Das PeerBlog ownen rockt!

07 February 2013 von Dennis

Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, wollte sich dieser Tage ein Weblog einrichten. Ein Weblog oder auch Blog genannt, jedenfalls so ein Ding, was vor Facebook mal modern war und von führenden Hamburger Werbern gern auch als Klowand des Internets” tituliert wird.

So eine Klowand ist ein wirklich persönliches Ding, weil die ursprüngliche Idee von Blogs stark an die Schreibroutinen von Tagebüchern erinnert. Blogs sind persönlich, sie sind – natürlich abhängig von den Charakteren ihrer Autoren – in der Meinung konstant und, weil viele Blogs gänzlich privat betrieben werden, gelten sie als authentisch und glaubwürdig.

Sozialromantisch formuliert könnte man sie als die “Digitale Stimme des Volkes” auffassen. Irgend’ ne PR-Blitzbirne im “Resort für Social Media” könnte sich also gedacht haben: “Mensch Peer! Wir adden dich jetzt ganz easy in den “Political Timelines” deiner “Targets” und conecten dich in Echtzeit mit deinen “National Buddies”. Damit würde man die Opposition “ownen” auf dass sie im “Contentstream” untergehen.

Gut, inhaltlich wird der Peer das jetzt nicht vollständig durchdrungen haben, aber dass Persönlichkeiten, die sehr gut pro Redeminute verdienen und auch ungern auf der “Holzbank” von Mittelklassewagen Platz nehmen wollen, ein eigenes “Blog” haben, das klang für Peer bestimmt reizvoll. Doof war jetzt nur, dass so ein Blog auch Inhalte benötigt. Der Social Media Hopser sprach sodann bestimmt vom Twittern und Lifestream-Content. Die sind aber nix für’n Peer, weil er Geschlechtskrankheiten jetzt nicht auch noch braucht und er Alkohol in der Öffentlichkeit verabscheut. Es musste etwas Solides her. Eine bescheidene Redaktion aus Journalisten sollte das Blog füllen. Kann ja nicht angehen, dass Peer selbst Texte verfasst, wer soll dann schließlich Geld verdienen? Selbst für das Blog bezahlen ist auch uncool, das Geld sollen andere ausgeben. Wer? Das ist geheim, weil der Peer ist zwar ein transparenter Politiker, aber ein völlig diskreter Geschäftsmann. Genau wie der Herr Wulff. Ob jetzt ein Backsteinhaus oder ein Weblog, das ist doch egal. Was juckt es die Bürger, woher das Geld kommt, es ist schließlich irgendwie dann doch ein privates Blog. Was Peer Steinbrück mit der SPD am Hut hat, das zeigt das Layout des Peerblogs. Wer zuerst ein SPD-Logo findet, der darf sich was wünschen.

Hoffentlich, dass dieser Mann bald von der Bildfläche verschwindet.
Ich glaub’, die Leute vom “TEAM M2DU5A” haben kein SPD Logo finden können.

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