Mysteriöse Einbrüche im Haverkamp

Mysteriöse Einbrüche im Haverkamp

einbruch_gelsenkirchen_have


Zwei zeitgleiche Wohnungseinbrüche sorgen für Angst und Schrecken im Haverkamp.

Dass die dunkle Winterzeit für Einbrüche prädestiniert ist, gilt als allgemein bekannt. In den vergangenen Monaten häufen sich in Gelsenkirchen-Bismarck, genauer im Haverkamp, jedoch ziemlich mysteriöse Einbruchsfälle, die hoffentlich nicht nur den Anwohnern, sondern auch den Ermittlungsbehörden Grund zum Nachdenken geben. Am 16.01.2013 wurde im Hagemannshof 4, zwischen 08.00 Uhr – und 11.00 Uhr morgens in gleich zwei Wohnungen eingebrochen.

Besonderheit: Die Wohnungen liegen sich im gepflegten und erst vor kurzem renovierten 8-Parteien Haus der GGW im letzten Stock (!) genau gegegenüber. Die Täter mussten im hellhörigen Treppenhaus, die erst kürzlich neu eingebauten, sicheren Wohnungstüren, zeitgleich aufbrechen. Und, was ebenfalls besonders ist, zuvor zunächst Zugang zum Hausflur erlangen. Darüber hinaus erscheint die Tat nicht nur mehr als akribisch geplant, sondern auch perfekt durchgeführt. Die Einbrecher wurden trotz der umfangreichen Wege durch das Haus und Einbruchsbarrieren von niemandem bemerkt.

Die Geschädigten agieren richtig und machen ihren Fall durch Aushänge öffentlich.

Wer gestern im Hagemannshof von der Arbeit nach Hause kam, der wird an seiner Haustür sicherlich einen Aushang bemerkt haben, auf dem die Geschädigten über den Einbruch informieren. Einen Tag danach erfragten die Geschädigten zusätzlich bei den Hausparteien der gegenüberliegenden Wohnungen, ob sie etwas Ungewöhnliches bemerkt oder gesehen haben. Schließlich geschah der Einbruch am Morgen und nicht, wie anzunehmen, mitten in der Nacht. Eine Anwohnerin schilderte gegenüber dem Gelsenkirchen Blog mit der Geschädigten gesprochen zu haben und in deren Schilderungen eine Parallele zum Kellereinbruch, der im November 2012 in der genau gegenüberliegenden Hausreihe stattfand, bemerkt zu haben. So schilderte diese, dass sie am Abend vor dem Einbruch von einem Bekannten besucht worden sei und dieser ohne die Schelle benutzen zu müssen, direkt Zugang zum Hausflur erlangte, weil die Verriegelungssperre eingeschaltet gewesen sei.

Parallele zum Kellereinbruch im November.

Dieses ist eine direkte Parallele zu einem groß angelegten Kellereinbruch, der sich im November 2012 ebenfalls im Hagemannshof ereignete. Auch hier war die Verriegelungssperre von Anwohnern am Abend bemerkt, aber nicht weiter beachtet worden. Am Tag drauf waren beide Kellerflügel, mit zum Teil massiv gesicherten Kellern, völlig leergeräumt und dies ebenfalls absolut lautlos und gänzlich unbemerkt. Die Polizei Gelsenkirchen scheint nicht sonderlich daran interessiert zu sein, die Fälle öffentlich zu machen. In der Polizeipresse fand sich damals nichts und auch heute, zwei Tage nach den jüngsten Wohnungsaufbrüchen, die durchaus als bemerkswert anzusehen sind, keine Notiz. Ob dies aus Gründen der „Geringfügigkeit“ oder aus „ermittlungstaktischen Gründen“ so geschieht, bleibt für Anwohner und Geschädigte dabei offen.

,


-Anzeige-

4 Kommentare zu “Das St. Josef-Hospital in Horst soll 2017 geschlossen werden.”

  1. Franz Przechowski
    19. Dezember 2016 at 11:22 #

    Zutreffende Analyse. Alle Probleme hinsichtlich Weihnachtsmärkte in Gelsen und in Buer sind hausgemacht und durch nichts mehr zu entschuldigen. deine kennzeichnung „strukturelle Geschäftsunfähigkeit“ trifft den Kern. Aber darüber hinaus fehlt auch der Sinn für die konzeptionelle Gestaltung und emotionale sowie inhaltliche Aufladung von Events, die auf die Marke GE einzahlen sollen. Das ist nicht unbedingt eine Frage des Budgets, sondern der professionellen Fähigkeiten. Ich bin kürzlich erst wieder wegen meiner Bemerkung „SMG ist eine Laienspielschar“ gescholten worden. Angesichts der miesen Performance möchte ich bei meiner Beurteilung bleiben und die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung gleich mit einbeziehen.

  2. Sabine
    19. Dezember 2016 at 20:14 #

    Dann geht doch endlich hin statt nur zu mosern

  3. Albert Ude
    21. Dezember 2016 at 17:12 #

    Die Analyse geht in Ordnung. Die Hinterfragung klammert die Mittäterschaft des örtlichen Einzelhandels leider völlig aus. Die Anlieger der Bahnhofstrasse haben kein Interesse an einem Weihnachtsmarkt, der als zentrale Veranstaltung auftritt. Die Mitwirkenden der SMG, des Umbaubüros und die für die blau-weiße Kugelplastik Verantwortlichen sind gutmeinende, aber hoffnungslos überforderte Amateure und Dilettanten, deren schlimmster Alptraum es ist, von professionellen Akteuren, ja auch bereits von schlichten Menschen, die sich einfach mal in anderen Städten umgeschaut haben, erzählt zu bekommen, wie ein Weihnachtsmarkt aussieht, ja, was überhaupt ein Weihnachtsmarkt ist. Die in Gelsenkirchen stattfindende Veranstaltung darf man auf einer Skala von 1 – 10 bei minus fünf verorten, eine gefühlte Tendenz zur Qualitätssteigerung ist illusionistische Schönrederei. Wollte man eine Verbesserung um fünf Punkte erzielen, so bedeutete das, den Nullpunkt anzustreben, die Veranstaltung also schlicht zu unterlassen. Stattdessen empfiehlt sich ein Busshuttle nach Dortmund, Essen oder Münster, oder in die kleinen niederländischen Orte oder an den Niederrhein.
    Das ist alles sehr schade, leider aber so zutreffend. In meiner Erinnerung ist die Reibeplätzchenhütte am Anfang der Bahnhofstrasse rechts der aus dem Betrachtungsraster heraustanzende kulinarische Höhepunkt der Meile. Die Reststrecke schaffe ich nicht: Kabel, Mülltonnen, Ramschstände, Trink- und Nahrungsmittelhütten. Und – mit Verlaub – Menschenmassen. Nur eins hat sich verbessert: Zu Zeiten von Lalakakis wurde noch WDR 4 über die Lautsprecher eingespielt. Das ging gar nicht.

  4. szodruch, maggie
    22. Dezember 2016 at 16:35 #

    Leider muss ich Albert Ude in allen Aussagen Recht geben !

Schreibe einen Kommentar

Bitte schreiben Sie uns Ihren Kommentar. Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht