Wulfmeier Gelände wird zur Waschstraße

Nachdem das Gelsenkirchen Blog darüber berichtete, dass das ehemalige Gebäude des Wulfmeier Autohauses abgerissen wird, hat sich der Stadtspiegel Gelsenkirchen die Mühe gemacht zu recherchieren, was nun aus der Freifläche wird. So ein „Loch“ im Stadtbild sieht schließlich nicht wirklich schön aus. Ergebnis dieser Recherche ist nun, dass das Grundstück offensichtlich von der für professionelle Waschanlagen bekannten Otto Christ AG aus Süddeutschland vor bereits einem Jahr ersteigert wurde. Diese Information lässt dann auch direkt darauf schließen, was in naher Zukunft an der Kreuzung Grothusstraße / Gewerkenstraße für uns errichtet werden wird. Richtig. Eine Waschanlage. Und damit man während das Auto vermutlich vollautomatisch gereinigt wird nicht verhungert, soll gleichzeitig eine Bäckerei in das Bauwerk integriert werden. Die entsprechenenden Bauanfragen seien schon beantragt, so der Stadtspiegel.

Günstige Waschanlagen in Gelsenkirchen buhlen dann um Kunden.

Für uns Gelsenkirchener bedeutet dies dann sehr wahrscheinlich, dass wir für die allwöchendliche Autowäsche paradisische Preiskämpfe erleben werden. Denn im Grunde vor Kopf der von der Otto Christ AG geplanten Waschanlage, nämlich auf der Gewerkenstraße, befindet sich die Großwaschanlage „Wascharena„, die für sich mit günstigen Preisen und textiler Autowäsche wirbt. Nimmt man die automatische Waschanlage der ebenfalls dort ansässigen Aral Tankstelle hinzu, erscheint der Markt in diesem Stadtteil mehr als gesättigt zu sein. Vielleicht keine kluge Entscheidung der Otto Christ AG hier ein derart großes Invest zu tätigen. Lassen wir uns überraschen.


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4 Kommentare zu “Das St. Josef-Hospital in Horst soll 2017 geschlossen werden.”

  1. Franz Przechowski
    19. Dezember 2016 at 11:22 #

    Zutreffende Analyse. Alle Probleme hinsichtlich Weihnachtsmärkte in Gelsen und in Buer sind hausgemacht und durch nichts mehr zu entschuldigen. deine kennzeichnung „strukturelle Geschäftsunfähigkeit“ trifft den Kern. Aber darüber hinaus fehlt auch der Sinn für die konzeptionelle Gestaltung und emotionale sowie inhaltliche Aufladung von Events, die auf die Marke GE einzahlen sollen. Das ist nicht unbedingt eine Frage des Budgets, sondern der professionellen Fähigkeiten. Ich bin kürzlich erst wieder wegen meiner Bemerkung „SMG ist eine Laienspielschar“ gescholten worden. Angesichts der miesen Performance möchte ich bei meiner Beurteilung bleiben und die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung gleich mit einbeziehen.

  2. Sabine
    19. Dezember 2016 at 20:14 #

    Dann geht doch endlich hin statt nur zu mosern

  3. Albert Ude
    21. Dezember 2016 at 17:12 #

    Die Analyse geht in Ordnung. Die Hinterfragung klammert die Mittäterschaft des örtlichen Einzelhandels leider völlig aus. Die Anlieger der Bahnhofstrasse haben kein Interesse an einem Weihnachtsmarkt, der als zentrale Veranstaltung auftritt. Die Mitwirkenden der SMG, des Umbaubüros und die für die blau-weiße Kugelplastik Verantwortlichen sind gutmeinende, aber hoffnungslos überforderte Amateure und Dilettanten, deren schlimmster Alptraum es ist, von professionellen Akteuren, ja auch bereits von schlichten Menschen, die sich einfach mal in anderen Städten umgeschaut haben, erzählt zu bekommen, wie ein Weihnachtsmarkt aussieht, ja, was überhaupt ein Weihnachtsmarkt ist. Die in Gelsenkirchen stattfindende Veranstaltung darf man auf einer Skala von 1 – 10 bei minus fünf verorten, eine gefühlte Tendenz zur Qualitätssteigerung ist illusionistische Schönrederei. Wollte man eine Verbesserung um fünf Punkte erzielen, so bedeutete das, den Nullpunkt anzustreben, die Veranstaltung also schlicht zu unterlassen. Stattdessen empfiehlt sich ein Busshuttle nach Dortmund, Essen oder Münster, oder in die kleinen niederländischen Orte oder an den Niederrhein.
    Das ist alles sehr schade, leider aber so zutreffend. In meiner Erinnerung ist die Reibeplätzchenhütte am Anfang der Bahnhofstrasse rechts der aus dem Betrachtungsraster heraustanzende kulinarische Höhepunkt der Meile. Die Reststrecke schaffe ich nicht: Kabel, Mülltonnen, Ramschstände, Trink- und Nahrungsmittelhütten. Und – mit Verlaub – Menschenmassen. Nur eins hat sich verbessert: Zu Zeiten von Lalakakis wurde noch WDR 4 über die Lautsprecher eingespielt. Das ging gar nicht.

  4. szodruch, maggie
    22. Dezember 2016 at 16:35 #

    Leider muss ich Albert Ude in allen Aussagen Recht geben !

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