1. Vestische Buchmesse

Am vergangenen Samstag fand die erste „Vestische Buchmesse“ statt. Dazu versammelten sich im Saal der Volkshochschule Recklinghausen 30 Autoren im breitgefächerten Bereich zwischen Lyrik, Kalender und Roman. Live-Lesungen zu jeder halben Stunde, Live-Musik und ein Gewinnspiel sollten ihr übriges tun, um Besucher und Leserschaft anzulocken. Tatsächlich war der entworfene Flyer bzw. die entsprechende Grafik auch nett anzusehen und ließ einen kulturellen Leckerbissen erwarten oder zumindest vermuten, der doch so ungemein gut zur „Stadt der Ruhrfestspiele“ passen würde. Kultur eben. Kultur aus heimischer Erzeugung.

Fand und finde ich auch weiterhin klasse. Ich habe nun als Studienschwerpunkt die Neuere Deutsche Literaturwissenschaft gewählt und da reicht es einem irgendwann nicht mehr, Poetiken oder Abhandlungen aus dem 18. Jahrhundert zu lesen. Irgendwann will man auch mal sehen, was synchron in seiner Nachbarschaft abgeht. Und es ist ja nicht nur meine Nachbarschaft, es ist meine Heimat – born and raised. Ich freute mich also ungemein auf die Buchmesse und hatte sie schon Wochen vorher im Kalender vermerkt. 30 Autoren sind ja nun auch schon ’ne Marke; da wird sicher was Interessantes dabei sein; da kann man gar nicht falsch liegen; ist auch verkehrstechnisch gut zu erreichen… Die euphorischen Hoffnungen ließen sich hier noch zeilenweise addieren.
Und dann kam der Tag der Tage. Wir waren etwa zur Halbzeit da, gegen 15.30 Uhr. Hinter der Eingangstür der VHS wiesen zwei A3-Schilder in Edding-Schmier darauf hin, dass die Buchmesse im 1. OG stattfindet. Also fix mal den Fahrstuhl gerufen (den es immerhin gab) und seicht nach oben heben lassen. Und wie in einem Horrorfilm kamen wir dem Grauen damit näher und näher…
Nach dem Ausstieg kamen wir in einen Saal, der … nunja … nicht viele Institutionen würden sich trauen, so etwas wirklich „Saal“ zu nennen. Linksseitig war wohl sowas wie eine Bühne, rechtsseitig tummelten/konzentrierten/überlagerten sich besagte 30 Autoren. Ich habe tatsächlich nicht nachgezählt. Meine bessere Hälfte schätzte die Präsentation spontan korrekt ein: eine schulische Projektwoche. Die Reihen zwischen den zusammengeschobenen Tischen waren dermaßen eng, dass man sich kaum hindurchzwängen konnte, zumal die wenigen Konversationsgrüppchen sich auch noch in genau diesen Reihen festquatschen mussten. Vielleicht waren sie auch einfach nicht auf weitere Besucher vorbereitet – das muss hier leider tatsächlich angenommen bzw. in Erwägung gezogen werden.
Vielmehr kann ich dazu leider nicht sagen. Ich habe mich – da ich mich wirklich auf diese Veranstaltung gefreut habe und ihr auch einen gewissen Vorschuss privater wie professioneller Natur zugestanden habe – irgendwie verarscht gefühlt. Ich bin es als Student auch gewohnt, auf Treppen oder hinter Wänden zu sitzen. Aber was bei der ersten „Vestischen Büchermesse“ geboten wurde, das mochte ich wirklich nicht ertragen.
Wir haben es zu zweit ganze ein oder zwei Minuten in dem Raum ausgehalten. Das liegt aber nicht daran, dass wir nicht literatur-affin wären, sondern einzig und allein an dem absolut ungenügenden Arrangement der Schriftsteller und ihrer viel zu konzentrierten Form. Leute, das geht nicht! Das dürfte auch den Schriftstellern nicht gefallen haben. Irgendwas zwischen 10 und vielleicht 15 Autoren in diesem Raum hätte funktionieren können…
Ich finde es wirklich schade, dass die „erste Vestische Buchmesse“ in diesem Rahmen abgelaufen ist. Das lässt keine Klasse vermuten und wenn ich mir in diesem wirklich kurzen Augeblick unserer Präsenz eine spontane Einschätzung anhand der Gesichtsausdrücke und der Körperhaltung erlauben darf, war ein Großteil der anwesenden Autoren auch nicht zufrieden. Das sind keine Legehennen, das sind künstlerisch Schaffende! Gebt ihnen den Raum, den sie zu einer ansprechenden Darstellung ihrer Kunst und ihrer Nachricht brauchen! Dann kann die zweite Vestische Buchmesse auch klappen – und ich hoffe ungemein, dass es die geben wird.

