Schreiben ist Bewältigung: Die Polizei Poeten.

29 August 2008 von Dennis

Sie sorgen jeden Tag und jede Nacht für Recht und Ordnung. Sie verfügen wie Mediziner über ein hohes Ansehen und soziales Prestige. Wer sie am Tag in einer versteckten Parklücke Pommes essen sieht, geht vielleicht schnell von einem lauen Job aus und vergisst, dass jeder Einsatz der Letzte sein könnte. Hinter jeder Tür, hinter jedem Fenster und in vielen Situationen lauert häufig eine unberechenbare Gefahr. Ebenfalls nicht selten werden Polizeibeamte im Vollzug des Dienstes schwer verletzt oder gar getötet. Der Polizeiberuf ist gefährlich und wird zunehmend gefährlicher. Leid, Trauer, Tod, Aggressionen und Schicksale sind die täglichen realen Begleiter der Polizei.

Nur wenige Polizisten stecken diese andauernde psychische Belastung einfach weg. Im Internet gibt es ein sehr lesenswertes Onlineportal, indem Beamte ihre Erlebnisse in Texten verarbeiten. Die Polizei-Poeten rufen Beamte dazu auf, mitzuschreiben und den Polizeiberuf in der Öffentlichkeit von Vorstellungen abzukoppeln, wie sie durch Krimiserien und Actionhelden vermittelt werden.

Oft erleben wir uns als “Maschinen”, die funktionieren müssen, während der Teil Mensch zu verkümmern droht. Jetzt ist es Zeit, diese Teile sprechen zu lassen, um zu zeigen, dass unser Beruf tatsächlich “so interessant wie das Leben” ist (Quelle).

Wer die Texte aufmerksam liest, stellt schnell fest, dass sie weit mehr beinhalten als die Funktion, das Bild der Polizei ins korrekte Licht zu rücken. Sie lassen oft tief in die Gefühls- und Gedankenwelt des Autors blicken. Die Polizei-Poeten sind ein virtueller Ausflug in die Realität. Sie sind unbedingt lesenswert.

URL: http://www.polizei-poeten.de/



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