Die Reformpädagogik polarisiert im erziehungswissenschaftlichen Diskurs, wie im öffentlichen. Lange galten die reformpädagogischen Konzepte, etwa die der Maria Montessori oder das Konzept von Rudolf Steiner , auf dem weitestgehend die heutigen Waldorfschulen beruhen, als wertvolle Alternative zur Regelschule.
Im Zuge intensivierter Leistungsanforderungen und dem Zertifikatwahn der (Leistungs-) Gesellschaft werden diese Konzepte aber zunehmend in Frage gestellt. Ob zu Recht oder nicht, dass vermag auch der wissenschaftliche Diskurs nicht hinreichend klären. Möglicherweise klärt es sich nun - und das perverserweise am Beispiel menschlicher Kollateralschäden - in den von den Ruhrbaronen thematisierten zentralen Abschlussprüfungen der 10er Klassen in NRW.
Dass ein Kind nach zehn Jahren die Schule ohne Abschluss verlässt, ist für viele Eltern eine Horrorvision. An Waldorfschulen in NRW könnte sie im Sommer wahr werden, denn zum ersten Mal werden auch Waldorfschüler zentral geprüft. In Bochum droht zwei von drei Kindern das schulische Aus (ebd).
Sollte es so kommen, wie es die Ruhrbarone berichten, entzöge dieses den Reformschulen zunächst gänzlich das Ansehen und möglicherweise langfristig auch die amtliche Legitimation. Wissenschaftlich ist die Reformpädagogik keineswegs in Frage zu stellen. Sie bietet durchaus funktionierende Lehrpraxis vom Kinde aus, die wertvoll ist und unbedingt in den Kontext der modernen Schule integriert werden sollte. Allein ist Sie aber gegenüber den Leistungsanforderungen der modernen Gesellschaft geradezu machtlos. Wenn Wissen vom Kinde aus erarbeitet werden soll, worauf die meisten Reformpädagogen ja abheben, dann muss klar sein, dass dieses eine erhebliche Menge Zeit in Anspruch nimmt. Und so traurig es ist: Die Gesellschaft stellt diese Zeit nicht mehr bereit. Wie ist die Waldorfschule mit dem Anspruch des Abiturs in 12 Jahren vereinbar? Wie wird sichergestellt, dass Schüler dieser Schulform mit den Anforderungen an Hochschulen zurecht kommen? Die zentralen Abschlussprüfungen werden aufzeigen, wie es um diese Schulen bestellt ist. Der Erziehungswissenschaft als Wissenschaft wie auch den Schulämtern dürfte aber seit langem ist klar sein, dass bei den Reformern eine Reform anstehen muss. Und dieses möglichst schnell. Vielleicht ist es für viele Schüler schon zu spät.


June 23rd, 2009 at 22:16
Und wieviel von diesem unglaublichen Dreck den Sie da schreiben, hat sich jetzt bewahrheitet?
June 24th, 2009 at 11:09
Dass jene, die die Regelschulen besuchten, beim Schimpfen die Kommaregel beherrschen.
June 24th, 2009 at 19:39
Was für ein Gegenkommentar! Da hat es sich wieder jemand leicht gemacht! Und was ist jetzt mit der Antwort auf meine Frage? Das wäre jetzt wirklich interessant…Dumm nur, dass man da nichts in der Hand haben wird. Schreib diese Scheißhausparolen besser dorthin wo sie hingehören…Ne Meinung darf man ja haben aber wenn man damit in die Öffentlichkeit geht sollte man diese auch untermauern können. Diese Disziplin könnte an deiner Regelschule noch etwas ausgebaut werden… Wird da nicht ein Hohelied auf das Faktenwissen gesungen? An dieser Stelle könntest du noch e bissi oder bissi mehr an dir feilen. Viel Spaß bei der weiteren Suche nach orthographischen Verfehlungen in diesem Text. Wenn es sonst nichts zu sagen gibt…Arme Wurst, du!
June 24th, 2009 at 20:31
Ich frag mich gerade, ob man das auch so tanzen kann
Uleb, du bist ganz offensichtlich nicht in der Lage, meinen Text zu verstehen. Der Text reflektiert vor dem Hintergrund einer Berichterstattung der Ruhrbarone, die Reformbedürftigkeit der Reformpädagogik. Dabei habe ich mir das nicht ausgedacht, was da steht, sondern ich reflektiere den erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Es ist also nicht meine Meinung, sondern die Wiedergabe eines Vorgangs in der Wissenschaft. Es ist daher auch keine Scheißhausparole, sondern eine wichtige Diskussion.
