Mirco und die Medien

Es ist für mich die Meldung des Tages. Nein, nicht der Kram mit Mubarak in Ägypten oder die Sache mit Gusmagk im Dschungelkamp. Es geht schlicht und einfach um den Fall „Mirco„, in dem es nun tatsächlich Neuigkeiten gibt.
Letztlich wurde nun tatsächlich die Leiche des Jungen gefunden. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat zudem einen Tatverdächtigen festgenommen; angeblich Mitte 40 und Familienvater… Der Teufel ist ein Eichhörnchen.
Etwa fünf Monate nach dem Beginn der mehr als ausgiebigen Suche findet sich der just benannte Ermittlungsfortschritt in den entsprechenden Medien … nun ja … nicht an erster Stelle. Und das ist gut!
Harte Worte? Mitnichten!
Es war eine boulevardeske Hatz, deren bisherige Ergebnisse archetypische forensische Vorkenntnisse zu bestätigen scheinen. Es war ein schieres non-plus-ultra, dessen sich die zuständigen Ermittler bedient haben; eine Personensuche, von der man andernorts [und Gelsenkirchen kennt bzw. sollte da auch auch Fälle kennen…] allenfalls träumen kann.
Im STERN überschreibt Richard Heister von der AFP die jüngsten Ereignisse als „Das furchtbare Ende eines Albtraums“ – und alleine für die Überschrift möchte ich ihm sowas von auf die Schnauze hauen! {Sie entschuldigen bitte meinen proletarischen Ausdruck ob dieser Provokation!} Der Albtraum wird diese Menschen bis an des Ende ihres Lebens verfolgen! Jeder, der einmal einen Freund „vor seiner Zeit“ verloren hat, kann das bestätigen.
Was bleibt?
Wir warten allseits auf Ergebnisse!
Allseits in Sachen Mirco und vor allem auch allseits ins Sachen Anette Lindemann. Es scheint wirklich eine üble Welt dort draußen zu sein…

5 Kommentare zu “Mirco und die Medien”

  1. Kai
    28. Januar 2011 at 11:43 #

    „Der Teufel ist ein Eichhörnchen.“

    Schön formuliert. Man fragt sich doch echt, was in jemandem vorgeht, der selbst zwei Kinder hat, dass er ein anderes Kind umbringt.

    Die Medienhatz ist allerdings auch wirklich unbeschreiblich. So vermeldete eine Zeitung heute bereits, dass die Rolläden am Wohnhaus des verhafteten gestern verschlossen waren und im Radio hörte ich Interviews mit Nachbarn, die alle fassungslos waren („Sowas denkt doch keiner!“)… Die Frage ist nur… Wen interessiert es, dass sich die Familie des Verhafteten jetzt gegen scheinbare Scharen von Reporten abschotten muss und Nachbarn herangezogen werden, um irgendwas präsentieren zu können so lange die Polizei noch nichts preisgibt.

    Was für eine Welt haben wir hier eigentlich? Immer getreu dem Motto: Bild sprach zuerst mit den Frikadellen… Manchmal kann man echt nur den Kopf schütteln…

  2. Dennis
    28. Januar 2011 at 15:48 #

    „Der Teufel ist ein Eichhörnchen“ ist ein geniales Bild in diesem Zusammenhang. Und zur Überschrift im Stern : Haben wir etwas anderes vom Stern zu erwarten ?

  3. Jens F.
    7. Februar 2011 at 12:55 #

    Bei der Überschrift der Alptraum wäre zuende, hab ich mir auch meinen Teil gedacht.. von wegen zuende.. Aus diesem werden die Eltern nie wieder ganz aufwachen.. verdammte Welt

  4. Maik
    8. Februar 2011 at 18:01 #

    Vielleicht ist es ist es ja das Aufbauschen durch die Medien das einige täter treibt. Immerhin finden sie so eine Menge Beachtung…

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  1. Mörderisches Betriebsklima // Gelsenkirchen Blog - 31. Januar 2011

    […] der Bestie. Gelsenkirchen Blog Autor Martin brachte diesen Umstand treffend auf den Punkt: “Der Teufel ist ein Eichhörchen“. Gewissermaßen der Wolf im Scharfspelz, eine Kurzschlussreaktion aus der Mitte der […]

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