September, 2007 // Gelsenkirchen Blog - Part 2

Archiv | September, 2007

Der (andauernde) Tiefschlaf der SMG

Posted on 09 September 2007 by Dennis

Jetzt sagt es unser Oberbürgemeister in seiner Online-Kolumne schon selbst: Gelsenkirchen ist nicht immer nur Schlusslicht. Es gibt auch Rankings, die Gelsenkirchen auf den oberen Plätzen führen. So führt Frank Baranowski aus:

“Erst jüngst lobte etwa der Bund der Steuerzahler die günstigen Müllgebühren. Die meisten Kommunen in NRW sind deutlich teurer
(vgl. OB-Kolumne , 8.September 07).”

und überhaupt:

“Auch bei den Abwassergebühren liegt Gelsenkirchen glänzend (vgl. ebd.).”

Top-Aspekt ist jedoch:

“Das Bundesinnenministerium benennt in jedem Jahr die sichersten Städte. Gelsenkirchen liegt aktuell auf Rang 5 der deutschen Großstädte (vgl. ebd).”

Warum diese doch positiven Akspekte kaum jemand kennt, scheint der OB auch zu ahnen:

“Leider finden diese Tabellen häufig wenig Beachtung. (vgl.ebd.)”

Und damit sind wir mitten im Thema. Es darf nicht sein, dass sich die Stadt Gelsenkirchen weiterhin durch abgedrehte Rankings diffamieren lässt und trotz guter Argumente nicht in der Lage ist, diesem Unsinn kommunikativ etwas entgegen zu setzen. Frank Baranowski liefert in seinen Ausführungen fertige und gute Grundlagen für eine kleine Imagekampagne. Eine gute Marketinggesellschaft würde aus diesen Steilvorlagen nun eine gelungene Kampagne zaubern. In Gelsenkirchen aber fragt man sich nur, wieso verdammt niemand weiß, was neben den Defiziten doch positiv ist. Branowski gibt indirekt die Antwort: Es liegt an der mangelnden Beachtung dieser Tabellen. Und, wie ich finde, an der im Tiefschlaf liegenden Stadtmarketinggesellschaft, die vielleicht gar nicht in der Lage ist, diese Aspekte funktional zu kommunizieren.

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Moonlight-Shopping: “Heute kannze’ lange kaufen.”

Posted on 08 September 2007 by Dennis

Im Zuge des Jazzfestes in der Innenstadt, rüsten sich die Händler zu einem weiteren Moonlight-Shopping. Und so öffnen viele Händler der Innenstadt ihre Läden heute bis 22 Uhr. Die vergangenen Moonlight-Shoppings frustrierten die Händler mehr als dass es sie beflügelte, weil der Kundenansturm ausblieb. Auch die Werbegemeinschaft in Buer schien von ihrem Night-Shopping noch nicht restlos begeistert zu sein. Richtig dagegen war die Erkenntnis vom ehemaligen WG-City Chef Winkelmann, dass mit einem höheren Bekanntheitsgrad derartiger Aktionen auch deren Akzeptanz steigt. Und so müsse man das auch öfter veranstalten. Richtig. Und so wird das Moonlight-Shopping heute wieder veranstaltet.

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Das Sterben der Griechen

Posted on 05 September 2007 by Dennis

Die Gastronomie hat offenbar nur zwei natürliche Feinde. Die Schutzgeldmafia und das Finanzamt. Was unangenehmer ist vermag ich nicht zu beurteilen. Letzteres allerdings agiert im Rahmen seiner Möglichkeiten und selbstverständlich im Rahmen des Rechtstaates nicht minder agressiv. So wurden in kurzen Abständen hintereinander zwei meiner Lieblingslokationen vom Finanzamt in den “WIR MACHEN FERIEN” Modus geschickt. Zumindest munkelt man das. Zum Einen haben (vermutlich) die Herren Beamten ausgerechnet meinen Lieblingscurrywurstpommesgyrostellermitallesundnecoke-Dealer in Marl dicht gemacht. Zum Anderen, was schlimmer ist, haben sie ein wirklich geniales, um nicht zu sagen DAS genialste griechische Restaurant “wo geben tut in Herne” einfach so geschlossen. Beide Geschäftsführer lernt man so mit den Jahren ja beiläufig kennen. Und in Kohle schwimmend wirkten wirklich beide nicht. Eher abgekämpft und hart arbeitend. Zudem übrigens sehr seriös. Kann mir persönlich kaum vorstellen, dass sie systematisch Steuern prellen. Und das muss wohl passiert sein, wenn die Butze zugemacht wird und, im Falle des Restaurants, ein ganzer Mitarbeiter Stab in Zukunft wohl Harz4 beantragen muss. Auch dem Martin haben sie die Lieblingsfressbude verrammelt. Es muss ganz ganz schlimm sein im Moment, selbst die FAZ staunt. Vielleicht sollten die Gastronomen besser auf Gammelfleisch umsatteln, um sich etwas dazu zu verdienen. Da kann man seinen Laden selbst dann weiterführen, wenn man überführt wurde. Und auch sonst sind die Fahnder da wohl zärtlicher.

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Werbegemeinschaft City wechselt den Chef.

Posted on 01 September 2007 by Dennis

Die Gelsenkirchener Werbegemeinschaft City wechselt ihre Führung ! Wie die WAZ berichtet, steht Thomas Winkelmann, nach nur einem Jahr an der Spitze, aus “beruflichen Gründen” ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Für frischen Wind in der Werbegemeinschaft City soll nun ein “neuer Alter” sorgen. Der 72-jährige Erich Schmitz, vom gleichnamigen Modehaus, übernimmt nun den Vorsitz der Gemeinschaft. Schmitz selbst, der seit 40 Jahren der Werbegemeinschaft angehört, war von 1997 bis 2002 bereits an der Spitze der WG (vgl.WAZ, 31.8.07). Nun will er “die positive Tendenz”(ebd.) der WG weiterführen. In der Außenwahrnehmung, sprich in den Augen der Händler, die nicht gerade auf der Bahnhofstraße zu finden sind, wird die WG eher weniger positiv wahrgenommen. Ich persönlich empfinde die WG als sehr isoliert und distanziert anderen Werbegemeinschaften gegenüber, was mir verschiedene Einzelhändler auch bestätigen. Die aus meiner Sicht unreflektierte Übernahme der SMG Programmatik und Schönfärberei sind weitere Kritikpunkte, die von Schmitz in Angriff genommen werden müssten. Schon allein der WAZ Artikel betont desöfteren den Aufstieg der Bahnhofstraße. Gelsenkirchen besteht aber eben nicht nur aus der Bahnhofstraße. Ach ja, und für die Zukunft wäre es schön, wenn die Damen und Herren im Büro der WG -insofern sie eines haben- auch mal auf Emails antworten oder eine Website einrichten. Das ist seit mindestens 10 Jahren die Zukunft. Zukunft, die seit 10 Jahren an den Damen und Herren vorbei zu gehen scheint.

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