Archiv | July, 2006

Anne Tanke is’ wat los….

Posted on 26 July 2006 by Dennis

Anne Tanke is’ wat los….

boar glaubse, dat Wetter lässt alle n’ bissel die Murmel überhitzen. Gestern war ich quasi berufsbedingt anne Tanke in Bochum Wattenscheid. Da hab ich dann das übliche Program abgezogen und wollte zahlen. Kam aber kaum innen Verkaufsraum rein, weil dat da zu voll war. Dabei war der Saft gar nich günstich mit 1.36 neun. Nach ca. 5 min im wohl klimatisierten Raum, rief plötzlich die Tante anna Kasse: “Der Herr mit der zerissenen Hose und den blonden Haaren: Sie sind der letzte, haben Sie noch ein Minütchen Zeit oder soll ich die Kollegin nach vorn holen.” Ich sach, ne ne ich hab Zeit, immer mitte Ruhe, is ja auch schön kühl hier. Sie dann: “Alles klar!”

Nach zirka 3 min war ich dann anne Reihe und konnt’ zahlen. Nebenbei bemerkte die Dame, dass ich entspannt rüber komme und ob ich Urlaub hätte. Da hab ich mir ehrlich gesacht schon son bissel Gedanken gemacht, ob die mich verarschen will. Weil erstens kann die gar nicht wissen wie ich “unentspannt” rüberkomme und zweitens war ich quasi mitten in meiner Arbeitszeit da. Also dachte ich, veraschte mal zurück und hab gesacht:

” NEE, ne dat is bei mir immer so , dat liegt quasi inn meine’ Berufsetik. ” Sie antwortet interessiert ” Ohh, aha und was machen Sie, wenn ich fragen darf ? ” Sach ich: “Ich bin Surflehrer” Und ich wusste, spätestens getz merkt Sie, dass dat Berufsfeld des Surflehrers in Bochum- Wattenscheid nur sehr eingeschränkt ausgeübt werden kann. Und auch das schien Ihr leicht zu dämmern und so fragte Sie noch einmal nach: ” Oho, aktiv ? “

Sach ich: “Passiv ertrinkt man !” Sie: (grinste, öffnete die Kasse) “Und wo ?”
Sach ich : “Gelsenkirchen- Bismarck am Hafen aufen Rhein-Herne Kanal”
Nachdem ich dann fertig war und die Schlange hinter mir immer länger wurde, weil die Tante anna Kasse sichtlich mit Ihrer Ratio in Kontakt stand, ob Sie mir das wohl glauben kann oder nich, verabschiedete ich mich mit einem ebenso entspannten : “Hals und Beinbruch und bis dann..”
Es wird Zeit, dass et kühler wird….

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Danke Gelsenkirchen…

Posted on 10 July 2006 by Dennis

…für diese tolle WM. Ich glaube, ich gehöre zu den schärfsten Kritikern dieser Stadt, betrachte oftmals kritisch die gehuldigten “Verbesserungen” und finde häufig harte Worte. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich es nicht für möglich gehalten, dass es der Stadt Gelsenkirchen gelingt, dieses “Kindlein zu schaukeln”. Trugschluß, wie ich zuzugeben habe ! Sie hat es geschafft und das sogar grandios, wie ich finde. Das FAN FEST hat ungeheuer Spass gemacht und war perfekt organisiert. Danke an den den WM Beauftragten Theo Wagner für diese tolle Leistung, die für die Stadt wirklich wichtig war und ist.Tolle Arbeit leistete für mich im Kontext der WM auch die Emschertainment unter Leitung von Dr.Helmut Hasenkox!

Das war wirklich alles “geil”. Auf das es nun auch wirtschaftlich vorwärts geht !

Wenn man will, geht’s doch ……..

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Die H-D-G-D-L Jugend

Posted on 10 July 2006 by Dennis

Im Prinzip sind Trends ja was Feines. Oftmals verändern Trends sogar Jugendkulturen. Jede Generation hatte ihre spezifischen Trends. Blicke ich in meine Kindheit, so fällt mir spontan der Nike Air Max Sportschuh ein, ja genau, der mit der Luftsohle. Oder Adidas Torsion, der mit dem Verschluss zum Drehen. Atari, C64 und Amiga. Der Walkman von Sony oder der Gameboy. Etwas später kam das Tamagotchi, jeder wollte eins haben. 40-75 Flocken haben die Leutz für sowas aufn’ Tisch des Hauses gelegt. In der Schule war man ungern, zwar hatte man 5-6 Kumpels aber eigentlich war man froh, wenn man wieder nach Hause konnte. In den Ferien hielt man nur den nötigsten Kontakt zur “Klassengemeinschaft”. Alle Klassen waren zerütette Gebilde und die Lehrer bemühten sich inständig, die “Klassengemeinschaft” zu pflegen, die aber faktisch gar nicht existierte. Man akzeptierte sich und man schlug sich nicht, aber man hatte sich nicht lieb.

Warum ich das erzähle ? Schon mal in das Handy einer 14-Jährigen geschaut? Der Blick verkehrt garantiert das Klischee von Jugend und Kindheit der Gegenwartsgesellschaft ins Gegenteil. Denn sind wir mal ehrlich: Medien und Lehrerschaft verbreiten in vielen Fällen das Bild einer V-D-O-I-H-D-A-D-F Mentalität. Doch “Verpiss Dich Oder Ich Hau Dir Auf die Fresse” sind uncool und out , wer sagt den bitte heute noch soetwas böses ? Schmusekurs is’ im Moment voll Porno, wage ich zu behaupten. SMS Nachrichten unter Freundinnen mit banalstem Inhalt, werden aufgebauscht zu rührenden Liebesbekundungen, die selbst Rosamunde Pilcher zum würgen brächten.

“Hallo Caro, danke für die Füllerhülle, du bist voll lieb xD* H*D*G*D*L Knutschi Kai”
“Thx 4 the HA in MA sooo lüüüb von Dir *knuddeldich*HDL Caroleinchen”

Wenn ich mir sowas in meiner Jugend geleistet hätte, hätte ich garantiert nur noch mein Tamagochi zum Freund gehabt oder mein Gameboy oder Amiga. Ich mein’, wenn 14 Jährige so miteinander reden, die dabei vielleicht genau so wenig “Klassengemeinschaft” besitzen wie wir damals, wie wollen die später einmal echte Gefühle ausdrücken ? Ich mein’ , können die, wenn sie den Hausaufgabentausch mit einem Antrag honorieren, überhaupt noch eine Steigerung finden ? Ich glaub ma’ nicht.

Wahrscheinlich etabliert sich für die wirklich wichtigen Sachen nüchterner Code:
“Hi Kai, find dich voll Porno. Ficken? Caro”

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