Archiv | November, 2006

Game Overbility

Posted on 22 November 2006 by Dennis

Es ist wieder Zeit kamerageile Psychologen auf den Fernsehschirm zu lassen, die uns darüber aufklären, dass das Konsumieren von Computerspielen mit gewalttätigem Inhalt in direktem Zusammenhang mit den Ausrastern der feinen Herren Steinhäuser und Sebastian B. steht.
Ich zitier mich ungern selbst, aber liest du hier: “Robert Steinhäuser, der wie oben angesprochen bei einem Amoklauf seine Mitschüler, Lehrer und letztendlich sich selbst richtete, soll regelmäßig Gewaltvideos konsumiert haben und leidenschaftlicher Anhänger des Computerspiels „Counter-Strike“ gewesen sein. Allen voran die Boulevardpresse konstruierte daraus eine mediale Kausalkette, mit der sie sogar die zum Tatzeitpunkt getragene Kleidung Steinhäusers zu erklären vermochte. Steinhäuser habe sich durch Gewaltvideos kurz zuvor inspirieren lassen und am Egoshooter „Counter-strike“ für seine Tat geübt. So, oder zumindest in dieser monokausalen Darstellung berichteten viele Medien kurz nach der Tat. Die Medienwirkungsforschung hingegen weist ausdrücklich darauf hin, dass „[…] der Zusammenhang zwischen Mediengewalt und Auswirkungen beim Rezipienten durch verschiedene Einflussfaktoren moderiert wird, die den Medieninhalt, die Person des Rezipienten und dessen soziales Umfeld betreffen“(vgl. bmfsfj 2004 S.7). Eine Berichterstattung, die den Zusammenhang von medialer Gewalt und Gewaltverhalten monokausal darstellt ist absurd, denn der „[…] Beitrag von Mediengewalt zur Erklärung des Gewaltverhaltens beträgt Meta-Analysen zufolge höchstens 9%. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch methodisch nicht einwandfreie Studien in die Analyse eingegangen sind“ (vgl. bmfsfj 2004 S.8).
Unter diesen Rahmenbedingungen erscheint es also müßig diese Diskussion in den Mittelpunkt der pädagogischen Betrachtung zu stellen. Interessanter erscheint die Frage nach dem Grund, warum sich Jugendliche so stark den Medien zuwenden. ” (Wiss. Arbeit zum Thema “Sozialisation durch Medien” D. Zitzewitz 2006.)
Und nun debatieren wir ein weiteres Jahr über das Verbot von Counterstrike.

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Bänke ab, Affe tot?

Posted on 17 November 2006 by Dennis

Auf die aufflammende Kriminalität am Trinenkamp lässt sich kaum kreativer reagieren als es die gute alte Bogestra tut. Denn nachdem die Welle der Gewalt öffentlich wurde, ließ sie kurzerhand die Sitzgelegenheiten abmontieren. Die Intention ist einleuchtend: Keine Bänke, keine Versammlung, keine Kriminalität. Ein edles Motiv in einer rauen Zeit. Doch ist die Rechnung allein durch diesen Bärendienst nicht beglichen, leiden doch die Hopser und Mützen nicht an Altersschwäche, sondern an Hirnarmut und chronischer Langeweile. Aber: Es ist gut, dass die Bogestra im Unterschied zur Stadt überhaupt (sichtbar) reagiert. Mein Neffe, von nicht zu verachtender Statur, wurde gestern ebenfalls von einem ca. 15 jährigen auf der Rolltreppe der Haltestelle angepöbelt und beleidigt. Als er darauf verärgert reagierte und fragte, was der Stress soll, antwortete ein weit älterer Jugendlicher, der hinzustieß, dass er die Fresse zu halten habe und sich nicht gegen die Libobande aufzulehnen habe, sonst würde man ihm den Lauf seiner Pistole in den Arsch stecken und man wisse ja, was dann passiere. Ich weiß nur was passiert, wenn man die Hobser in ihr Heimatland abschiebt. Sie werden entweder von einer Mine zerrissen oder vom Panzer zermatscht. Alternativ werden sie vielleicht durch Heckenschützen getötet. So populistisch es klingt, manche Leute haben…….

P.S. Von Polizei war da keine Spur. Wozu auch, fährt ja auch keiner zu schnell da.

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Gelsenkirchener Präventionsrat

Posted on 16 November 2006 by Dennis

Ich habe etwas suchen müssen, aber ich habe ihn dann doch gefunden. Im Kontext der eskalierenden Gewalt am Trinenkamp ,war in der Presse häufig vom Bismarcker Präventionsrat die Rede. Dieser findet sich hier . Wer Interesse hat, kann ja mal reinschauen.

Aber:
An dieser Internetpräsentation wird:

“[...] noch gearbeitet. Wir haben uns aber zum Ziel gesetzt, dass alle
Informationen schnell und einfach gefunden werden und wir auch ein Forum für Diskussionen bieten”(Quelle: ebd.).

Könn wa die Hopser ja ma vielleicht zu einladen. Zu sonne Diskussion.

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How to become a real Hopser

Posted on 11 November 2006 by Dennis

Die Hopser / Mützengeschichte erregt die Gemüter. Heute habe ich einen Link zugeschickt bekommen, der diese Laune der Natur näher charakterisiert. Find ich schön .
Danke an Patrick S. aus Gelsenkirchen, der mir folgende Zeilen schrieb:

Soviel also zu Hopsern!! :-D
http://www.blogigo.de/neff87/So-wird-man-Hip-Hopser/7/

Aber ich hab immer noch net so ganz geschnallt, wer oder was eigentlich “Mützen” und “Tüten” sind?? Na gut, “Tüten” kann ich noch irgendwie mit “Kiefern” ääähhh “Kiffern” ;-) in Verbindung bringen, aber “Mützen”?!
Bertreib mal Aufklärung
für mich plz….

Das will ich tun: Mützen sind eben solche Menschen, die hinter deinem Link treffend beschrieben sind und vornehmlich mit solchen Mützen durch die Gegend irren.

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Von Mützen und Tüten.

Posted on 06 November 2006 by Dennis

Mützen und Tüten ist nicht der Titel eines neuen Otto Films, sondern Mützen und Tüten markieren den rasenden Untergang Bismarcks in der Kriminalitätsstatistik.  An der Haltestelle Trinenkamp tobt der Bär, hüpft der Hopser oder pöbelt die Mütze. Man kann das sehen wie man will, aber dass es Tüten günstig “anne Trine” gibt, weiß man bald bis in die untersten Hierachieebenen der organisierten Kriminalität in Gelsenkirchener Grundschulen. Nur die Gelsenkirchener Polizei hat davon offenbar noch nicht gehört. War ja aber bisher auch egal, schließlich liefen die Geschäfte und Pöbeleien ausschließlich zwischen Hopser und Mütze, vornehmlich unterschichtsintern ab. Nun aber greifen die Hopser und Mützen nach dem Wohlstandsarsch und so lässt sich nicht lange auf herzzerreissende Zeitungsschlagzeilen warten. Wie die in der letzten Woche: Eine Mutter “begehrt auf” gegen die Gewalt am Trinenkamp. Feinste Prosa, im Rosamunde Pilcher Stil, bekam man da zu lesen. Ihr Sohn sei von Jugendlichen “abgezogen” worden und jetzt fordere Sie im Gleichklang mit dem Bismacker Präventionsrat (was das ist, muss ich erst noch ergründen, davon hab ich noch nie gehört ) stärkere Polizeipräsenz und verstärkte Sozialarbeit im Stadtteil. Beim Aufbegehren wollte die Mutter aber anonym bleiben – aus Angst vor Rache. 

Welches Gesellschaftsbild bei dieser Frau im Kopf herrscht, vermag ich nicht zu ergründen. Die Dame geht ernsthaft davon aus, dass die Hopser Zeitung lesen. Das grenzt an Gottvertrauen, schließlich weiß man nicht einmal, ob die überhaupt lesen können. Was das Aufbegehren der Mutter gebracht hat, steht heute in der WAZ : “Bismarck kommt nicht zur Ruhe – Drei Jugend-Straftaten in dreieinhalb Stunden” Gelsenkirchens Polizei ist mit einem Rudel pubertierender Hopser überfordert, aber parken Sie mal Ihr Fahrzeug 3 min im Halteverbot vor der Apotheke… 

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