So schnell wird ein Held(t) zum Horst

Das Fußballgeschäft ist dynamisch, schnelllebig und vor allem öffentlich.

Das Fußballgeschäft ist dynamisch, schnelllebig und vor allem öffentlich.

Arena auf Schalke

Das Fußballgeschäft ist dynamisch, schnelllebig und vor allem öffentlich.  Wie schnell da Aussagen aus Interviews einen gänzlich anderen Effekt haben können, als den beabsichtigten dürfte Horst Heldt aktuell erfahren.

Kündigte er erst kürzlich an, dass auf Schalke endlich mal wieder das Bewusstsein gestärkt werden müsse, dass man Titel gewinnen kann und ihm das ständige Kleinreden und Titelambitionen nicht offen aussprechen auf die Nerven geht, so dürfte er sich jetzt fragen, ob er damit nicht etwas voreilig war.

Betrachtet man die Pokalpleite der Schalker in Dresden, so bekommt man den Eindruck, dass die Spieler ihrem Manager nicht zugehört haben. Nichts war zu sehen von Gier auf Gewinnen oder dem Hunger auf Titel. Die Worte von Horst Heldt scheinen bei den Spielern nicht die Lust auf das Gewinnen zu schüren, sondern das pomadige Selbstbewusstsein, dass man ja sowieso toll ist und alles schon funktionieren wird. Auch angebliche Leader wie Kevin Prince Boateng zeigen sich in kritischen Phasen überhaupt nicht. Man würde sich wünschen, dass der Prince auf dem Platz mal genau so energisch zu Werke geht, wie vor den Mikrofonen der Presse.

Am nächsten Wochenende startet für die Schalker die Bundesliga in Hannover und in der Woche darauf steht bereits das Heimspiel gegen die Bayern an. Sollte bis dahin in den Köpfen der Spieler nicht angekommen sein, was Horst Heldt eigentlich ausdrücken wollte, so wird wohl schon nach diesen beiden Spielen der Druck auf einen anderen Schalker wieder immens werden. Man möchte wirklich nicht in der Haut von Jens Keller stecken. Und vor allem frage ich mich immer wieder: Sollte Jens Keller wirklich scheitern, welcher renommierte Trainer würde sich, für welches Geld auch immer, so etwas, wie man es auf Schalke leider immer wieder vorfindet, freiwillig antun?

Man kann eigentlich, wie so oft auf Schalke, nur auf ein Wunder hoffen, dass wahrscheinlich, wie so oft auf Schalke, erst in der Rückrunde eintritt.

Foto unter CC-Lizenz von Mark Freeman (https://www.flickr.com/photos/46357488@N00/1988867501)

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4 Kommentare zu “So schnell wird ein Held(t) zum Horst”

  1. Klaus Waschulewski
    19. August 2014 at 13:37 #

    Erinnert alles an die letzte Saison. Defensiv kopflos und null Spielkultur. Ich mag jetzt nicht auf Trainer Keller einschlagen, aber weitergebracht hat er Schalke nicht.

  2. Urlauber
    19. August 2014 at 16:22 #

    Das ist richtig Herr w., allerdings bringt er einem Fussballer wie z.B. Prince auch nicht mehr das Fußballspielen bei… Laut Namen haben wir Potential – aber leider fehlt die Leidenschaft und manchmal auch die Person, die eigentlich hinter dem Namen steckt…

  3. Dennis
    19. August 2014 at 19:46 #

    Wenn die Kohle stimmt, würde das machen. Müsste mir meine Freundin nur schnell die Abseitsregel erklären….

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  1. Links anne Ruhr (19.08.2014) » Pottblog - 19. August 2014

    […] So schnell wird ein Held(t) zum Horst (Gelsenkirchen Blog) – […]

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