Geocaching in Gelsenkirchen

Ein Bekannter stellte mir heute die Frage, ob ich am Abend etwas vor hätte und eventuell Lust habe, mit ihm Geocaching zu betreiben. Selbstverständlich habe ich immer mal wieder von dem „Sport“ gehört, doch war nicht zu vermuten, dass auch hier bei uns in Gelsenkirchen eine relativ große Geocaching Szene aktiv ist. Alle, die bei dem Begriff „Geocaching“ an die Jagd nach Terrorfürsten denken, liegen prinzipiell gar nicht mal so verkehrt, denn es geht um das Aufspüren von versteckten Gegenständen im öffentlichen Raum, die per GPS geortet werden. Im Grunde kann man sich Geocaching als eine Art GPS- Schnitzeljagd vorstellen. Die versteckten Gegenstände sind in der Regel kleine wasserdichte Behälter mit einem Logbuch, das man auszufüllen hat, wenn man es denn gefunden hat. Manchmal – je nach Art des Caches – finden sich auch kleine Tauschgegenstände in den Behältern.

Wo gibt es die besten Geocaches in Gelsenkirchen?

So sind wir also losgezogen. Leider erst bei Anbruch der Dunkelheit in den Rheinelbepark in Ückendorf. Dort, so sagte uns das Programm auf dem Iphone, sollten eine Reihe von Caches versteckt sein. Nachdem der erste Fund von uns im Consolpark relativ einfach von statten ging, erhofften wir uns von der Rheinelbeparkserie etwas mehr Herausforderung, die wir auch fanden. Schon nach ein paar Minuten standen wir in völliger Dunkelheit vor einem riesigen Busch. Dort irgendwo musste die Dose mit den Logbüchern versteckt sein. Leider war die Suche ohne Taschenlampe relativ vergebens, darüber hinaus verweigerte ich mich bei völliger Dunkelheit in das Gebüsch zu kriechen. Für meinen Geocaching erfahrenen Kollegen, der in der sich in der Community Seeteufel67 nennt, wäre sicherlich auch das nicht das Problem gewesen. Mir hingegen drängte sich – ängstlich wie ich bin – während Seeteufelchen ergeizig wie die NavySeals bei der Suche nach BinLaden mit seinem Iphone kriechend den Boden ausleuchtete, permanent der innige Wunsch nach einer nicht nach Ausrede klingenden Argumentation auf, für den Fall das ganz zufällig mal ne‘ Polizeistreife auf die Idee kommt, danach zu fragen, was zwei Typen bei völliger Dunkelheit ohne Taschenlampe und auf dem Boden krichend im Gebüsch machen. „Wir wollen nur ne‘ Dose loggen“, wäre irgendwie wohl uncool rübergekommen und hätte vielleicht vorerst ins Gewahrsam geführt. Den Beamten zu sagen: „Wir suchen nur einen Schatz! Der soll laut unserem Iphone dort in dem Gebüsch versteckt sein!“, hätte wahrscheinlich direkt in die Geschlossene geführt. Ich schlug also vor, uns auf die Suche des nächsten Caches zu machen und hab nur gehofft, dass ich dafür nicht auf einen Baum klettern muss. Wir gingen also weiter.

Nur wenige Minuten nachdem wir uns von dem Gebüsch entfernt hatten, hörten wir Stimmen in der Nähe des besagten Gebüsches. Plötzlich sahen wir auch das Licht einer verdammt hellen Taschenlampe. Und während ich mich gedanklich schon auf eine Nacht im Polizeigewahrsam vorbereitete, erlosch das Licht plötzlich. „Die glauben wir sind Muggles! Sei leise!“, raunte mein Kollege. Ich antwortete: „WAATTT? ! Das können die mal komplett vergessen, ich bin hetero!!!“ Ich völliger Gelassenheit erfuhr ich dann von meinem Kumpel:  „Außenstehende, die Geocaching nicht kennen, werden als Muggles oder Geomuggles bezeichnet. Der Begriff stammt aus den Harry-Potter-Büchern, dort wird Muggle als Bezeichnung für Personen ohne magische Abstammung und Fähigkeiten verwendet.“ Soso, Personen ohne magische Abstammung sind wir also. Plötzlich die Nachfrage von einem Mann, der sich von der Gruppe am Gebüsch löste und auf uns zugelaufen kam: „Eyy, hömma, sucht Ihr auch? „. Ich wollte ja erst das Wort ergreifen und antworten: „Neeee-öhöh!, Quatsch!,Unsinn!  Ich hab ne‘ Freundin““ Doch Seeteufel67 war schneller und verwickelte den Mann gleich in eine Fachdiskussion über GEO Software. Und so kam man ins Gespräch. Aus Essen kam die Gruppe, die aus zwei Pärchen bestand, gelaufen(!). Auf dem Weg nach Gelsenkirchen hätten sie so einige Schätze geloggt, jetzt sei man aber müde und wolle den Heimweg antreten.

Mein Kumpel und ich sind danach ebenfalls noch einige Kilometer durch die Dunkelheit gelaufen, um „Dosen zu loggen“. Es hat Spass gemacht, auch wenn einige schräge Situationen dabeigewesen sind. Wenn man das Ganze am Tage betreibt, lernt man bei der Suche sogar noch einige schöne Ecken von Gelsenkirchen kennen. Alle Caches in Gelsenkirchen finden sich hier.

Wer sich einmal genau darüber informieren möchte, was Geocaching ist, der kann als Einführung die Wikipedia-Infos nutzen.

, ,

6 Kommentare zu “Geocaching in Gelsenkirchen”

  1. Volker S.
    11. Mai 2011 at 16:46 #

    Hihi, ihr seid ja echte Experten, beide ein dickes I-Phone, aber nicht mal ne Taschenlampe;;;)))))

  2. Maren Kauder aus Resse
    13. Mai 2011 at 10:03 #

    Das klingt nach einer interessanten Freizeitbeschäftigung. Allerdings ist was wohl in Gelsenkirchen eher weniger toll

  3. Dennis
    13. Mai 2011 at 10:09 #

    Hallo Maren, warum denn das ?

  4. kathi
    13. Mai 2011 at 14:59 #

    hallo, bräuchte ein wenig hilfe bei der ersten benutzung von meinem gps gerät… falls jemand aus dr gegend gelsenkirchen kommt kann er sich ja mal bei mir melden bitte

    lg kathi

  5. Markus
    24. Juni 2011 at 13:22 #

    Na das ist ja mal witzig. Da sucht man mal nach Blogs in GE und findet dann jemanden, der hier in GE meine Caches gesucht hat und darüber berichtet. Tja, das Internet ist klein. 😉

    Alles Beste
    Team Paladium_

  6. Dennis
    25. Juni 2011 at 15:31 #

    Hallo Markus,
    schön dass du dich hier meldest. Ich glaub ich habe fast jeden deiner Schätze gehoben. Hat mir Spass gemacht, danke für die guten Caches!

Schreibe einen Kommentar

Sagen Sie Ihre Meinung! Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht.