Es fehlen die brennenden Mülltonnen.

Es fehlen die brennenden Mülltonnen.

Was das Stadtmarketing nicht macht, machen andere besser. Leider mit den falschen Imperativen.

Der Gelsenkirchener Consolpark ist im Sommer eine Oase der Erholung. Grün, spielende Kinder auf den weitläufigen Wiesen und in den neugestalteten Sandkästen. Die Sportanlange im Consolpark vermittelt darüber hinaus durchaus Anspruch. Bisher ist es leider noch niemandem (sieht man von Frank Bürgins 2 Sekündern in den Gelsenkirchenern Imagefilmen zur Kulturhauptstadt einmal ab) gelungen, diese positiven Aspekte vor der einzigartigen Industriekulisse filmisch herauszuarbeiten.

Die Industriekulisse, die im übrigen auch ein Theater beheimatet, finden auch Rapper cool, wie ich jetzt auf Facebook sehen konnte. Mit einem wirklich richtig gut geschnittenen Musikvideo bekommt der Consolpark einen gänzlich anderen Anstrich, als es sich die Berufskommunikatoren der Stadt Gelsenkirchen wohl wünschen werden. Bismarck und sein Consolpark wird zum Ghetto. Es fehlt nur noch an brennenden Mülltonnen, dann ist das Zerrbild komplett.

Künstlerisch finde ich das Projekt richtig gut gelungen. Kommunikationsstrategisch ist es unglücklich. Für RTL und Co. sind derartige Überteibungen ein gefundenes Fressen, um den Niedergang Gelsenkirchens zu belegen.

Ein Kommentar zu “Es fehlen die brennenden Mülltonnen.”

  1. Tschoepe
    21. November 2011 at 21:20 #

    Ah, das Prekariat mit Migrationshintergrund mal wieder…

    Weiss nicht, soll man dazu überhaupt noch was sagen? Gibt’s überall, auch in Gelsenkirchen. Immerhin scheint der Consol-Park noch nicht zur No-Go-Area für friedliebende Menschen geworden zu sein, die dort einfach spazieren oder mit den Kindern spielen wollen – oder?

    Ohne unken zu wollen: da sehe ich doch lieber mehr oder minder diskrete weiße Wohnwagen an der Bickernstraße als solche Versammlungen, wie sie in dem verlinkten Clip zu sehen sind – Stichwort „subjektives Sicherheitsgefühl“.

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