Versuchter Polizistenmord in Bulmke-Hüllen.

Versuchter Polizistenmord in Bulmke-Hüllen.

Eine Polizeistreife wurde in Bulmke-Hüllen in einen Hinterhalt gelockt. Mit beinahe tötlichem Ausgang.
Dass es in Gelsenkirchen auch Ecken gibt, die Bürger mit Vorsicht zu genießen haben, ist allgemein bekannt. Von dem ein oder anderen Kiosküberfall ist in der Tagespresse ebenfalls desöfteren zu lesen. Bei einem gezielten Tötungsversuch auf eine Funkwagenbesatzung stockt jedoch den meisten Gelsenkirchenern der Atem. Ein derartiges Ausmaß an brutaler und vor allem heimtückischer Gewalt ist ungewöhnlich und in äußerst selten in dieser Stadt anzutreffen. Auch wenn die Polizei bisher noch nichts genaueres zur Motivlage des mit einundzwanzig Jahren verhältnismäßig jungen Täters in Erfahrung bringen konnte, klingt der Tathergang nach einem äußerst kaltblütigen und berechnenden Menschen. Vielleicht klingt es sogar nach einem Psychopathen?

Der Tathergang klingt nach einem äußerst kaltblütigen und berechnenden Menschen.
Die Polizei Gelsenkirchen schildert den Tathergang folgendermaßen:

„Am Montag um 23.50 Uhr meldete ein Anrufer bei der Einsatzleitstelle einen Verkehrsunfall auf der Waterbergstraße im Ortsteil Bulmke – Hüllen und bat um Entsendung eines Streifenwagens. Die Besatzung traf gegen 00.20 Uhr vor dem Haus in Höhe Nr.: 22 ein und verließ den Streifenwagen. Sofort griff eine männliche Person die Polizeibeamtin (30 J.) und den Polizeibeamten (45 J.) heftig und hinterrücks an und stach massiv auf sie ein. Dem Beamten gelang es noch seine Dienstwaffe zu ziehen und auf den Angreifer (21 J.) aus Gelsenkirchen zu schießen. Dieser wurde auch mehrfach getroffen. Der Beamten konnte trotz seiner schweren Verletzungen noch einen Notruf abzusetzen. Die kurz darauf eintreffen Polizeibeamten fanden alle drei Personen schwer verletzt vor. Rettungswagen brachten sie in Krankenhäuser. Dort wurden alle notoperiert. Es bestand bei allen akute Lebensgefahr“ ( vgl. Polizei Gelsenkirchen ).

Laut DerWesten.de hörten Anwohner in der Nacht Schüsse einer Schusswaffe und im Anschluß laute Hilferufe der getroffenen Polizeibeamtin. Die sonst eher beschauliche Waterbergstraße (siehe Karte) verwandelte sich binnen Minuten zu einer Tatortszenerie, wie man sie sonst nur aus dem Fernsehen kennt, berichtet ein Anwohner. Einige der Anwohner sind nach wie vor von der Tat geschockt.


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Oberbürgermeister entsendet Genesungswünsche.

Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski zeigt sich entsetzt von den Überfall:

„Aus einem Routineeinsatz wurde für Sie beide ohne jede Vorwarnung eine lebensgefährliche Situation. Vielen Bürgerinnen und Bürgern wird erst angesichts solcher Ereignisse klar, dass Polizistinnen und Polizisten jeden Tag für unsere Sicherheit einstehen und dabei die eigene Gesundheit und sogar das eigene Leben riskieren“, so Frank Baranowski in einer Mitteilung des Rathauses.

Nach letztem Erkennisstand sind sowohl beide Polizeibeamte und auch der nehrfach von der Schusswaffe getroffene Täter außer Lebensgefahr. Die Motive für die Tat werden mit Hochspannung erwartet. Es bleibt jedoch zu bezweifeln, ob es für so eine Tat eine nachvollziehbare Erklärung gibt.


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4 Kommentare zu “Das St. Josef-Hospital in Horst soll 2017 geschlossen werden.”

  1. Franz Przechowski
    19. Dezember 2016 at 11:22 #

    Zutreffende Analyse. Alle Probleme hinsichtlich Weihnachtsmärkte in Gelsen und in Buer sind hausgemacht und durch nichts mehr zu entschuldigen. deine kennzeichnung „strukturelle Geschäftsunfähigkeit“ trifft den Kern. Aber darüber hinaus fehlt auch der Sinn für die konzeptionelle Gestaltung und emotionale sowie inhaltliche Aufladung von Events, die auf die Marke GE einzahlen sollen. Das ist nicht unbedingt eine Frage des Budgets, sondern der professionellen Fähigkeiten. Ich bin kürzlich erst wieder wegen meiner Bemerkung „SMG ist eine Laienspielschar“ gescholten worden. Angesichts der miesen Performance möchte ich bei meiner Beurteilung bleiben und die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung gleich mit einbeziehen.

  2. Sabine
    19. Dezember 2016 at 20:14 #

    Dann geht doch endlich hin statt nur zu mosern

  3. Albert Ude
    21. Dezember 2016 at 17:12 #

    Die Analyse geht in Ordnung. Die Hinterfragung klammert die Mittäterschaft des örtlichen Einzelhandels leider völlig aus. Die Anlieger der Bahnhofstrasse haben kein Interesse an einem Weihnachtsmarkt, der als zentrale Veranstaltung auftritt. Die Mitwirkenden der SMG, des Umbaubüros und die für die blau-weiße Kugelplastik Verantwortlichen sind gutmeinende, aber hoffnungslos überforderte Amateure und Dilettanten, deren schlimmster Alptraum es ist, von professionellen Akteuren, ja auch bereits von schlichten Menschen, die sich einfach mal in anderen Städten umgeschaut haben, erzählt zu bekommen, wie ein Weihnachtsmarkt aussieht, ja, was überhaupt ein Weihnachtsmarkt ist. Die in Gelsenkirchen stattfindende Veranstaltung darf man auf einer Skala von 1 – 10 bei minus fünf verorten, eine gefühlte Tendenz zur Qualitätssteigerung ist illusionistische Schönrederei. Wollte man eine Verbesserung um fünf Punkte erzielen, so bedeutete das, den Nullpunkt anzustreben, die Veranstaltung also schlicht zu unterlassen. Stattdessen empfiehlt sich ein Busshuttle nach Dortmund, Essen oder Münster, oder in die kleinen niederländischen Orte oder an den Niederrhein.
    Das ist alles sehr schade, leider aber so zutreffend. In meiner Erinnerung ist die Reibeplätzchenhütte am Anfang der Bahnhofstrasse rechts der aus dem Betrachtungsraster heraustanzende kulinarische Höhepunkt der Meile. Die Reststrecke schaffe ich nicht: Kabel, Mülltonnen, Ramschstände, Trink- und Nahrungsmittelhütten. Und – mit Verlaub – Menschenmassen. Nur eins hat sich verbessert: Zu Zeiten von Lalakakis wurde noch WDR 4 über die Lautsprecher eingespielt. Das ging gar nicht.

  4. szodruch, maggie
    22. Dezember 2016 at 16:35 #

    Leider muss ich Albert Ude in allen Aussagen Recht geben !

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