürgermeisterin, die im TV mal gern zeigt, wie wichtig ihr Beruf bei der Autobahnpolizei ist, konnte in Gelsenkirchen ebenso wenig Boden gut machen, wie alle Anwärter vor ihr. Fernsehhelden aus dem Vox Programm möchte niemand im Rat der Stadt sehen. Auch dann nicht, wenn der tolle Dennis dafür Werbung macht und Andere runterschreibt. Deine andauernden Anspielungen auf die CDU und die Glorifizierung rot-grüner Weltherrscher ist unerträglich. Du bist unerträglich. Hör endlich auf mit diesem Dreck hier. Findest du dich nicht unendlich peinlich?

  2. Der andere Dennis
    14. Dezember 2009 at 11:44 #

    Das ist wieder so ein Kommentar bei dem man sich fragt:
    a) Verwechselt der da wen?
    b) War er beim Verfassen seines Kommentars noch nüchtern?
    C) Wie ist heute das Verhältnis zu seiner Mutter?
    d) Was erkennt er in diesem Tintenkleks?

    “Lass die CDU in Gelsenkirchen ersteinmal Fahrt aufnehmen, und sich neu aufstellen, dann wirst du schon sehen, was von den Leuten, mit denen du sympathisierst, politisch noch übrig bleibt”
    Ich nehme an, die letzte Prognose dieser Art, tätigte der geschätzte Vorkommentierer zur “alsbaldigen Meisterschaft” des Vfl Bochum.

    @Dennis
    Es gab durchaus fundamentale Kritik in der CDU. Interessanterweise spielen diese Leute jetzt aber wieder keine Rolle.

  3. Dennis
    14. Dezember 2009 at 12:52 #

    @ Paul: Nein.

    @ Der andere Dennis: Das Abstimmungsergebnis spricht da aber eine ganz andere Sprache. Und all jene, die wirklich was verändern wollen, sind bestimmt in die FDP übergesiedelt. Daher dann die neue Stärke dieser Partei.

  4. Der andere Dennis
    14. Dezember 2009 at 15:50 #

    Ich beziehe mich auf das was man sich beim Einkaufen so erzählt wenn man sich trifft. Ist ja nicht so das man nicht miteinander redet. Das derlei keine Aussagekraft über Stimmverhältnisse hat ist klar.
    Der Ehren halber sei es halt nur erwähnt: Auch in der Union denken Leute nach.

  5. Benedikt Redeker
    14. Dezember 2009 at 17:21 #

    @Der andere Dennis: Wäre mal schön, wenn solche Personen die Parteispitze erklimmen….

  6. Taner Ünalgan
    14. Dezember 2009 at 22:40 #

    Ähnliches könnte Mensch über die Ziele und (In)Aktivität derer Jugendorganisation, der Jungen Union, verfassen…

  7. The Doctor
    15. Dezember 2009 at 15:50 #

    @Paule:
    Na, na, na!!
    Was muss ich denn da lesen??

    Scheint ja fast so als ob der Westen.de seine Kommentarfunktion für Dich geschlossen hätte, oder wie seh ich das?

    Ich denke solch unqualifizierten Aussagen und vor allem die Beleidigungen kannst du dir getrost schenken.

    Nur zur Erinnerung, Dein Kommentar gehört für mich in eben jene Sparte, die Dennis bereits am 3. Dezember, in diesem Beitrag so schön beschrieben hat!

    https://www.gelsenclan.de/index.php/komentarius-prekarius/

    Solltest Du Dir vll. mal zu Gemüte führen, bevor Du hier nochmal sowas verzapfst!!!

    Was die Thematik des Beitrags an sich angeht, so muss ich gestehen, keine all zu große Affinität zum politischen Geschehen in GE zu besitzen und maße mir daher auch nicht an darüber ein Urteil abgeben zu wollen.
    Aber, vll gerade deshalb, fällt mir es mir um so mehr auf, dass zumindest die Kernaussage des Beitrags, doch eine gewisse Wahrheit wiederspiegelt.

    Denn dem Punkte der Abwesenheit konstruktiver Aktionen der CDU nach der letzten Wahl muss ich voll und ganz zustimmen.
    Es ist leise, um nicht zu sagen seeeehr still um die gelsenkirchener CDU geworden und es wird auch dadurch nicht besser nun im kleinen Kämmerlein mit Hetz- und Schmutzkampagnen die eigene Ratlosigkeit, ob des katastrophalen Wahlergebnisses, gegenüber der Konkurrenz in die Welt zu tragen.

    So long
    The Doctor

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  1. Ruhrpilot » ruhrbarone - 13. Dezember 2009

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