St.Gallen? Schalke? Bekloppt oda wat?

Heute ist bekannt geworden, dass auf Schalke jetzt die große Bildungsoffensive gestartet wird. Eine Kooperation mit der Uni St. Gallen steht an. Nachhaltigkeit steht im Fokus.

Heute ist bekannt geworden, dass auf Schalke jetzt die große Bildungsoffensive gestartet wird. Eine Kooperation mit der Uni St. Gallen steht an. Nachhaltigkeit steht im Fokus.
„Campus Luftbild“ von International Students’ Committee
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Wie das im Zusammenhang mit den Führungskräften steht, leuchtet mir erst jetzt so richtig ein, nachdem Schalke 04 Marketing Vorstand Alexander Jobst es in der Zeitung erklärt hat. Nach Angaben der WAZ , wolle der Verein verdiente Spieler zukünftig nicht mehr nur mit einem Blumenstrauß(!) entlassen, sondern ihnen eine Zukunft im Sportmanagement ebnen. Bei soviel Deminutiv, St.Gallener Absolventen werden es verstehen, der Rest des Pöbels kann ja nachschlagen, fallen einem echten Schalker die Bälle ab aus der Hand. Einen Blumenstrauß zur Entlassung, das geht nun wirklich gar nicht! Stattdessen ne‘ Karriere im Sportmanagement, das wäre was.

Und damit den meist verhinderten Fachärzten, die ganz ohne Physikum ca. das Achthundertfache eines Assistenzarztes verdienen, auch nach der Karriere nicht die soziale Kälte des Gelsenkirchener Arbeitsamtes bevorsteht, können sie sich in einem Sportmanagement Studiengang der Universität St. Gallen nun auf „die Zeit danach“ vorbereiten. Natürlich hat sich der Arbeiterverein aus Gelsenkirchen auch in der Region umgesehen und entsprechende Hochschulen für eine solche Kooperation in Betracht gezogen. Leider war da keine Universität oder Fachhochschule dabei, die gut genug für den Club mit elitärem Publikum gewesen wäre. St. Gallen musste es schon sein. Schon allein deshalb, weil die Schweizer Eliteschmiede so bodenständige und nordkurvengeeignete Typen wie Josef Ackermann oder Paul Achleitner hervorgebracht hat.

Und weil die da in der Schweiz vor Kompetenz kaum Laufen können, machen die das natürlich auch nicht umsonst mit der Bildung inne Arena. Nur 15.000 Schweizer Franken kostet die „Teilnahme“. Grundsätzlich erschwinglich, wenn man bedenkt, was ein Doktortitel kostet.

Aber Satire zur Seite: Grundsätzlich ist es ein kluger Gedankengang, professionelle Sportlerkarrieren mit einer fundierten Ausbildung zu begleiten. Hochleistungskarrieren sind aufgrund der körperlichen Eignung schließlich zeitlich begrenzt. Dass aber ausgerechnet Schalke04 nach der Universität St. Gallen Ausschau gehalten halt, ist angesichts der Vereinsgeschichte eine Abkehr von der eigenen Herkunft. Die Partnerschaft mag ein gutes Geschäft für die beteiligten Akteure sein. Gutes Marketing ist es nicht. Und das gilt sowohl für die Uni, als auch für den Traditionsclub. Schade, dass wegen dem  Geld auch auf Schalke ein bisschen das Fingerspitzengefühl für das rechte Maß verloren geht.

Mit Bildung jedenfalls hat der Deal wenig zu tun. Bildung kann man nicht kaufen, wohl aber an den hervorragenden Hochschulen in NRW durch Lernen erwerben.

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