Versuchter Polizistenmord in Bulmke-Hüllen.

10 August 2011 von Dennis

Eine Polizeistreife wurde in Bulmke-Hüllen in einen Hinterhalt gelockt. Mit beinahe tötlichem Ausgang.
Dass es in Gelsenkirchen auch Ecken gibt, die Bürger mit Vorsicht zu genießen haben, ist allgemein bekannt. Von dem ein oder anderen Kiosküberfall ist in der Tagespresse ebenfalls desöfteren zu lesen. Bei einem gezielten Tötungsversuch auf eine Funkwagenbesatzung stockt jedoch den meisten Gelsenkirchenern der Atem. Ein derartiges Ausmaß an brutaler und vor allem heimtückischer Gewalt ist ungewöhnlich und in äußerst selten in dieser Stadt anzutreffen. Auch wenn die Polizei bisher noch nichts genaueres zur Motivlage des mit einundzwanzig Jahren verhältnismäßig jungen Täters in Erfahrung bringen konnte, klingt der Tathergang nach einem äußerst kaltblütigen und berechnenden Menschen. Vielleicht klingt es sogar nach einem Psychopathen?

Der Tathergang klingt nach einem äußerst kaltblütigen und berechnenden Menschen.
Die Polizei Gelsenkirchen schildert den Tathergang folgendermaßen:

“Am Montag um 23.50 Uhr meldete ein Anrufer bei der Einsatzleitstelle einen Verkehrsunfall auf der Waterbergstraße im Ortsteil Bulmke – Hüllen und bat um Entsendung eines Streifenwagens. Die Besatzung traf gegen 00.20 Uhr vor dem Haus in Höhe Nr.: 22 ein und verließ den Streifenwagen. Sofort griff eine männliche Person die Polizeibeamtin (30 J.) und den Polizeibeamten (45 J.) heftig und hinterrücks an und stach massiv auf sie ein. Dem Beamten gelang es noch seine Dienstwaffe zu ziehen und auf den Angreifer (21 J.) aus Gelsenkirchen zu schießen. Dieser wurde auch mehrfach getroffen. Der Beamten konnte trotz seiner schweren Verletzungen noch einen Notruf abzusetzen. Die kurz darauf eintreffen Polizeibeamten fanden alle drei Personen schwer verletzt vor. Rettungswagen brachten sie in Krankenhäuser. Dort wurden alle notoperiert. Es bestand bei allen akute Lebensgefahr” ( vgl. Polizei Gelsenkirchen ).

Laut DerWesten.de hörten Anwohner in der Nacht Schüsse einer Schusswaffe und im Anschluß laute Hilferufe der getroffenen Polizeibeamtin. Die sonst eher beschauliche Waterbergstraße (siehe Karte) verwandelte sich binnen Minuten zu einer Tatortszenerie, wie man sie sonst nur aus dem Fernsehen kennt, berichtet ein Anwohner. Einige der Anwohner sind nach wie vor von der Tat geschockt.


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Oberbürgermeister entsendet Genesungswünsche.

Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski zeigt sich entsetzt von den Überfall:

„Aus einem Routineeinsatz wurde für Sie beide ohne jede Vorwarnung eine lebensgefährliche Situation. Vielen Bürgerinnen und Bürgern wird erst angesichts solcher Ereignisse klar, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag für unsere Sicherheit einstehen und dabei die eigene Gesundheit und sogar das eigene Leben riskieren“, so Frank Baranowski in einer Mitteilung des Rathauses.

Nach letztem Erkennisstand sind sowohl beide Polizeibeamte und auch der nehrfach von der Schusswaffe getroffene Täter außer Lebensgefahr. Die Motive für die Tat werden mit Hochspannung erwartet. Es bleibt jedoch zu bezweifeln, ob es für so eine Tat eine nachvollziehbare Erklärung gibt.



2 Kommentare

  1. Der Derk sagt:

    Ich finde es schlimm, das sowas wieder ausgerechnet in Gelsenkirchen passiert. Für die Medien ist es wieder ein ausgesprochen guter Grund Gelsenkirchen als Crimecity zu defamieren. Gute Besserung an die Polizisten.

  2. Paul sagt:

    Bei den Beamten von Gelsenkirchen wäre ich nicht sicher wer da der Angreifer war.

2 Trackbacks

  1. Links anne Ruhr (11.08.2011) » Pottblog Says:

    [...] Versuchter Polizistenmord in Bulmke-Hüllen. (Gelsenkirchen Blog) [...]

  2. Angreifer schweigt. Haftbefehl ausgesprochen. // Gelsenkirchen Blog Says:

    [...] dem brutalen Mordversuch auf eine Funkwagenbesatzung in Gelsenkirchen, schweigt der 21-jährige Angreifer zur Tat. Die beiden Polizeibeamten sind nach wie vor in einem [...]

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