Frings bekommt Stabsstelle bei der Gafög.

Eigentlich wollte man den Ex-Jugendamt- Vize zur „Kopiernutte“ degradieren. Nun arbeitet er wieder konzeptionell in einem sozialen Kontext. Warum? Weil er’s kann!

Eigentlich wollte man den Ex-Jugendamt- Vize zur "Kopiernutte" degradieren. Nun arbeitet er wieder konzeptionell in einem sozialen Kontext. Warum? Weil er's kann!
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Man werde diese „Persona non grata“, obgleich sie juristisch absolut vollkommen im Recht zu sein scheint aus dem Rathaus verbannen und falls dies nicht möglich sei, so wollte man ihr, so tönte es noch vor den Sommerferien, einen „Platz am Kopierer“ besorgen. Aussagen in dieser Tonlage waren aus den Kreisen der Stadtverwaltung nicht selten zu vernehmen. Auf keinen Fall könne man Frings jemals wieder einer Aufgabe zuführen, bei der er Verantwortung für Menschen – insbesondere Kinder – trage. Auch das war der Common Sense vieler Verantwortungsträger dieser Stadt.

Insoweit, als dass Frings das Rathaus verlassen hat, in dem er auch zuvor nie war, hat man sich an die selbst verordnete Abmachung gehalten. Frings ist nicht im Rathaus. Frings ist auch nicht zur Kopiernutte degradiert worden. Frings trägt wieder Verantwortung für Menschen. Frings wandert nicht in ein Hinterzimmer dieser Stadt, wie man es sich ganz offenbar in einigen Kreisen für ihn gewünscht hätte, sondern Frings erhält eine Stabsstelle bei der Gesellschaft für Arbeitsförderung in Gelsenkirchen. Hier wird der mir niemals persönlich begegnete, aber mir als außerordentlich kompetent beschriebene Ex-Jugendsamts-Vize wieder gestaltend tätig. Wie die WAZ berichtet, hat man eine Stabsstelle geschaffen, die sich um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten kümmert.

Die WAZ zitiert den Geschäftsführer Dr. Stefan Lob, dass Frings eine Stelle bekleiden wird,

„[…]die der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Zuwanderern gewidmet ist. Dabei geht es unter anderem um die Konzeptionsentwicklung einschlägiger Maßnahmen einschließlich der Entwicklung von Modellprojekten. Darüber hinaus erstreckt sich der Aufgabenbereich auch auf die Akquise und Beantragung der entsprechenden Maßnahmen.“

Eine Stelle, die also durchaus der Kompetenz von Frings entspricht. Dass er Maßnahmen entwickeln und vor allem akquirieren kann muss er ja wohl nicht mehr beweisen. Bei der Stadt hat man alles richtig gemacht. Toll. Und politisch entspricht diese Lösung natürlich ebenfalls jeder sozialdemokratischen Vorstellung von Sozialromantik in Gänze. Wir, also die „Öffentlichkeit“, werden aus den elaborierten Mündern der geschliffen formulierenden Verantwortungsträger bei jedem Anwurf von Kritik hören, dass es polemisch sei zu fordern, Frings zur Kopiernutte zu degradieren. Darüber hinaus werden wir lernen, dass es überdies auch keine Verschwendung von Steuergeldern sei, wenn Frings in einer sinnvollen und seiner Qualifikation entsprechenden Funktion beschäftigt sei.

Die geübten Redner dieser Stadt werden das schon verkaufen. Und all jene, die das nicht können, werden die Auffassung vertreten, dass jeder eine zweite Chance verdient habe.

Qualifikation war nie das Problem, sondern Charakter. Man könnte sich fragen, wer fickt hier eigentlich wen, aber das ist vermutlich ebenfalls Polemik. Ordinäre Polemik. Nach der Polemik kommt – sagt die Sozialpsychologie – der Protest. Aber nicht in Gelsenkirchen. Dafür hat diese Stadt einfach zuviele ekelhafte Speichellecker – sage ich. Und letztlich ist da ja auch noch das Gericht. Frings hat ein Anrecht darauf. Warum? Weil er’s kann und ihr Opfer eben keine Chance habt, ihn dran zu hindern.

Frings bekommt Stabsstelle bei der Gafög

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2 Kommentare zu “Frings bekommt Stabsstelle bei der Gafög.”

  1. Konrad
    23. August 2016 at 10:14 #

    Es wäre schön, wenn dass Gelsenkirchen Blog diesen Dr. Stefan Lob in seiner Funktion als ehrenamts Richter beleuchten würde. Dass es in Gelsenkirchen mal soweit kommt, habe ich nicht für möglich gehalten.

  2. Dennis
    23. August 2016 at 10:48 #

    Hallo Konrad, da gibt’s für mich nicht weiter etwas zu beleuchten. Hier hat die WAZ sich schon drüber ausgelassen: Siehe: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/lobs-ehrenamt-mit-nebenwirkungen-aimp-id11352959.html#plx295322843

    Kann man so machen, schön isses nich.

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