Prinzipiell hab ich nix gegen Leute, die mich als arme Wurst bezeichnen, es sei denn, die haben ein Textverständis wie Waldorfschüler. Von daher bin ich dir jetzt böse.
June 24th, 2009 at 20:47
[...]es sei denn, die haben ein Textverständis wie Waldorfschüler. Von daher bin ich dir jetzt böse.[...]
Wie pauschalisierend gemein
find ich gut ^^
June 24th, 2009 at 21:16
Mein Textverständnis is gut genug, um zu erfassen, dass es sich hier um plakativen Dreck erster Güte handelt. Ja, die Steiner-Pädagogik wird teilweise ihrem Namen gerecht, weil sie -wie gesagt teilweise- im wahrsten Sinne des Wortes “versteinert” ist und die Regelschulen sich inzwischen mehr reformieren, als es bei den Waldorfschulen z.T. wünschenswert wäre. Ja, es ist deshalb wichtig den Diskurs in dieser Sache aufrecht zu erhalten. Ja, konstrukive Kritik ist selten unangebracht etc….Dieser Teil des Textes bringt mich auch nicht zum schäumen, sondern folgendes Zitat: “Dass ein Kind nach zehn Jahren die Schule ohne Abschluss verlässt, ist für viele Eltern eine Horrorvision. An Waldorfschulen in NRW könnte sie im Sommer wahr werden, denn zum ersten Mal werden auch Waldorfschüler zentral geprüft. In Bochum droht zwei von drei Kindern das schulische Aus (ebd).. Nach 90 Jahren Waldorfgeschichte und Zentralen Abschlussprüfungen aller Schulen in Bundesländern wie z.B. BaWü, Bayern seit jeher, ist diese These wohl wahrlich eine Scheißhausparole, wenn man die Erfolge der W-Schüler bei Abnahme dieser Prüfungen sieht. Warum sollte das jetzt bei euch anders sein, warum in Hessen, warum sonstwo…?! Hier mal ein paar Ergebnisse aus Thüringen http://www.waldorf-weimar.de/Schule/gesch.htm. Und der Witz mit dem Namenstanz, wird wohl immer wieder taugen für den Suff am Stammtisch und die dort zum besten gegebenen Bildzeitungs-Parolen
June 24th, 2009 at 21:24
..und “Nicetrice”, dein Kommentar in dieser Sache ist überflüssig wie ein Kropf und frach mich net wie abgedroschen. Spricht jedenfalls nicht für dich und daher tendiert mein Ärger in dieser Hinsicht gegen Null.
June 24th, 2009 at 21:37
Aber in Bochum drohte doch damals den Kindern das aus. Da kann ich doch nüx zuuuu. Auch versteh ich die Agression nicht. Ich freu mich jedenfalls für jedes Kind, das die Schule mit einem guten Abschluss oder wenigstens mit der Chance dazu verlässt. Habe nichts gegen Waldorfschulen. Aber auch die sind nicht heilig und bedürfen der Kontrolle, wie ich finde.
June 24th, 2009 at 21:40
..weißt du an welche Form von “Journalismus” mich dieses Geschreibsel hier erinnert? Die Horrorgeschichtchen, mit denen ein namhaftes aber nicht gerade angesehenes Schundblatt namens “coupe” zwischen seinen reichlich illustrierten F….-Geschichten aufwahrtet. Genau diese Art von reißerischer Berichterstattung findet sich in dem Text oben…Er -der Text- geht einfach mal an den Fakten vorbei und ist somit grad für die Katz. Da sollten auch die Ruhrbarone erst mal mit Ihrem “Faktenwissen” mit sich selbst ins Gericht gehen, bevor sie sowas in die Öffentlichkeit transportieren.
June 24th, 2009 at 21:45
und mit deinem letzten Kommentar, was die Kontrolle angeht, gebe ich dir Recht. Ich habe auch nichts gegen Kritik gegen diese Schulen, aber sie sollte schon begründet sein. Ich selbst würde genug negative Punkte in dieser Hinsicht finden. Bin eben einfach nur für die konstruktive Herangehensweise an dieses immer noch brisante Thema. Will mich hier auch nicht endlos mit dir streíten, zolle dir den verdienten Respekt für das, was du hier tust, nicht jedoch für den Artikel oben. Der ikst und bleibt aus meiner sicht einfach Scheiße! So long…
June 24th, 2009 at 21:46
…und in Bochum ist alles bestens, auch mit den hier erwähnten Schülern! ’nuff said!
June 24th, 2009 at 23:38
Scheiß auf Aggro Berlin! Dat hier is ja Aggro Waldorf!! O_o
Wie kann man denn bitte DERMAßEN abgehen?
June 25th, 2009 at 07:41
dermaßen is net dermaßen genug, Bubche!