
Die Werbegemeinschaft Buer ist verärgert darüber, dass sie übergangen wurde.
Dass das Gelsenkirchener Stadtmarketing an der einen oder anderen Stelle durchaus zu kritisieren ist, wird der Gelsenkirchen Blog Leser im Laufe der Jahre schon mitbekommen haben. Nun allerdings wird aus Kreisen Kritik laut, die sich zuvor kaum wahrnehmbar ums Stadtmarketing kümmerten.
Die Rede ist von der Werbegemeinschaft Buer, die mit ihrem Weihnachtsmarkt urplötzlich zur Stadt Gelsenkirchen gehören möchte. Immer dann, wenn es um positive Publicity geht, wird Beverly Buer zu Gelsenkirchen. Das war schon zur Fußball WM 2006 so. Da durfte sich Frank Baranowski mit den Wirten aus Buer auseinandersetzen, die urplötzlich der Auffassung waren, dass ihnen der neue Bahnhof und die Aktionen in der Gelsenkirchener Innenstadt, die Kundschaft aus den Kneipen in die Gelsenkirchener Innenstadt zögen. Das fand man ungerecht, schließlich sei Buer ja auch ein Teil von Gelsenkirchen, so die Kritik damals.
Nun hat die SMG den Bueranern ein City-Light Poster in die Landschaft gestellt, dass das “weihnachtliche Gelsenkirchen” erwähnt, aber den Weihnachtsmarkt in Buer verschweigt. Darüber ist man in Buer nun verärgert. So verärgert, dass selbst der Vorsitzende des Heimatvereins(!) Buer, Gerd Escher, in der WAZ zu Wort kommt:
„Das ist ein Beispiel dafür, dass die SMG nie anerkannt hat, dass es in dieser Stadt zwei Zentren gibt.” Das sei ein Zeichen von Unwissenheit. Es sei „unverständlich und dumm”, nicht für beide Märkte zu werben. Die SMG werde ihrer Aufgabe nicht gerecht, urteilt Escher (vgl. WAZ GE, 1.12.09).
SMG ist sich wie immer keiner Schuld bewusst.
Josef Ehrhart vom Stadtmarketing findet, dass alles so ok ist, wie es ist. Er ist offenbar der folgenden Auffassung:
„Es hat keinen Impuls aus Buer gegeben, den Markt mit aufzunehmen.” Da bestehe auch eine Bringschuld, Buer hätte sich melden können”(vgl.ebd.).
Auch die Werbegemeinschaft Kirchviertel am Heinrich-König-Platz äußerte sich am vergangenen Mittwoch im Stadtspiegel kritisch in Richtung SMG, weil diese es vermutlich als nicht nötig empfindet, das Kirchviertel in die Weihnachtsdeko einzubeziehen.
Wahrscheinlich hätte sich das Kirchviertel ebenfalls melden können. Die SMG sieht’s offenbar gern, wenn andere die eigene Arbeit machen.


December 2nd, 2009 at 13:53
Hey,
aber jetzt mal ernsthaft. Einfach zu sagen, die SMG ist an allem Schuld, find ich auch nicht in Ordnung. Einerseits kapselt sich Buer total gerne von Gelsenkirchen ab und tut bei manchen Dingen so, als hätten sie die Hoheit darin und andererseits wollen die sich dann bei anderen Dingen an GE dranhängen. So ne Spalterei und ausgesuchte Gemeinsamkeit hilft niemandem etwas, GE-Buer ist ein Stadtteil Gelsenkirchens und wir müssen überall gemeinsam dran arbeiten, als eines, nicht als Abkapselung Gelsenkirchens. Da sollen se sich einfach mal zusammensetzen, diskutieren, klären, gemeinsame Lösungen finden und die dann durchziehen. Das Rathaus ist momentan auch in Buer
.
December 4th, 2009 at 22:28
Buer ist nicht irgendein Stadteil von Gelsenkirchen, wie Rotthausen oder
Ückendorf!!!
Wann wird man endlich begreifen, dass wir in einer bi-polaren Stadt
leben, mit zwei Zentren: GE-City und Buer!!!
Zum Stadtmarketing fällt mir eigentlich nichts mehr ein, außer dass
sich diese Geldverbrennungs-Anlage de Stadt GE endlich auflösen sollte!
Den Marketing-Auftrag könnten dann z.B. Freelancer auf Honorarbasis leisten.