Kulturschiff: Interessantes Projekt sucht Geschäftspartner

Kulturschiff: Interessantes Projekt sucht Geschäftspartner

Vor ein paar Tagen sprang mir auf der Startseite meines Profils bei Xing ein Gruppenbeitrag von Ralf Fuhrmann ins Auge. Er stellte dort im Forum „Neu eröffnete Gastronomiebetriebe – Gelsenkirchen“ die folgende Frage: „Gibt es hier Gastronomen die auch mit Kultur was anfangen können? Gesucht wird ein Geschäftspartner der beide Bereiche sinnvoll mit einander verbinden mag.“

Ein Geschäftspartner für ein Gastronomieprojekt aus Gelsenkirchen? Meine Neugier war geweckt, da ich ja selbst auch das Restaurantbewertungsportal my-restaurantguide.com und das zugehörige Blog restaurant-reporter.de betreibe. Ich begann also nachzuforschen und stieß auf ein in meinen Augen sehr interessantes Projekt, dessen Umsetzung ich in Gelsenkirchen sehr begrüßen würde und das ich euch im Folgenden vorstellen möchte.

Die Rede ist vom Projekt „Kulturschiff auf dem Rhein-Herne-Kanal“. Die Idee ist, im alten Hafen der Zeche Graf Bismarck und damit im neuen Stadtquartier Graf-Bismarck, dass in unserer Stadt gerade entsteht, ein Binnenschiff als Theater mit angeschlossener Gastronomie zu betreiben. Das Programm soll abwechslungsreich und publikumsnah sein und es sollen Kabarett, Revuen, Liederabende und kleine Schauspiele zur Aufführung kommen.

Geplant ist zunächst eine Studiobühne mit 90 Plätzen im ersten Jahr, um eine bessere Anfangsfinanzierung des Projekts gewährleisten zu können, die dann auf 180 Plätze ausgebaut und um ein Foyer ergänzt werden soll. Doch nicht nur Theater soll es auf dem Kulturschiff geben. Ein zusätzlicher Reiz des Projektes liegt in dem gleichzeitigen gastronomischen Angebot. So können die Gäste vor und nach der Vorstellung aus einer kleinen Karte Speisen (geplant sind überwiegend Tapas und Fingerfood) und Getränke auswählen und in einer gemütlichen Atmosphäre konsumieren. Zusätzlich sollen den Gästen aber auch traditionelle, bodenständige Speisen aus Westfalen angeboten werden, passend zu Schiff und Standort.

Das Kulturschiff wird mit dieser Kombination, nicht nur durch die Kultur für Aufmerksamkeit sorgen, sondern auch zu einem sozialen Treffpunkt außerhalb des Theaterbetriebes im neuen Stadtquartier Graf-Bismarck. Außerdem wäre es der erste direkt am Wasser gelegene Spielort für Kleinkunst und Kabarett im Ruhrgebiet. Der geplante Liegeplatz wäre in Gelsenkirchen von überall her gut zu erreichen und durch die Nähe zur A42 wäre auch eine gute Anbindung zu den Nachbarstädten gewährleistet.

Derzeit hapert es dem Kulturschiff aber hauptsächlich an einem Geschäftspartner, da es kaum möglich ist, ein derartiges Projekt alleine zu stemmen. Ralf Fuhrmann sagte mir dazu: „Wie die Vergangenheit gezeigt hat, geht dieses nur mit vereinten Kräften die noch an Gelsenkirchen glauben. Hiervon gibt es leider zur Zeit recht wenig Interesse. Die Leute sind leider eher nur an fertigen Projekten interessiert die keinen Einsatz brauchen aber sofort Gewinne abwerfen.“

Da ich persönlich dieses Projekt sehr interessant finde und auch denke, dass ein Kulturschiff als Spielort für Kleinkunst und Kabarett für Gelsenkirchen durchaus von Vorteil sein kann, zumal es recht einzigartig in der Umgebung wäre, will ich euch dieses Projekt ans Herz legen und mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen. Ich fände es sehr schade, wenn das Kulturschiff daran scheitern müsste, dass sich niemand gefunden hat, der das Projekt mit vorantreiben und unterstützen möchte.

Alle, die zwar nicht als Geschäftspartner in Frage kommen, das Projekt aber trotzdem unterstützen wollen, möchte ich an dieser Stelle noch auf den Förderkreis „Freunde des Kulturschiffes“ hinweisen.

Wenn ich euer Interesse für das Kulturschiff wecken konnte und ihr vielleicht sogar jemanden kennt, der als Geschäftspartner in Frage kommt, dann tragt diese Information bitte weiter. Mehr Details zum Projekt und dem geplanten Raumkonzept finden sich auf der offiziellen Webseite www.kultur-schiff.de.

Jede Vision braucht jemanden, der an sie glaubt damit Sie Wirklichkeit werden kann. Ich hoffe, dass sich einige Menschen finden, die das Kulturschiff-Projekt mit ihrer finanziellen Hilfe begleiten und so den Standort Kultur im Ruhrgebiet fördern, damit die Region auch in Zukunft Außergewöhnliches zu bieten hat.

Bilder mit Genehmigung von Ralf Fuhrmann

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