SPD verliert 13% der Wähler, die AfD gewinnt sie.

SPD verliert 13% der Wähler, die AfD gewinnt sie.

Foto: Screenshot Live-Video ruhrbarone

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Nach dem niederschmetternden Ergebnis für die SPD im Land, gibt es zumindest für die lokale SPD den schwachen Trost, hier die stärkste Kraft zu sein. Trotz historischer Verluste, schickt die SPD Gelsenkirchen Sebastian Watermeier und Heike Gebhard nach Düsseldorf. Die Mienen im Hans-Sachs-Haus waren am Muttertag dennoch betreten bis geschockt.

AfD-Wähler besuchen Wahlveranstaltungen wohl eher ungern

Schlimmer aber als die Abstrafung der Wähler von Kraft und vermutlich auch dem größten Übel, Innenminister Jäger, ist der Parteierfolg der AfD in Gelsenkirchen. Dieses Ergebnis jedenfalls lässt tief blicken. Bei der Kundgebung am vergangenen Freitag in Buer gab das Gelsenkirchener Bürgerinteresse an der AfD ein klägliches Bild ab. Offenbar ist es den AfD-Wählern unangenehm, öffentlich gesehen zu werden. Die Kundgebung in Gelsenkirchen erstickte gewissermaßen im Pfeifkonzert der vielen verschiedenen AfD-Gegner, die deutlich in der Überzahl im Vergleich zu den AfD-Anhängern erschienen. Zwar haben sich in Summe die demokratischen Parteien deutlich durchgesetzt, doch zeigt das Gelsenkirchener Wahlergebnis ein anderes Bild als die peinliche Wahlveranstaltung der Populisten.

Die SPD verliert knapp 13% der Wählerstimmen, die AfD gewinnt mit knapp 13%    

Bei der genaueren Betrachtung der Wahlergebnisse wird das Bild immer perverser. Die SPD in Gelsenkirchen verliert knapp 13% der Stimmen im Vergleich zur letzten Landtagswahl und wird damit deutlich vom Wähler abgestraft. Die Zeiten von dumpfer Arroganz als stärkste Kraft sind schwer ins Wanken geraten. Ob und wie viele der früheren SPD-Wähler zur AfD abgewandert sind, muss sicherlich noch näher ergründet werden, die Zahlen sprechen aber hier auf den ersten Blick eine verheerende Sprache.

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2 Kommentare zu “SPD verliert 13% der Wähler, die AfD gewinnt sie.”

  1. Franz Przechowski
    15. Mai 2017 at 07:03 #

    Anzunehmen, dass viele ehemalige SPD Wähler die Flucht vor den Genossen, die gerne Heimat mit GE schreiben, ergriffen haben. Der dramatische Niedergang dieser Stadt, zu sehen an jeder Ecke im Stadtbild, ist der Humus für die Saat der AfD. Verantwortung dafür tragen seit über 50 Jahren allein die ideologisch verkrusteten SPD Granden der Lokalpolitik und die unkritischen Armheber der SPD Fraktion im Rat. Die überforderte Stadtverwaltung lasse ich mal aussen vor. Wenn es den Genossen hier in den kommenden wenigen Jahren nicht gelingt einen Stimmungswandel herbeizuzaubern, dann wird GELSENKIRCHEN bei der nächsten Kommunalwahl die Hochburg der AfD sein. Und das ist alles andere als wünschenswert. Glückauf.

  2. ruhrreisen
    15. Mai 2017 at 07:39 #

    Hochachtung dafür, dass diese Medium hier das Einzige ist, dass sich überhaupt über das desaströse Ergebnis aktuell äußert. Mit wiederum absolutem Spitzenplatz dieser Stadt, der in Stadtteilen wie Rotthausen mit über 20 Prozent und Ückendorf und Hülen mit 17 und 18 Prozent ihren Höhepunkt findet. Gleichzeitig ist traurige Realität, dass WAZ und WDR diese zweistelligen Ergebnisse in der 5-Millionen-Region völlig ignorieren.
    Es wird Zeit, dass sich einige kluge Köpfe zusammen finden, um ein Gegengewicht zu bilden, was diese angebliche vierte Gewalt nicht (mehr) leistet.

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