Träumen von der Ruhrstadt

Gelsenkirchen Blogs Partnerseite Buerpott, das Onlinemagazin des Institutes für Journalismus und Public Relations an der Fachhochschule Gelsenkirchen interviewte den Aktionstreiber der Ruhrstadt Initiative, USA-Korrespondent und ehemaligen Chefredakteur der WAZ, Uwe Knüpfer. Seine Vision und Skizze der Ruhrstadt  ist ist inhaltlich nicht neu, wohl aber konkreter als viel Entwürfe zuvor. Allen voran war es Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, der für die „Metropole Ruhr“ öffentlich bereits Ende 2008 eine administrative Klammer forderte.

Knüpfers Entwurf der Ruhrstadt schwächelt aus meiner Sicht jedoch, wie alle anderen Entwürfe auch, an der Überwindung der systemischen (und gewiss auch theroretischen) Logik der Verteilung von regiospezifischen Kompetenzen. Wer in der Ruhrstadt soll das Verwaltungszentrum stellen? Wer soll zum „Shopping District“ avancieren? Welcher Teil der Ruhrstadt beheimatet in ferner Zukunft primär die Industrie? Blinde Entdifferenzierung würde zu neuer Bürokratie führen und keineswegs zu den intendierten Synergieeffekte einer Ruhrstadt. Vielleicht schafft die Beharrlichkeit der Entwürfe irgendwann Klarheit. Die Idee ist es jedenfalls wert.

Hier geht es zum Interview auf Buerpott.de.

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4 Kommentare zu “Träumen von der Ruhrstadt”

  1. Arnold Voß
    3. Juli 2010 at 11:07 #

    Der Mann lässt sich nicht beirren. Wo gibt es so etwas heute noch! Ich ziehe den Hut!

  2. Dennis
    3. Juli 2010 at 12:31 #

    Das meine ich mit der Beharrlichkeit der Entwürfe. 🙂

  3. Nicetrise
    14. Juli 2010 at 21:21 #

    Ich finde die Idee hinter einer Ruhrstadt sehr interessant. Wirtschaftlich macht es auf Kommunaler- als auch auf Unternehmerrischerhinsicht Sinn. Der Verkehrsbetrieb und die Verwaltung sind doch nur zwei Beispiele für eine Fülle von Möglichkeiten die man mit Hinsicht auf Wirtschaftswachstum und Einsparungen beim Schopfe packen kann.

    Die aktuelle kommunale Verteilung der Städte im Revier offenbart doch eine Schwäche im aktuellen System. Man muss mit allen Mitteln die Wirtschaft, und damit den Arbeitsmarkt hier in der Region wachsen lassen. Es ist doch für einen selber völlig uninteressant ob man nun in GE, RE oder DUI wohnt. Man zieht doch heutzutage der Arbeit sowieso hinterher. Also wieso nicht Großräumig in einer Ruhrstadt hausen ?

    Es ist und wird ein harter Kampf der Regionen um Fördergelder, Rettungsschirme und Subventionen geben. Umso stärker die Argumente, also umso höher die Einwohnerzahl, umso mehr Wählerstimmen zu locken sind, umso höher die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs.

    Und regionaler Patriotismus wird durch den Fußball auch nicht verloren gehen 😉

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  1. Der Ruhrpilot | Ruhrbarone - 3. Juli 2010

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