
Wie die WAZ heute berichtet, scheint die Werbegemeinschaft Buer vorerst gerettet zu sein. Noch im Dezember 2009 sah die Zukunft des Händlerzusammenschlusses eher düster aus. Vor allem als der amtierende Vorsitzende Uwe Ketelsen ankündigte, sein Amt niederzulegen und Vorstandsmitglied Michael Weiser in unmittelbarer Folge beatragte, die Werbegemeinschaft aufzulösen. Diese Perspektive scheint aber nun ersteinmal vom Tisch zu sein.
Die Werbegemeinschaft Buer wird ab sofort von einer Doppelspitze geführt. Hans Klare und Josef Bathen lenken nun die Geschicke des Vereins. Für diese Konstellation sei sogar eine Satzungsänderung notwendig geworden, berichtet die WAZ. Für Bathen sei es bereits die zweite Amtszeit, saß er doch dem Verein in den 90er Jahren schon einmal vor. Klare agiert darüber hinaus mit einer Doppelbelastung, da er auch in Westerholt Teil des Vorstandes der dortigen WG ist.
Nachdem nun die Steuerung geklärt ist, sollte sich die WG Buer nun Gedanken über Motor und Treibstoff machen. Zu großen Teilen geht bei der Vereinstruktur der Gemeinschaft die Energie für Bürokratie verloren. Auch eine Doppelspitze kann den angeschlagenen Karren nicht aus dem Dreck ziehen, wenn von den einzelnen Mitgliedern keine Impulse, Ideen und letztlich auch handfestes Engagement eingebracht wird. Die Werbegemeinschaft Buer hat strukturell am Standort Buer, zumindest was das Image des Stadtteils angeht, durchaus Potentiale und Möglichkeiten, die gewinnbringend gestaltet werden können.
Das Genöle der Gemeinschaft in der Öffentlichkeit scheint vielmehr einem Motivationsdefizit der Mitglieder zuzuordnen zu sein, als einer wirtschaftlichen oder gar strukturellen Entwicklung.


January 30th, 2010 at 12:35
Na, da sind wir aber gespannt! Das bekannt kleine operative Karo der WG ließ ja nicht nur bei den Mitgliedern tiefen Frust entstehen. Auch als Bürger und Kunde in Buer, hat die WG mich (…meine Frau sogar noch heftiger) mit schauderhafter Einfallslosigkeit beeindruckt. Das es nun besser werden soll, nur weil Herr Klare die Beauftragung der bekannten “Weihnachts-Bratwurstbuden-Allee” an sich selber richten kann, dafür reicht meine Fantasie nicht aus. Von unkreativen Langeweilern darf niemand eine Abend füllende Unterhaltung erwarten. Das gilt überall auf der Welt – auch in Buer.
Glückauf
January 30th, 2010 at 14:02
Naja, so schlecht fand ich die Events in Buer nicht. Buer Live war doch immer sehr gut besucht. Die “Bratwurstallee” gibt es ja in jeder Stadt, das bringt eben das meiste Geld. Das gehört dazu.
January 30th, 2010 at 14:26
Hallo Kai,
Sie haben ja recht. Die Bratwurstallee gibt es fast überall. Aber dann ist es doch umso einfacher mit einer ansatzweise kreativen Umsetzung ein Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb in der Vorweihnachtszeit zu schaffen. Bringt vielleicht im ersten Jahr nicht den gewohnten Reibach, aber im zweiten Jahr schon mehr Kunden. Sicherlich bewirkt eine Einzelmaßnahme zur Wiederbelebung des Standortes keine spürbare Verbesserung. Da muß man strategisch und konzeptionell ran. Dafür fehlt wiederum das Know-How, das liebe Geld und der unbedingte Wille.
January 31st, 2010 at 17:38
Ich glaube, eine große Chance liegt auch darin, die Werbegemeinschaften untereinander zu “vernetzen”. Und zwar viel weniger strukturell als vielmehr kommunikativ. So könnte man die Besucher beim VK-offenen Sonntag in Gelsenkirchen z.B an vielen Stellen auf den nächsten VK-offenen Sonntag in Buer hinweisen und umgekehrt.
Dies findet meiner Meinung nach viel zu wenig statt. Es ist schon ein Problem das “Kirchviertel” mit der WG City zu “vernetzen”.Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie das über den Kanal hinweg funktionieren soll. Möglich wäre es natürlich, aber dazu fehlt zum Einen der unbedingte Wille und zum Anderen das notwenige Verständis von “EINEM” Gelsenkirchen.
Das ist nicht nur (m)eine Meinung, sondern Erfahrung über die ich mich schon oft genug geärgert habe.
January 31st, 2010 at 20:25
Ich bin auch der Meinung, dass man die Bürger auch mit einbezieht und Vorschläge machen können. Das fördert das Bewusstsein der Menschen. Man muss sie einbinden in das Gesehen, damit sie Gelsenkirchen mitgestalten. Wir sollten den Menschen ermöglichen, eigene kleine Projekte zu gestalten. Dadurch ist Gelsenkirchen bürgernah und der deutsche Staat kann sich davon eine Scheibe abschneiden!