Null Toleranz = Aufnahme der Personalien

Überfall auf eine Rettungswagenbesatzung in Bismarck. Die Medienberichterstattung deckt viel auf, sie stellt aber den falschen Akteuren die falschen Fragen. So profitiert am Ende nur der braune Mob.

Überfall auf eine Rettungswagenbesatzung in Bismarck. Die Medienberichterstattung deckt viel auf, sie stellt aber den falschen Akteuren die falschen Fragen. So profitiert am Ende nur der braune Mob.
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Am Wochenende wurde in Gelsenkirchen eine RTW-Besatzung der Feuerwehr  auf der Bismarckstraße von Männern während eines Rettungseinsatzes angegriffen und verletzt. Die Feuerwehr musste den Einsatz abbrechen und sich in eine nahegelegene Tankstelle retten. Dort rief sie die Polizei und erst nach ihrem Eintreffen konnten die Sanitäter zurück zum Einsatzort. Dies markiert einen Wendepunkt im Ausmaß der hier bekannten Gewaltbereitschaft im Quartier Bismarck.
Gelsenkirchen hat ein Problem. Schon wieder eins. Schon wieder eines mehr. Gelsenkirchen hat ein Ausländerproblem mit Wirtschaftsflüchtlingen und bereits etablierten Migranten, die mit diesem Problem Millionen verdienen. Mit Schrottimmobilien.  Gelsenkirchen weiß das. Das Problem ist nur: Die Medien wissen das jetzt auch. Der Artikel in der Zeit mit dem mit Absicht semantisch an ein Kriegsgebiet erinnernden Titel „Der Häuserkampf“ rüttelte die gerade an Flüchtlingsthemen interessierte Medienschaar geradezu wach. Einem gut recherchierten Artikel folgen bekanntermaßen viele schlechte. Doch auch die ZEIT adressiert ihr Problemlösungsgesuch falsch.

„Der Sozialbetrug wird von skrupellosen Geschäftemachern organisiert. Kann der SPD-Oberbürgermeister die Kontrolle zurückgewinnen?“

Kann er das? Die Frage ist doch vielmehr muss er das? In demokratisch verfassten Gesellschaften gilt die Gewaltenteilung. Die Strafverfolgung ist damit Aufgabe von Polizei und Justiz und nicht die des Oberbürgermeisters. Das weiß auch die ZEIT, aber mit einem solchen Anreißen lesen vielleicht auch die Kriegsgebiet geschundenen Gelsenkirchener den Artikel bis zum Ende. Natürlich ist ein SPD Bürgermeister gegen diese Art der Zustände. Natürlich würde er alles tun, um sie schlagartig abzustellen. Aber ohne reichsermächtigungsgesetzartige Kompetenzen kann er die Porsche, Ferrari und Hummer fahrenden „Geschäftsleute“ nicht enteignen. Er kann auch die Bismarcker Rumänen nicht daran hindern aus dem Fenster zu koten.  Auf den Artikel der ZEIT folgte eine recht eigentümliche Berichterstattung des Fernsehmagazins des ZDF Frontal 21 zum Sozialbetrug. Tenor: Alltag in der Hülsmannstraße, aufbrausende Schlägertrupps jagen die friedlichen Journalisten, die Polizei kommt, es folgen Festnahmen, die Stadt ist überfordert. Der Oberbürgermeister hat keine Zeit für ein Interview, lässt ausrichten, dass die öffentliche Sicherheit in Gelsenkirchen nicht gefährdet sei.  EX-OB Wittke hat auf komplexe Probleme einfache Antworten: Zuzug stoppen. Freizügigkeit erschweren. Damit hat er weder die „Kuh vom Eis“ geholt, noch die Scheiße unter dem Fenster verhindert. Aber Oli war mal wieder im Fernsehen. Toll.

Am Wochenende nun der Angriff auf die Rettungssanitäter in Bismarck. Ehrverletzend soll sich angeblich ein Sanitäter gegenüber den feinen Herrern geäußert haben. Deswegen gab es auf die Fresse. Der Oberbürgermeister wird gefragt, was er davon hält und er sagt, dass er die Tat besonders verwerflich findet. Und, der Oberbürgermeister fordert NULL TOLLERANZ im Umgang mit den Straftätern. Das Ergebnis:

„Einen der drei Angreifer, möglicherweise Familienangehörige der Patientin, konnte die Polizei noch vor Ort ermitteln. Es soll sich um einen 25-jährigen Gelsenkirchener handeln. Er wurde vernommen, aber nicht festgenommen (vgl. WAZ 19.09.16)“.

Vielleicht stellt ein Redakteur mal der Polizei und Staatsanwaltschaft die richtigen Fragen, anstatt Vertreter der Politik medial zum Vollhorst zu machen. So spielt man letztlich nur einer Strömung in die Karten und die ist genau so braun, wie die Exkremente unter dem Fenster einiger Rumänen.

[Foto zeigt ein Fernsehteam bei Aufnahmen zur Berichterstattung über den Überfall auf die Sanitäter am Wochenende in Bismarck]

Überfall auf Rettungssanitäter in Gelsenkirchen

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2 Kommentare zu “Null Toleranz = Aufnahme der Personalien”

  1. Dagobert Kliesch
    19. September 2016 at 16:25 #

    klar gibt es keine Patentrezept außer bei den deppen in der afd und NPD . trotzdem find ich den artikel gut aus der zeit , und das besagte haus auch in der hertastrasse entdeckt. auch tun mir diese Menschen ein bisschen leid . da ich laut meiner Großmutter nicht der Rassegesetze der nazis entspreche da ihre Mutter eine Sinti war. Trotzdem wird es nach 700 jahren Wanderung aus der indischen Heimat zeit sich den regeln mal anzupassen , der wer das nicht tut wird in der fremde nie eine Heimat finden . was aber gar nicht geht ist das einschleichen in die sozial Systeme mit irgendwelche skrupellose Geschäftemachern die eh 80 Prozent des Geld einsacken und den Staat und diese Menschen ausplündern . aber selbst wenn am das weiss kann man oft leider nicht viel machen , weil eine räuberische krähe wird der anderen nix tun

  2. Konrad
    19. September 2016 at 17:13 #

    Das kann man so unterschreiben. Die Frage ist nicht,ob die Gelsenkirchener Politik hier für eine Verbesserung der Zustände sorgen kann, sondern ob die Polizei und Justiz nach der vollen Härte der Rechtstaatlichkeit handelt. Wir benötigen nicht neue Gesetze, sondern die Anwendung der Bestehenden.

    Personalien aufnehmen ist nach einem solchen Vorfall doch eher unbefriedigend für die Sicherstellung der öffentlichen Ordnung.

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