„Wir sprengen Grenzen“

"Wir sprengen Grenzen"

Gelsenkirchen_Herten will seine Ökologieprojekte trotz Niederlage vorantreiben.

Es hat nicht sollen sein. Leider. Der Titel Innovation City wäre nicht nur ein Prestige für das Städteduo Gelsenkirchen und Herten gewesen, sondern auch eine regelrechte Goldgrube. Hohe Fördersummen hätten in den nächsten Jahren die positive Entwicklung von Gelsenkirchen und Herten sicherlich spürbar beschleunigt. Und auch wenn Frank Baranowski in Anlehnung an den Theologen Dietrich Bonhoeffer weise verkündet, dass man hinter dem, was man sich selbst erarbeitet hab, nie mehr zurück könne und damit versinnbildlichen möchte, dass die gemeinsamen Anstrengungen den Titel zu holen nicht umsonst waren, dürfte die Entäuschung grenzenlos sein.

Offiziell heißt es:

„Wir freuen uns, dass die Entscheidung auf das nördliche Ruhrgebiet und damit auch auf unserer Region gefallen ist. Als Nachbarstädte rechnen Gelsenkirchen und Herten damit, dass die Strahlkraft des Bottroper Konzepts, das ja viele Parallelen zur eigenen Bewerbung aufweist, sich auch positiv auf die Projekte in Gelsenkirchen_Herten auswirkt.“

Von „Entäuschung“ ist in der offiziellen Pressemeldung keine Rede, was ich persönlich unglaubwürdig finde. Gelsenkirchen_Herten war so nah dran und geht nun mit dem „Titel der Herzen“ nach Hause. Das ist enttäuschend! Auch wenn Gelsenkirchen mit derartig knappen Niederlagen ja schon Erfahrungen sammeln durfte. Für die Zukunft kündigt das Städteduo nun an, die als tragfähigsten Projekte umzusetzen.

„Bereits jetzt liegen 50 Absichtserklärungen von Unternehmen aus der Region vor, die den Masterplan unterstützen wollen. Städtebaulich wird Gelsenkirchen_Herten vorrangig die Entwicklung der Bergwerksfläche und den Ausbau der „Allee des Wandels“ vorantreiben. Technologisch steht die Herausforderung, Solarstadt und Wasserstoffstadt zusammenzubringen, im Mittelpunkt. Mit einem „Fünf-Punkte-Plan“ stellt sich das Städte-Duo dieser Herausforderung.“

Trotzdem schade.

Zur Pressemitteilung der Pressestelle.

Foto: Pressestelle der Stadt Gelsenkirchen.

Bisher keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Sagen Sie Ihre Meinung! Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht.