Archiv | March, 2007

Na? Wen hat der feine Dennis da vor die Linse bekommen ?

Posted on 31 March 2007 by Dennis

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Für das Foto hab ich heut’ den ganzen Tag Ärger mit meiner Frau Guste’ Sonja *g Wäre schon toll, wenn ihr sie wenigstens erkennt.

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Kommt Knut der Eisbär in die Zoom Erlebniswelt nach Gelsenkirchen?

Posted on 31 March 2007 by Dennis

Eine Nachbarin berichtete mir gerade in einem kurzen Plausch, dass der kleine Eisbär Knut, der derzeit so sehr medienpräsent ist, offenbar in den Gelsenkirchener Zoo “Zoom” verlegt werden soll. Wem dem so sein sollte, wäre die Erlebniswelt um eine Attraktion reicher und der gute Knut würde angesichts des Luxuszoo’s zum tierischen Aristokraten. Hat das einer von Euch ebenfalls mitbekommen?

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So langsam

Posted on 30 March 2007 by Dennis

verliere ich wirklich den Glauben an Werbegemeinschaften. Und damit meine ich nicht nur Gelsenkirchener Bündnisse.

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Sportsponsoring ist auch nicht mehr das, was es einmal war.

Posted on 29 March 2007 by Dennis

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Eine ganze Weile beabsichtige ich für meinen Sportverein, im internationalen Motorboot-Slalom, Sponsoren zu akquirieren. Dabei sollen die Gaben nicht einmal monetärer Natur sein. Das vorrangige Ziel meiner Begierde sind Werbematerialien in Form von Schirmen, Aufstellern, Zelten etc, die uns am Wasser (Rhein, Weser, diverse Kanäle in Deutschland usw.) vor Wind und Wetter schützen. Die angedachten Materialien beabsichtigte ich natürlich auszuleihen, wenn wichtige Veranstaltungen (Clubmeisterschaften, Landesmeisterschaften, Deutsche- und Weltmeisterschaften) anstehen und für die betreffenden Firmen eine entsprechende Werbewirkung entstünde.
weiter..

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Quisque suae fortunae faber est

Posted on 29 March 2007 by Dennis

Ein 16-jähriger Junge, der sich in Berlin beim Flatratesaufen ins Koma gesoffen hat, ist heute Nacht gestorben. Bisher habe ich mich zu dem Thema zurückgehalten, da meine Einschätzungen hier mit Sicherheit einigen negativ aufstoßen könnten. Zumindest erlebe ich das häufiger, wenn ich diese darlege. In meinen Ausführungen beziehe ich mich aber nicht auf den “stillen Alkoholismus” des Einzelnen, sondern ausschließlich auf das Phänomen der “kollektiven, jugendlichen Komasäufer”. Stiller Alkoholismus entzieht sich meines erachtens jeglicher Theoretisierbarkeit. In Sonjas Blog wird zum Komasaufen schon heftigst diskutiert. Doch zum Thema:

Ich empfinde den Tod des Jugendlichen durchaus als menschliche Tragödie. Mitleid oder Mitgefühl empfinde ich jedoch nicht. Schon gar nicht gegenüber den Eltern. Zu meiner Begründung: Die Jugendlichen – und damit meine ich eine nicht repräsentative Anzahl mir bekannter Jugendlicher unterschiedlicher Schichtzugehörigkeit – saufen sich regelmäßig die Kappe ab und begründen dies zu 100% – und ja, ich meine ausnahmslos ALLE – mit dem Saufen selbst. Saufen scheint selbstreferentiell. Saufen um des Saufens Willen. Idealerweise kombiniert mit Spass und Gesellschaft. Wobei wir meiner Einschätzung nach auch schon bei einem möglichen sozialpsychologischen Erklärungsansatz angelangt sind: Der Spassgesellschaft. Es geht weitestgehend darum, den Rausch zu erleben. Wer nüchtern bleibt, verpasst was. Und das ist in der Tat ein Makel in einer von Eudämonismus und in vielen Fällen auch Hedonismus geprägten Jugendkultur. In meiner Ansicht widerspreche ich ebenfalls der Auffassung der zeitgenössischen Soziologie und Sozialisationforschung. Der renommierte Soziologe Klaus Hurrelmann erklärt in einem TAZ Interview, dass Leistungsdruck, der auf die Jugendlichen einwirke, für den Alkoholmissbrauch verantwortlich sei:

“Meine Interpretation ist, dass diese Gruppe Alkohol als Ausgleichsdroge konsumiert, so wie wir es bisher von Drogen wie Ecstasy oder Kokain kannten. Der Leistungsdruck hat in den letzen Jahren zugenommen, die Anspannung während der Woche steigt. Am Wochenende wollen die Jugendlichen diesem Druck innerhalb von Minuten entfliehen. Alkohol ist dafür zu einem probaten Mittel geworden” (vgl. Hurrelmann in TAZ).

Diese Ansicht spielt sicherlich in den Umgang mit Alkohol hinein, erklärt aber nicht das kollektive KO-Saufen. Warum? Weil unter den Jugendlichen auch Individuen sind, die frei sind vom Leistungsdruck und trotzdem saufen. Es saufen schließlich auch die Leistungseliten, die in der Schule alles mit Leichtigkeit bewältigen, die u.U. gelangweilten Zivildienstleistenden, die Arbeitslosen etc. Gesoffen wird in allen Schichten gleichermaßen. Ich denke, dass sich nur die Lokationen unterscheiden, nicht aber die Intensität. Saufen ist vielmehr zu einer Norm geworden, die inkludiert. Wer als Jugendlicher nicht als “verpeilt” gelten will, der kennt auf die Frage “Wie schmeckt “Wodka-Redbull” eine Antwort. Die hoffnungslos unter Kontrollverlust leidende Riege der Eltern, blickt planlos und unreflektiert aufs Gelage und rechtfertigt sich mit Sätzchen wie “So ist das heute” oder auch schön “Die sind jung und wollen was erleben. Man wird ja so schnell alt”. Dass man das u.U. nicht wird, zeigt der aktuelle Todesfall. Schlimm in einem solchen Fall sind die Presseberichte und die Suche nach Schuldigen. Es soll untersucht werden, ob der Wirt es nicht hätte unterbinden können, dass der Jugendliche soviel trinkt. Freunde sollen verhört werden und es wird geprüft, ob die nicht eine Mitschuld am Tod des Jungen tragen. Das niemand ausser der dumme Junge selbst daran schuld ist, dass er jetzt im Kühlschrank liegt, reflektiert niemand. Er ist NÜCHTERN mit seinen Kumpels und dem Ziel losgezogen Spass zu haben und sich sinnlos zu besaufen. Es war auch nicht der Wirt, der ihm das Glas hob. Er war es selbst, wohl wissend um die Wirkung. ER hätte zur rechten Zeit aufhören können. Und ich bin mir definitiv sicher, dass es nicht sein erstes Trinkgelage war. Aus diesem Grunde wäre es sinnvoll, nicht den Wirt zu verhören, sondern die Eltern. Insofern die sein Alkoholkonsum billigend in Kauf genommen haben, gehören die aus meiner Sicht mit einer Haftstrafe bestraft. Zumindest würde dies, die dümmlichen Rechtfertigungen naiver “Eltern” endlich fraglich erscheinen lassen.

Was ich sagen will: Das Komasaufen ist die Kulturtechnik einer fehlgeleiteten Jugendkultur, die den Spass und Rausch als im höchsten Maße erstrebenswert postuliert und von einer dümmlich-naiven und vor allem kontrollverlustigen Elternschaft begünstigt wird. Die Schuld für den Tod in der Werbung, im Angebot des Flatratesaufens oder gar in der Verantwortung der Politik zu suchen ist nicht nur absurd, sondern gerade zu skandalös. Das gesunde Selbst ist Herr im eigenen Haus!

Jeder ist seines Glückes Schmied. Auch mit sechzehn.

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