Irgendwas mit Medien

Berufswünsche Jugendlicher Schulabsolventen sind bekanntlich bunt. Im Kontext einer von Massenmedien geprägten Gesellschaft, sind eben die Medien selbst nicht selten das berufliche Wunschziel. Dabei bleibt die Richtung angesichts der unglaublich vielschichtigen und unterschiedlichen Angebote und Dienste unspezifiziert: „Irgendwas mit Medien“ soll es dann sein. Wissenschaftlich entbrennt ebenfalls der Diskurs um Journalismus im Kontext neuer Medien. In einigen Fragebögen zu Thema stellt sich gebetsmühlenartig die gleiche Frage: “ Was unterscheidet ihrer Auffassung nach den Journalisten vom Blogger?“  Und ich gebe stets die gleiche Antwort: Die Profession. Bloggen ist in vielen Fällen nichts weiter als die Verschriftlichung der eigenen Meinung (Was ja auch gut sein kann, es ist dann nur kein Journalismus). Journalisten hingegen erzählen relevante Geschichten, unter Umständen unter Einsatz ihres Lebens. Information, Analyse und Bewusstseinsbildung steht bei vielen an erster Stelle im Lastenheft der eigenen Profession. Die Genialsten unter den Journalisten, müssen dazu nicht einmal viel schreiben.

Ein Kommentar zu “Irgendwas mit Medien”

  1. Nicetrise
    16. Juni 2009 at 19:10 #

    Professioneller und bezahlter Journalismus sollte bzw. darf gar nicht auf eine Stufe mit Blogs gestellt werden. Natürlich haben Blogs auch Informationscharakter. Diverse gut geführte Newsblogs z.B liefern viele Infos auch aus verschiedenen Perspektiven. Doch Blogs sind keine kostenlose Alternative zu z.B. Printmedien.

    Nur ein kleines Beispiel: Blogs hätten Watergate nicht aufgeklärt.

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