Bismarcker Strich expandiert.

Der Straßenstrich in Bismarck erfreut sich reger Beliebtheit. Aber mit Widrigkeiten.

Der Straßenstrich in Bismarck erfreut sich reger Beliebtheit. Aber mit Widrigkeiten.

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In Gelsenkirchen stehen die Zeichen auf Aufschwung. Zumindest könnte dieser Eindruck bei der Lektüre der lokalen Tagespresse entstehen. Auf der Bahnhofstraße eröffnet ein größeres Textilgeschäft nach dem Nächsten und die hiesige Wirtschaftsförderung freut sich, das Frequenz auf der Bahnhofsstraße geschaffen ist, auch wenn sich über die Qualität der neuen Geschäfte bekanntlich streiten lässt. Fakt ist, dass eine junge Zielgruppe angesprochen wird und sich der “Lauf” regeneriert.

In Bismarck ist die Frequenz ganz offenbar ebenfalls gesteigert.

In Gelsenkirchen-Bismarck, genauer auf der Bickernstraße gibt es ein Angebot anderer Art und die Geschäfte scheinen ebenfalls zu expandieren. Nachdem schon mal der ein oder andere Wohnwagen von Vandalen in Brand gesteckt wird, ist zu bewundern, wie schnell es jeweils mit dem Austausch mobilen Freudenhäuser klappte. Wer in den letzten Tagen mal am Strich vorbeigefahren ist, der wird feststellen, dass er doppelt sieht.

Zwei Wohnwagen und mehr Prostituierte.

An der Bickernstraße stehen nun zwei Wohnwagen und zu – Achtung Wortspiel – Stoßzeiten mehr Frauen als noch vor ein paar Monaten. Möglicherweise ist dies eine direkte Verdrängungsfolge aus dem Prostitutionsverbot in Dortmund. Als in der Nachbarstadt die Prostitution verboten wurde, konnte in Bismarck kurzfristig ebenfalls eine Zunahme an Frauen festgestellt werden. Der neue Wohnwagen ist allerdings in Duisburg angemeldet, was die Vermutung der Verdrängungsthese zunächst nicht unterstützt, aber auch nicht widerlegt. Dass der Bismarcker Strich den Frauen so attraktiv erscheint, liegt sehr wahrscheinlich an seinem Bekanntheitsgrad. Wie in diesem Weblog seit einiger Zeit zu lesen ist, gibt es den Strich schon seit vielen Jahrzehnten und es arbeiten z.T. sogar noch Frauen hier, die auch vor 10 Jahren schon anzutreffen waren. Der Bekanntheitsgrad sichert den Damen ganz offensichtlich Umsatz. Nebenbei ist – zumindest offiziell bekannt – in all den Jahren nichts passiert, was das Klischee dem Millieu nachsagt. Keine brutalen Übergriffe, kein Mord, keine Vergewaltigung. Auch das macht die Frauen möglicherweise sicher.

Widrigkeiten gibt es dennoch.

Gänzlich ohne Gegenwehr können die Damen dann allerdings auch in Bismarck nicht arbeiten. Zum einen versucht die Gelsenkirchener FDP dem Strich in Buer und Bismarck mit einer Unterschriftenaktion ein Ende zu bereiten, da die Partei durch die Frauen eine Gefährdung der “guten Sitten” auf Gelsenkirchens Straßen gegeben sieht und zum anderen sind es wahrscheinlich vor allem Jugendliche, die es auf die Frauen abgesehen haben. Vom Consolpark aus werden die Wohnwagen der Prostituierten mit Steinen beworfen. Auch rohe Eier und Silvesterknaller werden im Schutze der Dunkelheit auf die Frauen geworfen. Wer sich die Mühe macht und durch die Büsche im Park streift, der findet unmittelbar in Wurfweite die Verpackungen der “Geschosse”.



Noch geht alles friedlich zu in Bismarck, aber mit zunehmendem Angebot werden die Rivalitäten unter den Damen größer, die Preiskämpfe härter und das Klima rauer. Spätestens jetzt sollten die Behörden ein beobachtendes Auge mehr zur Verfügung stellen.

8 Kommentare zu “Bismarcker Strich expandiert.”

  1. Taner
    1. November 2011 at 18:28 #

    Findest du denn, der Besuch lohnt sich?

  2. Dennis
    2. November 2011 at 00:16 #

    Da müsstest du jemanden fragen, der das beurteilen kann. Nenn mich verklemmt, aber wer da hingeht, der ist schon ziemlich am Ende mit seiner Maskulinität. Ich sag mal so: Ich kanns nicht empfehlen 🙂

  3. Franz Przechowski
    8. November 2011 at 00:29 #

    Beim Anblick der Liebeslauben kommt mir unmittelbar die Erinnerung an “Die Rappelkiste”. Eine Kindersendung, die offensichtlich auch eine frühkindliche Prägung auf die späteren Interessen des Autors gehabt haben muß.
    Dennis lass et rappeln inne Kiste.

  4. Dennis
    8. November 2011 at 20:53 #

    Is klar, so trage er sein positives Bild von mir in die Welt 🙂

  5. Keule
    12. November 2011 at 17:44 #

    Ich kann mich nicht beschweren! die damen sind gut drauf und können einiges! bis auf die dicke, die können se weg hauen.

    gruß

  6. Sucuk
    27. Oktober 2012 at 23:06 #

    Fuck bitches.viel zu teuer und beklauen einen

  7. frankie5538
    15. Juni 2014 at 14:08 #

    Wie ist eigentlich die Preisliste dort?

Trackbacks/Pingbacks

  1. Freiluftsex in Bismarck – “WAZ ?!- Ich lese nicht sowas!” // Gelsenkirchen Blog - 14. August 2013

    […] Die Nachfrage bestimmt das Angebot und die scheint offenbar zu stimmen. Dass der alte Bismarcker Strich sich vergrößert, war schon vor sehr viel früher abzusehen, aber irgendwann muss es bei allem Verständnis für andersartige Berufe auch gut sein mit der […]

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