19 Kommentare zu “1. Vestische Buchmesse”

  1. die bessere hälfte
    27. November 2011 at 19:03 #

    auch ich möchte mich zu diesem „großereignis“ auch einmal zu wort melden…
    als wir die „großraum veranstaltung“ durch die wunderschöne flügeltür betraten verschlug mich der anblick der „vestischen buchmesse“ augenblicklich in die 7te klasse… der knarrzende alte holzfußboden, die schultische mit versucht hübsch dekorierten projektwochen-ergebnisssen. die „projektleiter“ gelangweilt, keksemampfend hinter ihren präsentationen, lehrer/eltern/opa/oma die sich um den stand des schülers/sprösslings/enkels schaarten und dazu noch jegliche wege verperrten.
    doch ich war nicht mehr in frankfurt, ich war nicht mehr in der 7ten klasse und vorallem war ich nicht bei einer projektwoche!
    ich bin in einer der hochburgen der buchmesse groß geworden, doch selbst ich, habe sicherlich keine 5-hallen veranstaltung wie in frankfurt erwartet. jedoch erhoffte ich mir, dass gerade hier, wo doch nur zu gerne heimat-patriotisch vieles gefördert wird (und ich rede hier nicht von der kohle), auch dem heimischen autor an sich eine würdige plattform zur präsentation seiner – mit sicherheit nicht zu verachtenden – werke geboten wird. doch wirklich weit gefehlt…
    klar das es hier „lediglich“ um „nur“ 30 autoren ging, jedoch hätte man auch diese „würdig“ austellen können. selbst ein raum wie eine aula hätte -in diesem fall richtig präsentiert – ihre volle wirkung auf das ganze gehabt (dazu benötig man lediglich kreativität und begeisterung für das, was man austellen möchte! was ich hier nicht fand…).
    doch der klassenraumflair war meiner meinung nach, vorallem für die autoren, ein absoluter reinfall. wie bitte soll man diese ernst nehmen? wie soll man sich hier die zeit nehmen, auch mal in das ein oder andere werk reinzuschauen? fragen zu stellen oder gar überhaupt lust entwickeln, sich diese veranstaltung länger als gefühlte 5 minuten an zu tun?
    im großen und ganzen war ich wirklich enttäuscht von der ganzen sache an sich… die plakate die ich zu diesem event sah, versprachen mir eine kleine aber feine „vestische buchmesse“, die in keinster weise meine doch sher klein gesetzten erwartungen efüllte.
    schade recklinghausen, das hätte man sicherlich mit dem selben budget besser machen können! auch in betracht der autoren! denn um die und ihre werke ging es ja in erster linie!
    (eventuelle schreibfehler und blödsinniger satzbau ist absicht und dient zur belustigung des lesers)

  2. Dennis
    27. November 2011 at 19:37 #

    Auweiha, da hat sich die Anreise ja nicht wirklich gelohnt.

  3. Ulrich Dittmar
    7. Dezember 2011 at 21:57 #

    Tut mir leid, dass der Autor dieses Artikels enttäuscht war. Sicher ist auch von großer Enge zu reden. Andererseits wirken seine Worte, gemessen an wenigen Sekunden der Anwesenheit doch arrogant und herablassend. Ca. 300 – 400 Besucher hatte diese 1. Messe, es war eine 1. Messe und auf dem Hintergrund, dass 30 Autoren sich einer so viele Besuchern präsentieren konnten sollte in dieses überhebliche Minuten Urteil einfließen, wie viele Lesungen jeder Autor hätte ausrichten müssen, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Wie oft hat der Studiosus ähnliche Veranstaltungen schon organisiert oder nur erdacht? Es ist schon sehr einfach ohne eigene Leistung und ohne Kenntnis/Berücksichtigung der Hintergründe über eine Sache herzuziehen, die einen möglicherweise nur an die eigene klaustrophobischen Probleme erinnert, die daran hindern mal konstruktiv zu hinterfragen. Schade eigendlich. Von den Autoren selbst nur eine negative Rückmeldung. Sicher ein erster Versuch der Verbesserung bedarf. Aber da hilft keien Klugsch…ei. Die Kritik an der Veranstaltung wird den Hauptorganisatoren dieser Veranstaltung nicht gerecht. Es waren Autoren selbst – die der Autorengruppe Die Tram, die für viele andere ein Forum bieten wollten und viel Zeit und Energie in diese Idee gesteckt haben.

  4. Dennis
    8. Dezember 2011 at 18:21 #

    Lieber Herr Dittmar,
    bitte entschuldigen Sie die verspätete Freischaltung. Das war ein Versehen meinerseits.

  5. Ulrich Dittmar
    8. Dezember 2011 at 20:42 #

    Dann kann ja der Kommentar vom 8. auch wieder gelöscht werden. Ist ja dann mehrals überflüssig.
    Danke.

  6. Dennis
    9. Dezember 2011 at 10:32 #

    Erledigt.

  7. Wilfried Besser
    9. Dezember 2011 at 12:09 #

    Ja, so isses, immer fest druff! Aber statt dass sich „Martin“ oder „die bessere Hälfte“ mal bei den Machern dieser „dilettantisch durchgeführten“ Veranstaltung erkundigen, wie das denn alles zustande kam und mit welchen Möglichkeiten es orgnaisiert wurde, suhlen sie sich in ihren Ergüssen, auf dass die interessierte Welt mitkriege, welch gigantische Formulierer sie sind, zweifellos um Klassen besser als die dussligen Vollidioten, die es am 26.11. einen Samstag lang in drangvoller Enge mit ihren Druckerzeugnissen in einer miefigen Gammelbude aushalten mussten. Na Klasse!
    Um keinen Irrtum aufkommen zu lassen: Wir, die wir für die Messe verantwortlich waren und sind, haben ohne Einschränkung einiges erkannt, was man, sollte es eine zweite Buchmesse geben, besser mschen kann und sicher auch muss. Vielleicht war es ein Fehler, 30 Autoren bei der Größe des Raumes zuzulassen, und nicht 20. Aber die 10, die jetzt dabei sein konnten, hätten sonst in die Röhre geguckt. Man hätte die Kurzlesungen in einem separaten Raum stattfinden lassen können, man könnte Mulitmedia einsetzen, es hätte für die Gäste evtl. ein Catering geben können, es gibt so vieles, worbüber man nachdenken kann. Es gab inzwischen eine Umfrage bei den beteiligten Autorinnen und Autoren, da gab es sowohl Anregungen als auch Lob und Zufriedenheit, vor allem deshalb, weil überhaupt so eine Idee mal geboren und angegangen wurde. Man sollte auch bedenken, dass die drei Hauptakteure alle einem intensiven Brotberuf nachgehen und so eine Veranstaltung „nebenbei“ und in der Freizeit stemmen müssen. Und Arbeit im Vorfeld gab es genug (auch wenn das offensichtlich am Erscheinungsbild der Messe nicht deutlich wurde), die Teilnehmer können das zweifellos auch richtig einschätzen. Ich nehme jede Kritik gern an, weil ich, wie jeder andere Mensch auch, nicht unfehlbar bin und es beim nächsten Mal gern auch besser machen möchte. Aber über etwas in derart ätzender Form herziehen, und dann auch noch ohne sich zu outen sondern hinter einem nickname zu verschanzen, das ist ziemlich billig. Dennoch, wir nehmen uns auch das zu Herzen, und vielleicht gelingt es ja, einen großzügigen Sponsor (der sich bei Kultur und vor allem Literatur nicht gerade aufdrängt) und viel mehr Zeit vorausgesetzt, bei einer evtl. 2. Vestischen Buchmesse alles ganz anders und viel besser zu machen.

  8. Dennis
    9. Dezember 2011 at 13:25 #

    Lieber Herr Besser, in diesem Weblog publiziert niemand anonym. Der Autor des von Ihnen monierten Beitrags ist im Impressum aufgeführt. Im Gelsenkirchen Blog wird niemand anonym und vor allem nicht aus Lust und Laune kritisiert. Martin skizziert seine subjektive Momentaufnahme der Veranstaltung. Falls diese Ihrer Auffassung nach nicht den tatsächlichen Sachstand widerspiegelt, bedaure ich das sehr. Sie haben jedoch in den Kommentaren jeden Platz der Welt, um Ihre Sicht der Dinge auf den Punkt zu bringen.

    Ich persönlich habe die kritischen Zeilen keineswegs als Veriss Ihrer Veranstaltung empfunden. Schon gar nicht geht die Kritik – wie Sie es scheinbar empfinden – an Sie persönlich. Der Schlußsatz enthält einen klaren Appell eines in der Literatur nicht ganz unbewanderten Menschen. Vielleicht erscheint der Artikel vor diesem Hintergrund für Sie etwas weniger verherend.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
    Dennis

  9. Sauerteig
    12. Dezember 2011 at 09:30 #

    Der frustrierte Schreiber musste die Veranstaltung total zur Sau machen, damit dokumentiert ist, wie gut er es gemacht hätte, wenn . . . ja wenn! Wenn er wenigstens genau hingeschaut und mit den Ausstellern und Besuchern ins Gespräch gekommen wäre! Nichts dergleichen ist passiert! Es ist eine oberflächliche und gezielt mit Vorurteilen belastete Bewertung, deren vorausgehende Analyse kurzatmig, wenig informativ und von vorneherein bösartig angelegt ist. Das Pamphlet ist die Zeit nicht werden, die man zum Lesen braucht.

  10. Volker Köhn
    12. Dezember 2011 at 09:57 #

    Lieber Herr DIttmar, da ich selbst als Autor an dieser „Vestischen Buchmesse“ teilgenommen habe, frage ich mich ernsthaft, wie die Zahl „300 bis 400 Besucher“ kursieren kann. Zugegeben, ich habe mich frühzeitig gegen 15.30 Uhr verabschiedet, habe aber von einem (standmäßig!) benachbarten Mitautoren erfahren, dass danach die große Post auch nicht mehr abgegangen ist. Meiner eigenen Einschätzung nach wäre die Zahl 100 sehr hoch gegriffen. Wobei man mir vorwerfen könnte, dass ich die größte Zeit mit dem Rücken zum Hauptgeschehen gesessen habe 😉 Und man darf bei einer realistischen Einschätzung der „Messe“ nicht vergessen, dass die Autoren einen Teil des Publikums in Form von Bekannten und Verwandten selbst mitgebracht oder organisiert haben. In diesem Sinne würde ich mir eine etwas realistischere Beurteilung der Lage wünschen 😉 Mit wohlwollenden Grüßen

  11. Dennis
    12. Dezember 2011 at 10:49 #

    lol

  12. Konstanze
    12. Dezember 2011 at 11:37 #

    „Der Raum ist sehr schön, nur, wie gesagt, zu voll.“

    http://minibares.wordpress.com/tag/erste-vestische-buchmesse/

    Im Prinzip sagt der Autor hier eigentlich nichts anderes. Und darin sind sich doch wirklich alle hier einig. Warum man daraus eine persönliche Hetzjagd auf den Autor macht und ihm Vorurteile vorwirft (die ich aus dem Text nicht herauslesen kann), kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.

    Grüße aus der Stadt des Fußballmeisters
    K.

  13. Volker Köhn
    12. Dezember 2011 at 14:03 #

    Ich empfinde die zugrundeliegende Kritik (die der Anlass für die anschließenden Kommentare war) nicht als herabwürdigend, sondern schlicht als subjektiven Ausdruck einer Enttäuschung. Für derartige Mitteilungen wurden Blogs ja nun ins Leben gerufen, also soll und darf man sie doch auch in diesem Sinne nutzen. Das einzige, worauf man allerdings achten sollte, ist sauberes Argumentieren, um zu einem realistischen (und nicht z.B. demagogischen) Ergebnis zu kommen. Ansonsten befindet man sich ruckzuck in einer Situation, die Jonathan Swift (1667-1745) in seinem Essay „Vollständiger und wahrhaftiger Bericht über die Schlacht vom letzten Freitag zwischen den antiken und den modernen Büchern in der Bibliothek von St. James“ folgendermaßen beschrieben hat: „Nun muss man wissen, dass Tinte in allen Kämpfen der Gelehrten die große Fernkampfwaffe ist. Sie wird durch ein Gerät, genannt Federkiel, befördert, das in ungeheurer Menge von den tapferen Kriegern jeder Seite gleichermaßen mit Geschick und Gewalt gegen den Feind geschnellt wird, als ob es ein Gefecht von Stachelschweinen wäre.“

  14. Mona Jüntgen
    12. Dezember 2011 at 16:35 #

    Hallo Zusammen,

    wenn man nun alles gelesen hat, würde ich sagen, unser aller Fazit ist ähnlich: Gerne nochmal, mit ein paar „Verbesserungen“ die wir Autoren ja auch schon nach und nach zusammen getragen haben.Ich finde die „Kritiker unter uns“ gar nicht ganz so „schlimm“, wie es anscheinend bei manchen rüber kommt. Sicher, nicht immer die richten Worte, oder vielleicht besser den richtigen Ton treffend, aber das sei legitim. Je nach Ansrpüchen und/oder Erwartungshaltungen, kommen nun mal oft andere Sichtweisen zustande, die mehr oder weniger konstruktiv rüber kommen. Manch augenscheinlich“bissige Bemerkung“ wird leider mehr Bedeutung beigemessen, als dem Inhalt. Und nur darum sollte es uns gehen? Im übrigen möchte ich doch gerne zu einem Wiedersprechen: ICH, wie auch DIE MEISTEN anderen Autoren/innen, hatten KEINE Omas,Opas, Tanten,Onkels odr wen auch immer mitgebracht. Und schon gar nicht, um die Räumlichkeiten zu füllen.Aber da auch daran sollte man sich nicht „aufhängen“, denn das möchte doch oftmals erreicht werden.Ich wünsche mir eine Wiederholung, sehe den ENORMEN Aufwand den die Organisatoren gemacht haben und möchte mich hier, in aller Öffentlichkeit, nochmal bedanken!!! Gerne bin ich bereit, wenn es eine Wiederholung geben wird, meinen Teil dazu bezutragen, das es WIEDER eine gelungene Veranstaltung werden kann.Sicher mit einigen „Verbesserungen“.
    In diesem Sinne:
    Eine tolle restliche Weihnachts- und Neujahrszeit an alle, selbstvrständlich auch an die Kritiker/innen :-), Ihre Mona Jüntgen

  15. Ulli
    12. Dezember 2011 at 17:26 #

    Liebe Konstanze!
    Ich mag einfach keine Oberflächlichkeit und Überheblichkeit und kann mit konstruktiver Kritik sehr wohl umgehen. Es steckt viel Schweiß und Anstregung in der Realisation dieser Veranstaltung und es bleibt dabei, es ist eine großartige Idee. Helfende Hände, gute Beziehungen, Solidarität und Hilfsangebote können sicherlich dazu beitragen eine 2. Buchmesse weiter nach vorn zu bringen. Worte, die den Täter schmähen, verhindern ggf. einen weiteren Versuch.

