Lahme Polizei fasst Einbrecherbande.

Der Gelsenkirchener Polizei ist ein absoluter Glückstreffer gelungen. „Kommissar Zufall“ habe zugeschlagen, titelt die Lokalpresse. Genau so muss es gewesen sein, denn die Gelsenkirchener Polizei ist nicht so richtig bei der Sache, wenn es darum geht, Diebstahlstraftaten aufzunehmen. Mir ist in den vergangenen Wochen deutliche Kritik an der Untätigkeit der Gelsenkirchener Polizei zugegangen. Im Falle eines Trickdiebstahls in einem Bismarcker Geschäft, durch mutmaßlich bulgarische Frauen, ließ die Polizei Gelsenkirchen am Telefon ihr ausgeprägtes Desinteresse deutlich werden. Die erste Nachfrage des diensthabenden Beamten sei gewesen, ob die Täter sich noch im Geschäft befinden. Die Verkäuferin, die so eben um ihr Smartphone gebracht wurde, verneinte, woraufhin die Polizei mitteilte, dass sie nicht ausrücken werde. Eine Anzeige könne dann am Abend im Präsidium erfolgen.

Gelsenkirchener Arbeitsmoral, die so selbstredend nicht in Ordnung ist. Sicherlich ein Einzelfall mag man meinen, doch erreichten dieses Weblog mehrere Beschwerden dieser Art. Unabhängig voneinander.

Immerhin gibt die Polizei zu, dass es sich bei den Festnahmen im Haverkamp am 12.Dezember 2013 auf der Reckfeldstraße um einen Glückstreffer handelte. Kurz vor 17 Uhr an diesem Tag hielt die Polizei dort einen mit vier Männern (21-43 Jahre) und einer Frau (21 Jahre) besetzten Pkw mit bulgarischem Kennzeichen an. Eine Überprüfung der Insassen ergab, dass die Männer bereits wegen Einbruchdiebstahls in Erscheinung getreten seien. Die Beamten durchsuchten daraufhin Pkw und Insassen. Sie fanden dabei einen hohen Bargeldbetrag und eine größere Menge an Schmuck. Außerdem führte der 33-Jährige ein zuvor in Mönchengladbach bei einem Wohnungseinbruch gestohlenes Mobiltelefon mit. Nur der 21-jährige Fahrzeugführer konnte eine feste Meldeanschrift vorweisen. In seiner Wohnung wurde durch die Polizei weiterer Schmuck aufgefunden und sichergestellt. Die Tatverdächtigen gaben an, den Schmuck auf dem Trödelmarkt gekauft oder gefunden zu haben. Das mitgeführte Bargeld soll angespart oder aber durch Arbeit verdient worden sein. Alle Personen seien zudem auf dem Weg zurück nach Bulgarien gewesen. Die fünf verdächtigen Personen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen alle fünf Tatverdächtigen Haftbefehl. Sie befinden sich nun allesamt in Untersuchungshaft. Das Quintett dürfte mit Sicherheit für eine größere Zahl an Wohnungseinbrüchen im Rhein/Ruhrgebiet in Frage kommen. Das Fachkommissariat hat die weiteren Ermittlungen übernommen (vgl. Polizeipresse, 16.12.2013).

 

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  1. Links anne Ruhr (19.12.2013) » Pottblog - 19. Dezember 2013

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