Neujahrsempfang 2013

Neujahrsempfang 2013

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Die Stadt Gelsenkirchen lud gestern zum traditionellen Neujahrsempfang.

Achthundert geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft versammelten sich gestern im Musiktheater  zum traditionellen Neujahrsempfang. Ein anspruchsvolles Programm versprach einen unterhaltsamen, wenn auch nicht ganz unakademischen Abend. Das Leitthema des Empfangs war Nachhaltigkeit. Und obwohl eben dieser Begriff sowohl in Kreisen der Wissenschaft als auch in vielen wirtschaftlichen Bereichen als „ausgelutscht“ gilt, gelang es gut, ihn anspruchsvoll auf die Zukunft der Stadt Gelsenkirchen anzuwenden.

Prof.Dr.Ernst Ulrich von Weizäcker über den Begriff der Nachhaltigkeit

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Die Voraussetzungen dazu waren mit einem Gastvortrag von keinem Geringeren als dem bekannten Nachhaltigkeitsforscher Prof.Dr.Ernst Ulrich von Weizäcker auch mehr als gegeben. In einem gut 30 minütigen Vortrag sprach er differenziert über die Thematik Nachhaltigkeit, mahnte Risiken der erneuerbaren Energien an und kommunizierte sehr publikumswirksam, welchen klimatischen Schaden z.B. Erdbeerjogurt aufgrund seiner Transportwege verursacht.

Gelsenkirchens Antrieb, den Neujahrsempfang entlang der Begrifflichkeit „Nachhaltigkeit“ aufzuziehen, ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Stadt erst kürzlich von der UNESCO mit dem „Deutschen Nachhaltigkeitspreis“ ausgezeichnet wurde. Dass in Gelsenkirchen Vieles gut ist und es auch woanders nicht zwingend besser sein muss, brachte der OB in seiner Rede unmissverständlich auf den Punkt. Im Schnitt sind es rund 1000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die in Gelsenkirchen seit 2006 pro Jahr hinzukommen, warb der OB. Gelsenkirchen, so die Kernbotschaft, sei wieder wer.

500.000 m² veräußerte Flächen für Dienstleistungen, Industrie und Gewerbe.

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Eine optimistische Perspektive in die Zukunft der Stadt Gelsenkirchen konnten die geladenen Gäste auch abseits des offiziellen Programms erhalten. So kommunizierte die Stadt Gelsenkirchen im Theater Foyer die Erfolge der Flächenentwickung und das aktuelle Premiumflächen Portfolio Gelsenkirchens. Zukunft braucht einen Ort. In Gelsenkirchen, so die Botschaft, gibt es eine Vielzahl solcher Orte. Deshalb gehe man mit Optimismus ins Jahr 2013.

Abgerundet wurde der Abend zusätzlich durch den Auftritt eines glänzenden Comedians, der vielen Gästen sicherlich noch weitgehend unbekannt war. Sein Stand-Up Programm war aber äußerst amüsant und sorgte für einige, sicherlich nicht ganz unabsichtliche „sozialdemokratische Spitzen“. Nicht alle im Raum dürften seine Späßchen daher immer witzig gefunden haben. Grundsätzlich sollte man Sebastian Pufpaff aber im Auge behalten, er ist einer vom Schlage Pispers und damit sicherlich weiterhin sehr erfolgreich. Sein Programm heute Abend in der Kaue ist, wie auf der offiziellen Homepage zu lesen, bereits ausverkauft.

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4 Kommentare zu “Das St. Josef-Hospital in Horst soll 2017 geschlossen werden.”

  1. Franz Przechowski
    19. Dezember 2016 at 11:22 #

    Zutreffende Analyse. Alle Probleme hinsichtlich Weihnachtsmärkte in Gelsen und in Buer sind hausgemacht und durch nichts mehr zu entschuldigen. deine kennzeichnung „strukturelle Geschäftsunfähigkeit“ trifft den Kern. Aber darüber hinaus fehlt auch der Sinn für die konzeptionelle Gestaltung und emotionale sowie inhaltliche Aufladung von Events, die auf die Marke GE einzahlen sollen. Das ist nicht unbedingt eine Frage des Budgets, sondern der professionellen Fähigkeiten. Ich bin kürzlich erst wieder wegen meiner Bemerkung „SMG ist eine Laienspielschar“ gescholten worden. Angesichts der miesen Performance möchte ich bei meiner Beurteilung bleiben und die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung gleich mit einbeziehen.

  2. Sabine
    19. Dezember 2016 at 20:14 #

    Dann geht doch endlich hin statt nur zu mosern

  3. Albert Ude
    21. Dezember 2016 at 17:12 #

    Die Analyse geht in Ordnung. Die Hinterfragung klammert die Mittäterschaft des örtlichen Einzelhandels leider völlig aus. Die Anlieger der Bahnhofstrasse haben kein Interesse an einem Weihnachtsmarkt, der als zentrale Veranstaltung auftritt. Die Mitwirkenden der SMG, des Umbaubüros und die für die blau-weiße Kugelplastik Verantwortlichen sind gutmeinende, aber hoffnungslos überforderte Amateure und Dilettanten, deren schlimmster Alptraum es ist, von professionellen Akteuren, ja auch bereits von schlichten Menschen, die sich einfach mal in anderen Städten umgeschaut haben, erzählt zu bekommen, wie ein Weihnachtsmarkt aussieht, ja, was überhaupt ein Weihnachtsmarkt ist. Die in Gelsenkirchen stattfindende Veranstaltung darf man auf einer Skala von 1 – 10 bei minus fünf verorten, eine gefühlte Tendenz zur Qualitätssteigerung ist illusionistische Schönrederei. Wollte man eine Verbesserung um fünf Punkte erzielen, so bedeutete das, den Nullpunkt anzustreben, die Veranstaltung also schlicht zu unterlassen. Stattdessen empfiehlt sich ein Busshuttle nach Dortmund, Essen oder Münster, oder in die kleinen niederländischen Orte oder an den Niederrhein.
    Das ist alles sehr schade, leider aber so zutreffend. In meiner Erinnerung ist die Reibeplätzchenhütte am Anfang der Bahnhofstrasse rechts der aus dem Betrachtungsraster heraustanzende kulinarische Höhepunkt der Meile. Die Reststrecke schaffe ich nicht: Kabel, Mülltonnen, Ramschstände, Trink- und Nahrungsmittelhütten. Und – mit Verlaub – Menschenmassen. Nur eins hat sich verbessert: Zu Zeiten von Lalakakis wurde noch WDR 4 über die Lautsprecher eingespielt. Das ging gar nicht.

  4. szodruch, maggie
    22. Dezember 2016 at 16:35 #

    Leider muss ich Albert Ude in allen Aussagen Recht geben !

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