  16. Ulli
    12. Dezember 2011 at 17:51 #

    Hallo Herr Köhn!
    Meine Persperktive ist möglicherweise eine andere, als die Ihre. Ich stand relativ weit vorn, also in der Nähe der Tür und dazu permanent auf der anderen Seite des Tisches, so dass ein groteil der Besucher , den ich auch direkt versucht habe anzusprechen, an dem von mir betreuten Tisch mit seiner Auslage vorbei gingen. Wenn es um einer Einschätzung geht, so stimmt es, das sicherlich zu keinem Zeitpunkt mehr als 30 Besucher gleichzeitig im Saal waren, aber auch zu keinem Zeitpunkt weniger als 5. Die Länge der Zeit (7h), als auch der Umstand, dass sich die Menschenmassen nicht gerade durch die (engen) Gänge schoben, macht eine genaue einschätzung bestimmt schwierig. Doch spricht da Bewegung und Kontinuität für sich. So ist die genannte Einschätzung nicht nur meiner (un)abhängigen Meinung entsprungen, sondern basiert auch auf dem Austausch mit an dieser Veranstaltung Beteiligten, die nicht zu tun hatten, als die Veranstaltung zu beobachten, also weniger abgelekt durch Gespräche und dem Publikum zugewandt. Wieviele Autorenverwandte und -bekannte sich unter die Besucher mischten, läßt sich auch schlecht selektieren. Da aber keiner meiner Verwandten und Bekannten zugegen waren, ich viele interessante neue Gespräche führte und meine literarischen Werke auch viele Interessenten fanden, waren mir die uneigenen Verwandten und Bekannten fremd, so dass ich davon nur profitieren konnte. Und bei allen Schwierigkeiten die Menge der Besucher einzuschätzen liegen doch zwischen 300 u. 400 immerhin noch 98 indifferente Objekte, die sich, wie die anderen in immerhin (ich weiß, ich sagte es schon)7 Std. durch den Raum bewegten. In KLlages Kalender fand ich folgenden Spruch eines gewissen Hanno Nühm: Der Optimist sieht in jedem Problem eine Aufgabe. Der Pessimist in jeder Aufgabe ein Problem.

  17. Ulli
    12. Dezember 2011 at 17:53 #

    An den Administrator!!
    Ich möchte mich für das KLöhn entschuldigen. bitte, wenns geht berichtigen. Das war ein unabsichtlicher Fehler, der auf zu breiten Fingern beruht und nicht auf Boshaftigkeit!

  18. Dennis
    12. Dezember 2011 at 18:19 #

    Ist berichtigt.

  19. Volker Köhn
    12. Dezember 2011 at 18:45 #

    Hallo Herr Dittmar, Hallo Frau Jüntgen,
    also an der Tatsache, dass viele (ich behaupte sogar das Gegenteil: die meisten!) Autoren ihren Anhang mitgebracht haben, gibt es ja gar nichts zu rütteln, das war nicht nur bei meinen unmittelbaren Tischnachbarn so, sondern auch bei vielen anderen Tischen, die ich beobachten konnte (also links, rechts und hinter mir saßen ja immerhin schon mindestens 10 Teilnehmer, die ich unmittelbar beobachten konnte). Die Tatsache als solche habe ich übrigens gar nicht bewertet, sondern lediglich festgestellt 😉 Ein guter Freund von mir ist schließlich auch gekommen, nur war ich da leider schon weg 😉 Ob die Tram Mitglieder nun Anhang dabei hatten oder nicht, tut doch nichts zur Sache. Davon einmal abgesehen, habe ich meine gesamte Anwesenheit nicht stur damit verbracht, die Veranstaltung zu ignorieren, sondern war ein Teil von ihr, immerhin fünfeinhalb Stunden lang 😉 Habe mich also oft umgedreht, auch Gespräche geführt, Besucher und Teilnehmer beobachtet und 2 Rundgänge durch den Saal gemacht. Ist Beobachtung nicht eine der Haupttugenden eines Autors 😉 Außerdem bin ich der Meinung, dass Tram Mitglieder sich nicht beleidigt fühlen müssen, wenn man etwas kritisiert. Das bedeutet doch nur, dass es beim nächstenmal sicher besser wird, oder? Auch der erste, durchaus kritische Kommentator endet doch mit den Worten: „Gebt ihnen – den Autoren – den Raum, den sie zu einer ansprechenden Darstellung ihrer Kunst und ihrer Nachricht brauchen! Dann kann die zweite Vestische Buchmesse auch klappen – und ich hoffe ungemein, dass es die geben wird.“ Wo ist also eigentlich das Problem? Was die Zählweise der Besucher angeht, kann ich nur sagen: beim nächstenmal zähle ich genau mit 😉 Oder mache von jedem ein Foto 😉 LG, Volker Köhn

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