Familiendrama in Schalke.

22 January 2010 von Dennis

In Gelsenkirchen-Schalke sind ein 38-jähriger Mann und eine 39-jährige Frau tot aufgefunden worden. Wie Radio Emscher Lippe berichtet, soll es sich wohlmöglich um ein Familiendrama handeln. Nach Angaben der Polizei sollen die Ehepartner schwere Stichverletzungen aufweisen und daran auch verstorben sein. Beim Eintreffen der Rettungskräfte soll ein Ehepartner noch gelebt haben. Auf dem Weg zum Krankenhaus sei er jedoch verstorben. Genauere Angaben über die Tat seien bisher noch unbekannt, so ein Sprecher der Polizei in Gelsenkirchen.

Update: DerWesten.de berichtet.



1 Kommentare

  1. gelsener sagt:

    Na, dagegen schreibt die WAZ ja richtig Klartext….
    Habe in der Jugend die Bücher des italo-amerikanischen Autors Mario Puzo verschlungen. Es war die Paten Hochzeit mit der 1. Verfilmung (die Schlechteste, der 3.Teil ist für die Ewigkeit gemacht). Aber er hat viel mehr geschrieben, sehr gute Bücher. Die sprachen mich auch an weil hier in Horst früher mal Klein Sizilien war oder auch Kalabrien. Bevor die anatolischen Stämme siedelten zogen Osterprozessionen durch die Strassen gesäumt von kleinen alten Frauen in schwarzen Kleidern. Die kaum oder gar nicht deutsch sprachen. Viele waren auch polnischen Ursprungs. Also so viel anders wie heute war das nicht. Zurück zu Puzo. Eines seiner Bücher hat einen autobiografischen Hintergrund. Er beschreibt das Leben eines Spielsüchtigen das ihn von New York nach Las Vegas führt. In New York wohnte er mit seiner Frau in einer Sozialsiedlung im Stadtteil Bronx. Zuerst eine erträgliche Gegend für ihn (wahrscheinlich überwiegend Italiener) wurde diese immer mehr MultiKulti. Und damit nahmen die Probleme herum drastisch zu. Eines Tages wurde er Zeuge wie ein Afro-Amerikaner am offenen Fenster eine Frau fast erschlug. “Da wußte ich es war an der Zeit die Gegend zu verlassen…” Nun in meiner Jugend war das Geschrei von Frauen auch hier an der Tagesordnung. Und das Gebrüll der Männer. Besonders Wochenends wenn Fenster an warmen Tagen offen standen. Das ging von tiefen Stöhnlauten (auch tagsüber, besonders Sonntags nachmittags) die ich damals nicht einordnen konnte. Über endlose Anschreiereien. Mit Türenkrachen, heulenden Kindern und als Highlight dann zerbrechendes Geschirr. Irgendwann dann Schlaggeräusche mit meist folgender Stille. Endlich. So etwas sitzt tief in einem als Erinnerung. Und später meint man dann den Weg einer Problemlösung zu sehen wenn man in einer ähnlichen Situation ist. So ist das halt im Getto bei der Unterschicht… Hier jetzt mit Schablonen zu kommen, Steinzeitmenschen, Mann-Frau Böse-Gut, das passt auch nicht. Die Weiber hier waren ganz schön gewaltbereit. Besonders habe ich die jugoslawischen Gastarbeiterinnen von der Glasfabrik in Erinnerung. Besser da einen großen Bogen drum zu machen wenn sie zur Essener flanierten für uns Kinder. Und dann die Hahnenkämpfe vor der Unterkunft wenn abends die Männer kamen. An der Boyer Str. wurde abendlich oft herumgeschossen. Knall oder Kleinkaliber, wohl beides. Die 2takt-Mopeds dazu waren infernalisch laut und stanken wie die Pest. Verkehrs und Ortsschilder wurden regelmässig erneuert weil sie durchlöchert waren wie Siebe. KK gabs ja ab 18 frei zu kaufen. So wie Stahlruten, Stilletos… Gegenüber wohnten die Kosubs. Beide Söhne waren sehr bekannte Bankräuber. Einen lernte ich noch kennen durch meinen älteren Bruder, die waren eine Generation. Das war anfangs der 70ger. Er machte kurz nach der Haftentlassung mit einem funkelnagelneuen Commodore Coupe viel Eindruck. Ein 6Zylinder GS oder GS/E. Die kleinen Leute hatten damals Geld auch durch Arbeit. Versteuert und schwarz. Wer es sparte, eine preiswerte Eigentumswohnung kaufte (damals Neubauten, nicht die Ruinen der damals schon alten Siedlungen die heute von den Gesellschaften vermarktet werden…) legte den Grundstock zu einem kleinen Wohlstand auch für die Kinder. Bezahlbare Bildung, Ausbildung, gut bezahlte Arbeit.. Wer es nicht tat dessen Kinder gucken heute in die Röhre (bildlich und wirklich, DSDS) und sind auf Hartz4. Mal gucken wie das weiter geht.

1 Trackbacks

  1. Leiche in Bueraner Keller aufgefunden. // Gelsenkirchen Blog Says:

    [...] Wahrscheinlichkeit nach um einen 39-jährigen Gelsenkirchener handeln. Dies ist nun bereits der zweite grauenvolle Leichenfund in diesem Jahr. Sag's weiter! [...]

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