In Deutschland gibt es ja viele prominente Menschen, die sich nach einer erfolgreichen Karriere darum bemühen, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. In der Regel erfolgt dies durch Spenden oder - auf Langfristigkeit und Denkmäler bedacht – durch eigene Stiftungen. Der erfolgreichste deutsche Unternehmensberater Roland Berger hat eine Stiftung, Katharina Witt auch. Doch keine der Stiftungen führt auch nur ansatzweise einen professionelleren Kommunikationsansatz, als die Michael Stich Stiftung.
Dies liegt zum Einen daran, dass sich dort, im Rahmen von Charity-Aktivitäten, das Who is Who der deutschen Werber die Klinke in die Hand gibt und zum Anderen ist der Stiftungszweck, die Aufklärung über die tödliche Krankheit Aids, brisant. Ich persönlich habe niemals bessere, treffendere und gleichzeitig schockierendere Aufklärungskampagnen gesehen, als die der Michael Stich Stiftung. Ich würde Ihnen/Euch liebe Leser, einige meiner favorisierten Anzeigenmotive präsentieren, doch hört es an dieser Stelle leider mit der professionellen Kommunikationskunst bei der Michael Stich Stiftung auf.
Ein Blick ins Impressum klärt auf:
“Die Inhalte auf diesen Webseiten sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte bleiben vorbehalten. Das gilt für die gesamte Website, ihre einzelnen Teile, Grafiken, Layouts, Logos, Filme, Software, Texte und sonstigen Inhalte” (vgl. Impressum MSS).
Dieser Passus is ja noch verständlich und würde schlicht zu der Notwendigkeit führen, eine Genehmigung zur Verwendung bzw. Berichterstattung einzuholen. Doch das Impressum führt aus:
“ Verlinkung:
Die Verlinkung auf Inhalte von www.michael-stich-stiftung.de bzw. der Einbau von Inhalten in Frames ist lediglich Suchmaschinen, Webverzeichnissen und Non-Profit-Seiten (z.B. AIDS- Hilfen, Selbsthilfegruppen, akademischen Webseiten u.a.) nach schriftlicher Genehmigung durch die Michael Stich Stiftung erlaubt. Dabei muss bereits auf der Seite mit dem Hyperlink erkenntlich sein, dass auf die Seite der Michael Stich Stiftung verlinkt wird” (vgl.ebd).
Dieser Passus ist genau so schockierend, wie die Anzeigenmotive. Und weil ich nicht weiß, ob die auch Charity-Anwälte haben, die Blogger für wohltätige Zwecke abmahnen lassen, unterlasse ich die Verlinkung dieser Stiftung ganz einfach. Bin ja n’ Fuchs.
Wenn ich aber mal berühmt werden sollte, gründe ich vielleicht ne’ Stiftung für senile PR-Berater.

