Ein Satz mit x, das war wohl nix.

13 May 2007 von Dennis

Schalke hat verloren. Das macht nicht’s. Schlimmer ist, das Schalke gegen den BVB verloren hat. Noch schlimmer ist, dass es bei einem so sehr wichtigen Spiel passierte. Und wer den Schaden hat, der braucht für den Spot nicht zu sorgen. In der Lokalität Kenkenberg hat man geweint. Auf meinem Weg nach Marl, riefen mir BvB Fans hinterher, dass Schalke einfach zu doof sei. Wir seien Meister zum Scherzen. All das nur,weil ich ein Gelsenkirchener Kennzeichen habe. Und auch insgesamt war es wohl besser, sich nicht als blau-weiß zu outen. Die Rivalität ist Methode. “Hass und Tod dem BvB” halt es durch die Straßen Bismarcks. Eine sportliche Beurteilung überlasse ich Bloggern, die sich damit auskennen. Für eine gewisse Form von Identifizierung habe ich Verständnis, für blinden Hass untereinander nicht. Grundsätzlich erscheint die Idee einer Ruhrstadt, angesichts dieser “Hasstriaden”, für mich in einem etwas anderen Licht.


9 Kommentare

  1. Matthias K. sagt:

    Auch ich als bekennender Schalker (danke für die Verlinkung) habe kein Verständnis für diesen Hass untereinander.

    Ich bin Patenonkel eines kleinen Mädchens, deren Vater Dortmunder und fanatischer Fan des BVB ist. Gestern hatte die kleine Geburtstag und heute wurde gefeiert. Gestern ging ja aus verständlichen Gründen nicht. ;-)

    Bei unserer Ankunft in der verbotenen Stadt heute wurde natürlich das ganze Spiel noch einmal durchgesprochen und analysiert. Natürlich in einer entspannten Atmosphäre und frei von Spott. Sicherlich gab es Spitzen in die eine oder andere Richtung, aber dieses Beispiel zeigt doch, dass es geht.

    Warum können nicht alle Fans diesen sachlichen Umgang miteinander pflegen? Das würde das Ganze doch nicht weniger spannend machen, oder?

    Ich schließe mich einer Aussage an, die vor dem Bochum-Spiel zu lesen war: Rivalität ja, Gewalt nein!

  2. Sonja sagt:

    Ich finde das Zitat von Matthias nicht schlecht. Ich bin selbst Sportlerin (wenn auch nicht im Fußball) und kenne mich ein wenig aus.

    Was ich allerdings nicht leiden kann ist, wenn ich abends durch die Stadt (Marl) gehe und dabei Angst haben muss verprügelt zu werden, nur weil Schalke verloren hat.

    Die Situation: Hinter mir liefen 4 ältere Personen, mir kam ein grimmiges Schalke-Päärchen entgegen, die so aussahen, als habe Schalke verloren (zu der Zeit wußte ich das noch nicht). Ich lief etwas ängstlich an dem Päärchen vorbei, da fragen die hinter mir doch allen ernstes, wie der S04 gespielt habe. Ich traute mich gar nicht mehr mich umzudrehen. Doch das Päärchen sagte wohl nur: “Scheiße” und ging weiter.

    Leider wird Schalke und BVB immer mit Prügel in Verbindung gebracht…

  3. Annabell sagt:

    Ich stimme dir zu. Ich war auch im Stadion. Und ich kann wirklich nicht verstehen, warum auf dem Rückweg immer einzelne Schalker angepöbelt worden sind. Das hat schon nichts mehr mit Fan-Sein zu tun, das ist eine Art von Rassismus.
    Und im Grunde genommen vereint uns Ruhrgebietsvereine ja auch jede Menge.
    Gruß,
    Annabell

  4. Jens sagt:

    Rivalität finde ich auch in Ordnung. Man muß ja nach dem Fußball-WE etwas haben, worüber man mit seinen Kollegen reden kann.

    Wenn es jedoch in Gewalt ausartet dann ist das absolut daneben. Jedoch glaube ich schon, dass auch eine gemeinsame Metropole/Stadt/Ruhrwasauchimmer es aushalten kann, dass man verschiedene Fußballvereine hat. Oder würde jemand ernsthaft behaupten Hamburg oder München wären keine geeinten Städte, weil es dort min. zwei Lokalrivalen gibt?

  5. Dennis sagt:

    Es geht um den Hass. Wie Annabell das richtig beschrieben hat. Es erscheint wie eine Form von Rassismus. Wenn Bremen gegen den BvB 09 spielt bin ich selbstredend für den BvB. Was habe ich mit Bremen zu tun ? Wenn Schalke gegen Mainz oder Köln spielt, sind einige Fans des BvB’s für einen dieser Vereine, aber nicht für Schalke, weil Schalke ist ja Erzfeind (und umgekehrt). Das ist in gewisser Weise doch ein Indikator für eine fehlende Identifizierung mit der Region.

  6. Sven sagt:

    Dennis du redest dich um Kopf und Kragen, hier liest bald kein Schalker mehr*g

  7. Jens sagt:

    Ich würde niemals mir unbekannte Schalker anpöbeln. Wenn ich Schalker verbal an diesen tollen Derbysieg erinnere dann nur die, die ich persönlich gut kenne. Und da ist es dann meiner Meinung nach auch akzeptiert bzw. wird geradezu erwartet (am Montag “Warum kommst Du erst jetzt? Ich ging davon aus, dass Du sofort zu Arbeitsbeginn mir vom tollen Spiel des BVBs erzählen würdest?!”).

    Einen Verein wie den S04 nicht zu mögen heißt ja nicht gleich im Umkehrschluß ihn zu hassen.

  8. Dennis sagt:

    Jens dat weiß ich doch. Ich meine aber explizit die, die HASSEN und dieses lautstark zum Ausdruck bringen, anpöbeln und in Ausnahmen auch mal zuschlagen. xD. Ich finde es schön, dass “Hass” bei dir gedanklich ausgeschlossen zu sein scheint.

  9. ralphs sagt:

    Hoffen wir, dass heute endlich wieder Fussball gespielt wird auf Schalke.

3 Trackbacks

  1. Revier-Derby Says:

    Für mehr Solidarität…

    Ich nehme den Beitrag von Dennis zum Anlass (Matthias und ich haben uns dort auch schon mit Kommentaren beteiligt), mal etwas über die “Rivalität” der Vereine untereinander zu schreiben.
    Nach dem Derby am Samstag war die Stimmung …

  2. Pottblog Says:

    Warum Schalke nicht Meister werden darf!…

    Als Fan von Borussia Dortmund bin ich natürlich der Meinung, daß der FC Schalke 04 nicht Meister werden darf. Genauere Begründungen finden sich in dem Beitrag Warum Gelsenkirchen nicht Meister werden darf! bei der WAZ. Aus schwarz-gelben…

  3. WAZ Finalblog Says:

    Das Wunder von Gelsenkirchen – oder: Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust…

    Als Anhnger von Borussia Dortmund schaut man sich die Tabellenspitze im Bundesliga-Finale nicht gedankenlos an. Insofern mal ein Beitrag der vielleicht einige hier angesichts meiner schwarz-gelb gefrbten BVB-Brille 䤼berraschend wird:…

Ihre Meinung ist wertvoll.




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