Die Woche der Wahrheit

Nach den doch recht spektakulären Last-Minute-Transfers von Jose Manuel Jurado und Klaas-Jan Huntelaar am letzten Tag der Transferperiode beginnt für den FC Schalke 04 nun das, was man wohl eine Woche der Wahrheit nennen kann.

Am Freitagabend muss die Mannschaft von Trainer Felix Magath beim derzeitigen Tabellenführer aus Hoffenheim antreten. Sicherlich keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass das Team nach den zahlreichen späten Transfers noch weit davon entfernt ist, eingespielt zu sein, während die Hoffenheimer das Kerngerüst ihrer Mannschaft erhalten konnten und bereits gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, präzise und einstudierte Angriffszüge vorzutragen. Für die zuletzt schwächelnde Schalker Abwehr könnte dies durchaus zum Problem werden.

Die Hoffnungen ruhen daher auf dem neuen Top-Stürmer an der Seite von Raul, Klaas-Jan Huntelaar, der gestern offiziell in der Arena vorgestellt wurde. Felix Magath hofft, dass er den Stürmer bereits am Freitag einsetzen kann, da er bereits bei Real Madrid mit Raul zusammen gespielt hat und auch in einer guten Form zu den Schalkern stößt.

Am letzten Freitag und dem darauf folgenden Dienstag spielte Huntelaar für die Niederlande in der EM-Qualifikation gegen San Marino und Finnland und erzielte dabei 5 Tore. Logisch, dass die Schalke Fans hoffen, dass er in Hoffenheim genau dort weitermacht und den Schalkern zu den ersten Punkten in der noch jungen Saison verhilft.

Dies wäre auch der Mannschaft zu wünschen, denn bei einer weiteren Niederlage dürften die nachfolgenden Aufgaben umso schwerer werden. Bereits am Dienstag muss Schalke in der Champions League bei Olympique Lyon antreten und am darauf folgenden Sonntag wartet mit dem Derby gegen Dortmund die nächste große Herausforderung in der Arena.

Wie üblich wird bereits jetzt die Stimmung aufgeheizt. Rund 4000 Dortmunder Fans verkündeten, dass sie nicht bereit sind, den von Schalke erhobenen Top-Zuschlag zu bezahlen und ihre Tickets zurückgeben werden. Auch Trainer Jürgen Klopp schaltete sich wenig professionell ein, indem er verkündete, dass er die Fans verstehen kann, und ihnen riet, nicht zum Derby zu fahren: „Wir finanzieren Schalke doch keinen Huntelaar.“

Liebe Dortmunder. Ich kann dazu nur sagen: Peinlich! Mal ganz ehrlich: Jeder Verein in der Bundesliga erhebt Top-Zuschläge. Das ist eine ganz normale Sache. Sagt doch einfach, dass ihr Angst habt zusehen zu müssen, wie euch Raul und Huntelaar auseinander nehmen. Ob ihr nun anreist oder nicht, tut sowieso nicht allzu viel zur Sache. Die Wartelisten sind rappel voll und ca. 4000 Schalker werden sich sicherlich freuen, wenn eure Tickets zurückgegeben werden und in den offenen Verkauf kommen.

Allerdings muss man auch sagen: Sollte die Mannschaft von Felix Magath nach der kommenden Woche immer noch mit 0 Punkten da stehen, dann brennt auf Schalke der Baum. Sicherlich müssen sich die neuen Spieler erst finden, nachdem die Mannschaft derart umgebaut wurde. Allerdings darf man dabei die Ziele nicht aus den Augen verlieren. Sollte man in eine negativ Serie geraten, glaube ich kaum, dass es den Schalkern wie im letzten Jahr den Bayern gelingt, nach einem schwachen Start noch in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Was das Verfehlen eines europäischen Wettbewerbs finanziell bedeuten würde, muss ich wohl nicht erwähnen.

Felix Magath ist in diesem Jahr ein hohes Risiko eingegangen. Man kann nur hoffen, dass er recht damit behält und dass sich die neuen Top-Spieler schnell integrieren werden und die Mannschaft die Kurve kriegt.

Fotos unter CC-Lizenz:

Klaas-Jan Huntelaar (Jan S0L0)

Jose Manuel Jurado (Jorge-11)

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2 Kommentare zu “Die Woche der Wahrheit”

  1. Hennig Ortwin
    1. November 2010 at 10:28 #

    Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure,

    der S.o4, war ist und bleibt immer ein interessantes Thema.
    Zur Zeit haben viele Aktive es noch gar nicht mal gerafft und begriffen, was der Tabellenplatz bedeutet. Die jungen „Unbekannten“ der letzten Saisong, deren Kontostand von heute auf morgen, auf nie geglaubte Dimensionen stieg, brauchen jetzt wohl eine Saisong lang, um das alles zu verkraften. Man sieht es an den Leistungen.
    Der Trainer und Manager, dem im letzten Jahr die jungen „Unbekannten“ blind überall hin folgten, haben ins Profitum reingerochen und sehen plötzlich, der Trainer ist gar nicht der Messias.(ich nenne den H.Magath
    Messias)
    Dieser selbsternannte Messias, machte seinen Cheff an, er braucht wenigstens 30.Milliönkes, um weiter auf Schalke Fußball spielen zu können.
    Weltmeister mußten her.
    Junge hungrige Leute holte er auch z.B. ein Stürmer aus Kaiserslautern, ein Griche für die Mittelverteidigung und einige viele mehr.
    Keiner dieser jungen Leute darf die eigene Meinung nicht ein mal denken, da lockt die Bank oder sogar die Tribüne. Söldner mit utopischen Gagen müsse spielen, die bringen den S,04 weiter. Siehe die Tabelle.
    Ein H.Rakitic, der wegen seiner utopischen Schnelligkeit und seiner (Spiekstärke) in der Bundesliga überhaupt nichts zu suchen hat, jeder Durchschnittsschuhmacher, besohlt dem H. Rakitic beim laufen die Schuhe.
    Der Messias fuktioniert ihn beim Spielgegen die Bayer-Pillen zum linken Verteidiger um. (SUPER)
    Sein Assistent H. Hollerbach hätte eine bessere Figur abgegeben.
    Lieber Messias, den Haufen bekommen Sie nie in den Griff.
    Verkaufen Sie einen H. Raul in der Winterpause an einen wohlhabenden Klub
    in den Ölstaaten, dem H.Raul tut es gut, er kann den Fußball ausleben, den er zur Zeit spielt. Dem S.04 bringt es noch mal eine gute Ablöse, das über dimensionale Gehalt verschwindet.(die Unsummen sind baldigst sowie so nicht mehr zu stemmen)Es sind genug junge Leute da, die den H. Raul ersetzen können.

    H. Magath es ist nicht erst fünf vor zwölf !!!

    Ortwin Hennig, Beckeradstr. 41, 45897 Gelsenk.-Buer. Tel.: 0209/397662

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