mit dieser nicht ganz dem ernsten Thema angemessenen Überschrift eröffnet Lars-Oliver-Christoph -Lokalredakteur bei der WAZ - völlig zutreffend seinen Bericht über die Diskussion bezüglich der zukünftigen Weihnachtsmärkte im Hauptausschuss. Es muss -folgt man Christophs Bericht- wie im Kindergarten zugegangen sein. Und so einige Aussagen des von mir sehr geschätzten Oberbürgermeisters erschrecken mich zutiefst, obwohl ich doch eigentlich ein ausgesprochener Verfechter seiner Politik bin.
So mahnte offenbar Baranowski die CDU, die Vorschläge zu Verbesserung der Weihnachstmärkte nicht zu ihrer politischen Sache zu machen, da dann eventuelle ” Querelen und rechtliche Auseinandersetzungen” nicht mehr auf die Stadtmarketing und die Webegemeinschaften zurückfallen, sondern auf die CDU. Organisieren Sie so Ihren Erfolg Herr Oberbürgermeister? Ich merke hierzu bescheiden an, dass es mit Stadtmarketing in Gelsenkirchen nicht so rund läuft. Das Sommerfest auf Schloss Berge hat das Stadtmarketing überfordert und an eine Agentur vermittelt. Die Organisation der Wochemärkte ist extern vergeben. Die Weihnachtsmärkte und die Öffentlichkeitsarbeit (Stichwort: Kraft und Zauber) sind ausgesprochene Katastrophen, die nicht nur von meiner unbedeuten Meinung skizziert werden, sondern auch öffentlich so dargestellt werden. Die Wirschaftsförderung deutet nicht an, wirklich bahnbrechendes zu leisten. Sie ist wahrscheinlich völlig desinteressiert.
Spürbar genervt zeigte sich Dezernent Hampe. Seit Jahren spreche er mit Werbegemeinschaften darüber, wie man mehr Qualität bekommen könne. Vor zwei Jahren habe es “einen Vorstoß” gegeben, der aber gescheitert sei. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass die Qualität eines Weihnachtsmarktes mit Kaufkraft zu tun habe: “Es gibt nun mal attraktivere Standorte als Gelsenkirchen.”
Wenn das der Wirtschaftsdezernend über seine eigene Stadt sagt, dann ist das bezeichnend.
Eigentlich sollte Baranowski diese Problematik langsam zur Chefsache und damit zur Angelegenheit seiner Partei werden lassen, denn dass die anderen Instanzen seiner Verwaltung damit überfordert sind, hat er hoffentlich gemerkt. Andere Parteien politisch zu blockieren ist politstrategisch vielleicht funktional, nicht aber problemzentriert.

